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Karnevalsverein trauert Kölner Unternehmer soll mit Flieger über der Ostsee abgestürzt sein

Karnevalsverein trauert: Kölner Unternehmer soll mit Flieger über der Ostsee abgestürzt sein
Sehen Sie im Video: Privatflugzeug nach rätselhafter Route über Ostsee abgestürzt.




STORY: Beim Absturz eines Privatflugzeugs vor der Küste Lettlands sind am Sonntagabend offenbar alle vier Insassen ums Leben gekommen. Die in Österreich registrierte Maschine des Typs Cessna 551 Flugzeug war in Jerez in Südspanien gestartet. Nach Daten der Webseite FlightRadar24 flog die Cessna über Paris und Köln Richtung Ostsee. Mehrere NATO-Militärflugzeuge hatten versucht, Kontakt mit dem Piloten der Maschine aufzunehmen, teilten Behörden in Schweden mit. Nachdem das Flugzeug über der Ostsee an Höhe verlor, schickten Schweden und Litauen Suchflugzeuge in das Absturzgebiet. Nach Medienangaben sichteten sie Trümmerteile und eine Ölspur. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt.
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Nach dem ominösen Irrflug eines Kleinflugzeuges über der Ostsee bleiben viele Fragen ungeklärt. Vom Kölner Karnevalsverein heißt es mittlerweile, der Ehrenpräsident des Vereins soll bei dem Absturz ums Leben gekommen sein.

Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers", der "Bild" und des "Express" soll es sich bei den Opfern um einen 72 Jahre alten Unternehmer und Ehrenpräsident der Kölner Karnevalsgesellschaft, Blaue Funken, sowie seine Familie handeln, die mit einem Kleinflugzeug über der Ostsee abgestürzt sind. Auf stern-Anfrage bestätigte der Vizepräsident der Blauen Funken, Armin Hoffmann, dass der Unternehmer mit seiner Familie in dem Flugzeug saß. "In Absprache mit der Familie kann ich Ihnen mitteilen, dass unser Ehrenpräsident Peter Griesemann mit seiner Familie in dem Flugzeug saß, dass in der Ostsee abgestürzt ist", lautet die schriftliche Antwort. Derzeit erwarte man noch weitere Informationen von der Rettungs- und Suchaktion. 

Zuvor hatte der Verein "Kölner Stadt-Anzeiger" gegenüber bestätigt, dass der Unternehmer mit seiner Familie an Bord der Maschine gewesen sei. "Wir wissen, dass die Hoffnung, dass jemand von ihnen überlebt hat, gering ist. Aber wir möchten dennoch das Ergebnis der Suchaktion vor Ort in der Ostsee abwarten", zitiert das Blatt die schriftliche Antwort.

Auf Instagram postete der Kölner Präsident des Kölner Karnevals, Christoph Kuckelkorn, ein Foto mit dem Haus des Kölner Karnevalvereins. Davor flattern die Fahnen auf Halbmast. Unter das Foto schrieb Kuckelkorn "fassungslos" und "ohne Worte".

Die Griesemann-Gruppe wollte sich auf stern-Anfrage vorerst nicht zum Tod des Unternehmers äußern. Ein entsprechendes Statement werde noch veröffentlicht, teilte eine Sprecherin telefonisch mit. Wann mit einer Stellungnahme zu rechnen ist, ließ sie offen. Ebenso, worüber das Unternehmen kommunizieren werden. Die Webseite der Griesemann Gruppe wird derzeit noch aufgebaut und kann nicht abgerufen werden.

Flugzeugabsturz nach Geisterflug über der Ostsee

Der Unternehmer war mit seiner Frau und seiner Tochter in einem Privatflieger auf einer eher ungewöhnlichen Route von Spanien nach Köln über die Ostsee geflogen und dort vor der Küste Lettlands ins Meer gestürzt. Den Absturz bestätigte die Luftwaffe am Sonntagabend auf Twitter. Zuvor war jeglicher Kontakt zu dem Flieger abgerissen.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Cessna 551, wie die schwedische Zeitung "Dagens Nyheter" berichtete. Die Maschine flog über die Insel Rügen hinaus, gelangte in den schwedischen Luftraum, flog südlich von Gotland und setzte ihren Geisterflug weiter in Richtung des Golfs von Riga fort. Dann stürzte sie ins Meer.

Die Zeitung "El País" berichtete unter Berufung auf spanische, mit dem Vorfall vertraute Quellen von einer deutschen Familie, der die Maschine gehört haben soll – einem älteren Mann, seiner Frau, einer Tochter des Paares und einem Mann in deren Alter. Nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA war der Jet in Österreich registriert und auf ein deutsches Unternehmen zugelassen.

"Bild" berichtete, die Maschine habe nach dem Start im südspanischen Jerez Druckprobleme in der Kabine gemeldet. Demnach brach der Kontakt zum Boden kurz hinter der iberischen Halbinsel ab. Im Luftraum über Frankreich übernahm zunächst eine Rotte der französischen Armee, bevor im deutschen Luftraum eine Rotte aus Neuburg an der Donau und später aus Rostock-Laage aufstieg.

Am Abend lief eine Rettungsmission mit internationalen Kräften. Der Leiter des lettischen Seerettungskoordinationszentrums sagte im lettischen Fernsehen, es würden Suchaktionen koordiniert und das Gebiet durchkämmt.

Quellen: "Kölner Stadt-Anzeiger", mit Material von DPA

cl

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