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Frachtkahn rammt Schiff: Hunderte Vermisste nach Fährunglück in Bangladesch

Beim Untergang einer Fähre in Bangladesch mit etwa 200 Passagieren an Bord sind am Dienstag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Küstenwache und Feuerwehr suchen weiter nach Überlebenden.

Nach dem Sinken einer Fähre auf dem Fluss Meghna in Bangladesch werden Hunderte Menschen vermisst. Wie lokale Medien berichteten, konnten mehr als 50 Menschen gerettet werden. Die zweistöckige Fähre "Shariatpur 1" wurde den Angaben zufolge von einem mit Öl beladenen Frachtkahn gerammt und sank. Einigen Menschen an Bord sei es gelungen, an das Ufer des Flusses Meghna zu schwimmen. Eine andere Fähre habe etwa 35 Passagiere retten können, von den restlichen Insassen fehle aber jede Spur. An der Unglücksstelle waren demnach zahlreiche Rettungskräfte von Küstenwache, Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Die Fähre war auf dem Weg in die Hauptstadt Dhaka.

Im vergangenen April waren ebenfalls auf dem Fluss Meghna Dutzende Menschen ertrunken, als eine Fähre rund 80 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Dhaka auf ein Schiffswrack auffuhr und sank. Ende 2010 waren bei drei Fährunglücken binnen eines Monats mehr als 160 Menschen gestorben. In Bangladesch kommt es wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen immer wieder zu schweren Schiffsunglücken.

kave/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
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