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Großbritannien und Schweiz Mindestens zwölf Tote bei Flugschauen


Bei zwei Unglücken während Flugschauen sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. In England stürzte ein historisches Kampfflugzeug auf eine Straße. In der Schweiz verunglückten zwei Leichtflugzeuge.

Bei zwei Flugschau-Unglücken sind in England und in der Schweiz mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Am Samstag stürzte zunächst bei der Shoreham Airshow in der Nähe von Brighton ein historischer Militärjet nach einem missglückten Looping auf eine Straße. Nach Polizeiangaben starben dabei wahrscheinlich elf  Menschen. Am Sonntag kollidierten dann in der Schweiz zwei Maschinen der deutschen Sportflieger-Formation Grasshoppers aus Eschbach in Baden-Württemberg in der Luft. Sie stürzten ab. Dabei starb laut Polizei ein Pilot - die Flugshow am Flugplatz von Dittingen bei Basel wurde nach dem Unglück abgebrochen.

In Großbritannien hielt es die Polizei für möglich, dass die Zahl der Toten noch steigt: Zwischen Flugzeug- und Autotrümmern könnten noch Opfer liegen. Konkrete Berichte über Vermisste gab es jedoch nicht. Tausende hatten das Schaufliegen in Südengland am Samstag verfolgt, Augenzeugen beschrieben einen großen Feuerball und herumfliegende Trümmer. 15 Menschen wurden verletzt, darunter auch der Pilot.

Tausende Zuschauer beobachten Absturz

Nach Angaben der Rettungskräfte handelt es sich bei den Toten allesamt um Insassen der Autos. Der schwer verletzte Pilot wurde per Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Er schwebte am Sonntag weiterhin in Lebensgefahr. Ob er vor dem Aufprall den Schleudersitz auslösen konnte, blieb zunächst unklar.

Das Unglück ereignete sich vor den Augen von tausenden Zuschauern. "Das Flugzeug kam aus einem Looping, es flog sehr tief", berichtete der Anwohner Dave Penwarden. Anstatt zu beschleunigen, um wieder an Höhe zu gewinnen, sei es dann zu Boden gestürzt. "Er verschwand einfach hinter einigen kleineren Bäumen am Rand des Flugfelds und dann gab es diese riesige Explosion", sagte der Augenzeuge Stephen Jones.

Kollision beim "Grashopper"

Bei dem Flugunfall in Dittingen im Norden der Schweiz seien zwei Leichtflugzeuge der Formation "Grashoppers" aus Baden-Württemberg kollidiert, teilte die Polizei im Kanton Basel-Landschaft nach Angaben der Nachrichtenagentur SDA mit. Eines der Flugzeuge stürzte demnach im Ortszentrum von Dittingen ab, der Pilot starb. Der zweite Pilot soll mit dem Fallschirm abgesprungen sein.

 Auf Bildern vom Unglücksort waren eine vollständig zerstörte Scheune, aus der Flammen und Rauch aufsteigen, sowie mehrere verteilte Flugzeug-Trümmerteile zu sehen. Der andere Pilot konnte sich offenbar retten. Die Flugshow wurde nach dem Unfall abgebrochen. Rettungsmannschaften waren am Unglücksort mit einem Großaufgebot im Einsatz.

ivi AFP DPA

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