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Drogenfund: Pakete mit mehr als 750 Kilo Kokain an Frankreichs Küste gespült

An der französischen Atlantikküste sind mehrere Pakete mit Kokain angespült worden – mit einem Reinheitsgehalt von teilweise mehr als 80 Prozent. Die Polizei ermittelt und warnt die Bevölkerung.

Französische Zollbeamte an einem Strand in Frankreich

Französische Zollbeamte an einem Strand in Frankreich

Picture Alliance

In Frankreich sind schon seit mehreren Wochen mehrere Pakete an die Stände der Atlantikküste gespült worden. Ihr Inhalt: Kokain mit einem Reinheitsgehalt von teilweise mehr als 80 Prozent. Insgesamt seien mittlerweile 763 Kilogramm an insgesamt mehr als 500 Kilometer Küstenabschnitt entdeckt worden, berichten unter anderem "Radio France International" und der Sender France 3. Jeden Tag würden neue Bündel mit der Droge entdeckt.

"Verdächtige Pakete wurden an allen Stränden gefunden ... vom Departement Loire-Atlantique bis zum Departement Landes", sagte die Staatsanwaltschaft. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Laut der britischen Zeitung "The Guardian" untersuchen die Ermittler, ob ein Boot von Drogenhändlern in einen Sturm geriet oder in andere Probleme geraten ist und daher die Ladung im Meer versenkt hat.

Kokain mit Straßenverkaufswert von 60 Millionen Euro

Berichten zufolge wurden bereits vor einem Monat Päckchen an den Stränden von Nantes bis hin zum Ferienort Biarritz angespült. Manche davon hätten die Wörter "Diamante" oder "Brillante" aufgedruckt gehabt – spanisch für "Diamant" und "glänzend". Pakete mit dieser Aufschrift wurden im September nach dem Hurrikan Dorian in Florida gefunden. Daher kontaktierten französische Ermittler ihre Kollegen in Florida, so der "Guardian" weiter. Der bisher ermittelte Straßenverkaufswert des gefundenen Kokains in Frankreich betrage rund 60 Millionen Euro.

Das Kokain sei besonders rein und daher gefährlich für Menschen, sagte die Staatsanwaltschaft der westfranzösischen Stadt Rennes. Personen, die auf die Pakete stoßen, wurden aufgefordert, sie nicht zu berühren und die Polizei zu kontaktieren. Der Transport von Drogen wie Kokain kann in Frankreich mit einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden.

Eine Tonne Kokain wurdenauf einem Containerschiff neben einer Lieferung Bananen untergebracht.

Laut dem Sender France 3 wurden auch Hubschrauber der Gendarmerie an den Küsten eingesetzt. In mindestens sechs Städten des Departements Gironde wurde der Zugang zu Stränden untersagt. Philippe Astruc, Staatsanwalt in Rennes, sagte laut dem britischen Sender BBC, dass die Pakete "wahrscheinlich aus Südamerika" stammen und einen hohen Geldbetrag wert seien.

rw