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Flug übers Ziel hinaus: Irrflug-Piloten verlieren Lizenz

Wie kann es sein, dass Piloten ihren Zielflughafen um mehr als 200 Kilometer verfehlen? Die beiden Flugzeuglenker der Airline Northwest, die jüngst mit einer Passagiermaschine weit über ihren Zielflughafen hinausflogen, waren in ihre Laptops vertieft. Sie sind mittlerweile ihren Pilotenschein los.

Zwei Piloten einer US-Passagiermaschine, die 240 Kilometer über ihren Zielflughafen hinweggeflogen waren, waren zur Zeit der geplanten Landung mit ihren Laptops beschäftigt. Das hat die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB mitgeteilt, die nach dem Aufsehen erregenden Vorfall von vergangener Woche Ermittlungen eingeleitet hatte. Demnach gaben die beiden 53 und 54 Jahre alten Männer an, dass sie so vertieft in ein neues Computer-Programm zur Dienstplanung für Piloten waren und so intensiv darüber diskutiert haben, dass sie ihr Ziel verpassten und über eine Stunde lang nicht auf Funksprüche reagierten. Wegen der Verletzung zahlreicher Dienstvorschriften sind sie ihren Pilotenschein nun los. Die Flugaufsichtsbehörde (FAA) erklärte am Dienstag, die Männer hätten sich unter anderem nicht an Instruktionen der Flugsicherung gehalten und unverantwortlich gehandelt.

Der Airbus A 320 der Gesellschaft Northwest mit 144 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern an Bord war am vergangenen Mittwochabend in San Diego gestartet und sollte in Minneapolis landen. Das tat er auch - aber erst nach dem ungeplanten Umweg und mit mehr als einstündiger Verspätung. Die Maschine befand sich bereits über Minnesotas Nachbarstaat Wisconsin, als ein Flugbegleiter bei den Piloten anfragte, wann das Flugzeug denn landen werde. Erst da schaute der Flugkapitän erstmals auf die Armaturen-Anzeige im Cockpit und bemerkte, dass Minneapolis schon weit hinter ihm lag.

Es gab "eine Periode der Diskussion"

"Beide gaben an, dass es eine Ablenkung gab", heißt es in der NTSB-Mitteilung wörtlich. "Die Piloten sagten, dass es eine Periode der Diskussion gab, in der sie nicht auf das Flugzeug oder auf Anrufe achteten." Das lange Schweigen im Cockpit hatte sogar die Sorge ausgelöst, die Maschine könnte entführt worden sein. So waren in Wisconsin bereits Kampfflugzeuge aufgestiegen, um gegebenenfalls einzuschreiten.

DPA / DPA
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.