Großbrand Explosionen auf Ex-Truppenübungsplatz


Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Brandenburg ist ein Großfeuer ausgebrochen. Das löst immer wieder Explosionen aus - denn unter der Erde lagert alte Panzersprengmunition. Die Bundeswehr soll deshalb große Lösch-Hubschrauber und schwere Panzertechnik bereitstellen.

Ein Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz südlich von Berlin hat mehrere Explosionen von alter Munition ausgelöst. Wegen weiter anhaltender Detonationsgefahr seien die Löscharbeiten "sehr schwierig", sagte eine Sprecherin des Landkreises Teltow-Fläming. Das Feuer war am Montag nahe des brandenburgischen Jüterbog auf dem sehr trockenen Heideboden ausgebrochen.

Am Dienstagnachmittag stand eine Fläche in der Größe von rund 300 Fußballfeldern (220 Hektar) in Flammen. Verletzt wurde niemand, Gefahr für die Bevölkerung bestand den Angaben zufolge nicht. Die nächsten Dörfer sind mehr als zwei Kilometer vom Brandort entfernt. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar.

Die Einsatzkräfte forderten Hilfe von der Bundeswehr an, die Großraumhelikopter mit 5000 Liter fassenden Löschwasser-Tanks schicken soll. Bislang waren zwei Hubschrauber mit kleineren Tanks im Einsatz, die das Flammenmeer aber nicht unter Kontrolle bringen konnten. Die Bundeswehr sei zudem gebeten worden, schwere Panzertechnik zur Verfügung zu stellen, sagte die Sprecherin weiter. Damit sollen Schneisen in den Wald geschlagen werden, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Auf dem bis 1992 militärisch genutzten Gelände lagern nach Auskunft der Sprecherin noch erhebliche Mengen sogenannter Panzersprengmunition im Boden. Das Gelände gehört der Stiftung Naturlandschaften sowie der Brandenburgischen Bodengesellschaft. Auf dem Areal kam es bereits mehrfach zu größeren Bränden.

AP AP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker