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Vermisster Flug MH370: Kinder verklagen Malaysia Airlines

Mit Malaysia-Airlines-Flug MH370 sind 239 Menschen spurlos verschwunden. Die Angehörigen verspüren Wut und Frust. Zwei elf und 14 Jahre alte Kinder verloren ihren Vater - und klagen vor Gericht.

Die "Wand der Hoffnung" am Flughafen in Kuala Lumpur. Fast acht Monate ist Flug MH370 bereits verschwunden.

Die "Wand der Hoffnung" am Flughafen in Kuala Lumpur. Fast acht Monate ist Flug MH370 bereits verschwunden.

Ein beispielloses Flugzeugunglück hält die Welt seit Monaten in Atem: Malaysia-Airlines-Flug MH370 verschwindet am 8. März spurlos. Bis heute gibt es keine Spur von dem Wrack. Längst haben neue Kriege und Katastrophen MH370 aus den Schlagzeilen verbannt, aber für die Angehörigen der 239 Menschen an Bord ist die Tragödie jeden Tag präsent. Zwei Kinder klagen nun gegen die Airline.

Neben Trauer, Wut und Ohnmacht kämpfen viele Familien tagtäglich mit dem Unfassbaren. Da ist zum einen die Ungewissheit: Was passierte damals in den Stunden an Bord, nachdem die Maschine vom Kurs abgewichen war und Richtung Süden flog? Waren die Menschen bei Bewusstsein? Wurden sie bedroht?

Die Angehörigen fragen sich aber auch, wie das Leben weitergeht. Die Kläger, Jungen im Alter von elf und 14 Jahren, haben ihren Vater Jee Jing Hang (41) verloren, der ihnen nach Angaben des Familienanwalts ein komfortables Leben garantierte.

Umgerechnet gut 4000 Euro habe er mit seinem Internetladen jeden Monat nach Hause gebracht - ein kleines Vermögen in Malaysia. Viele Familien haben den Hauptverdiener verloren. Mancher Arbeitgeber hat zunächst weiter Gehalt bezahlt, aber wie lange? Können Lebensversicherungen ausgezahlt werden? Wer darf an die Konten der Verschwundenen? Wieviel Geld bekommen die Familien von der Airline, vom Staat?

176.000 US-Dollar für ein Unglücksopfer

Malaysia Airlines und die Behörden wollen sich nicht äußern. Es handele sich um private Angelegenheiten, die nur die Familien etwas angingen, sagt ein Airline-Sprecher. Die Fluggesellschaft wollte Angehörigen nach Angaben aus Behördenkreisen nach dem Unglück mehrere zehntausend US-Dollar auszahlen. Nach dem Montrealer Übereinkommen ist jeder Flugzeuginsasse bei einem Unglück mit mindestens 176.000 US-Dollar versichert.

Die Regierung plant zudem eine Stiftung, die sich um die Versorgung der Angehörigen kümmern soll. Sie soll auch für die Angehörigen der 298 Insassen von MH17 da sein, also das Malaysia-Airlines-Flugzeug, das im Juli über der Ukraine wahrscheinlich abgeschossen wurde. Der Umfang ist noch nicht beschlossen.

Nur das Wrack kann das Rätsel lösen

Muster könnte der Kompensationsfonds sein, den die US-Regierung nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auflegte. Damals bekamen Angehörige im Schnitt fast zwei Millionen Dollar ausgezahlt.

Welcher Schadenersatz den Angehörigen letztlich zustehe, hänge von vielen Faktoren ab, sagt der Generaldirektor des Verbandes der Fluggesellschaften in der Asien-Pazifik-Region, Andrew Herdmann: "Wenn die Fluggesellschaft einen Fehler gemacht hat oder ein mechanisches Versagen vorliegt, können mehrere Klagen gegen Hersteller, Wartungsfirmen und Serviceanbieter eingereicht werden." Über die Höhe entscheiden dann Gerichte.

Die Fluggesellschaft steht auf dem Standpunkt, dass nur das Wrack Aufschluss über die Unglücksursache geben kann.

Christiane Oelrich, DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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