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Mine eingestürzt: Bergarbeiter in der Türkei nach Grubenexplosion verschüttet

Nach dem Einsturz einer Kohlemine in Ermenek im Süden der Türkei sind mindestens 20 Kumpel eingeschlossen. Erst im Mai gab es in dem Land ein Grubenunglück mit 301 Toten.

Rund 20 Bergarbeiter sind am Dienstag laut Fernsehberichten durch eine Explosion in einer Kohlegrube in der Türkei unter Tage eingeschlossen worden. Wie die Fernsehsender NTV und CNN-Türk berichteten, waren Rettungskräfte im Einsatz, um die Arbeiter zu bergen. Demnach ereignete sich das Unglück in der Stadt Ermenek im Süden der Türkei.

Mehrere der insgesamt rund 40 Männer im Einsatz unter Tage seien gerettet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Karaman. Die Rettungsarbeiten dauerten an.

Die Ursache für das Unglück war zunächst unbekannt. Ersten Berichten zufolge hatte es in dem Bergwerk einen Wassereinbruch gegeben. Die Bergleute werfen den Grubenbesitzern oft vor, aus Profitgründen an den Sicherheitsvorkehrungen zu sparen.

Im Mai hatte die Türkei das folgenschwerste Grubenunglück in ihrer Geschichte erlebt. 301 Kumpel starben bei dem Unglück in der Mine in Soma im Westen des Landes. Die Tragödie löste Proteste gegen die Regierung von Recep Tayyip Erdogan aus, der inzwischen Staatspräsident ist.

mia/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters