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Eingefroren im Eis: Die Geschichte des Mannes, der den Eis-Fuchs fotografierte

Das Foto vom Fuchs, der in einen Eisblock eingefroren ist, geht um die Welt. Das Tier war in der Donau eingebrochen, ein Jäger hatte den Eisblock aus dem Eis gesägt. Wie kam es zu dem Schnappschuss?

Im Eis der Donau ist dieser Fuchs komplett eingefroren, nachdem er eingebrochen ist

Der Fuchs war ursprünglich nur mit dem Oberkörper eingefroren, wie an der Nahtstelle deutlich zu erkennen ist

Rentner Klaus Leuser aus Mühlheim liebt seine Heimat. Regelmäßig ist der 64-Jährige, der Mitglied im Schwäbischen Albverein ist, im Donautal unterwegs, um die Natur zu genießen. "Ich wandere viel und kenne jede Ecke", erzählt er am Telefon im besten Schwäbisch. In der vergangenen Woche fällt ihm auf einer seiner Touren an der Donau aus der Ferne schon das merkwürdige Gebilde aus Eis auf, das dort am Ufer steht. "Ich habe mich gewundert über den Eisblock", sagt er. Viele Schlittschuhfahrer sind an dieser Stelle auf dem zugefrorenen Wasser unterwegs, wo die Donau fast ein stehendes Gewässer ist. Doch Leuser wandert weiter, ohne sich den Eisklotz genauer anzusehen.

Bekannte erzählen ihm vom Fuchs

Wenige Tage später erzählen ihm Bekannte vom Wanderverein, was es damit auf sich hat. Ein Fuchs sei in dem Eis eingefroren, ein Jäger habe ihn herausgesägt und dort hingestellt. "Da bin ich sofort hin, um mir das genauer anzuschauen, und habe das Foto gemacht", sagt Leuser. Er schickt das außergewöhnliche Bild per E-Mail an einen Bekannten, der es wiederrum weiterverteilt. So landet es schließlich bei der "Schwäbischen Zeitung", die es veröffentlicht, auch über Twitter. Jetzt ist das Foto vom Fuchs im Eisblock, das eher ein Kunstwerk zu zeigen scheint, in der Welt und macht seine Runde durch die deutschen und internationalen Medien. Sogar die New York Times veröffentlicht es.

Das Eis taut bereits

Das Tier war beim Versuch, die Donau zu überqueren, im Eis eingebrochen, ertrunken und eingefroren. Der Jäger Franz Stehle entdeckte das bedauernswerte Geschöpf und sägte es aus dem Eis. Und das hatte einen Grund: Der Fuchs war nämlich "nur mit dem Oberkörper in der Eisplatte" eingefroren, erzählt Leuser. Der Bauch und die Beine hingen im Wasser und begannen zu verwesen. Stehle sägte die Eisplatte mit dem Fuchs heraus und fror kurzerhand die Beine in einer Wanne mit Wasser ebenfalls ein. So ist der Fuchs konserviert. Jetzt beginnt das Eis zu schmelzen. Ist es abgetaut, wird er entsorgt.


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