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Häusereinsturz in Rio de Janeiro: Fünf Todesopfer und viele Vermisste

In Rio de Janeiro sind drei Häuser in sich zusammengefallen. Es gibt Tote und unter den Trümmern werden noch viele Menschen vermisst. Der Unglücksort glich einem Erdbebengebiet.

Tragödie im Zentrum von Rio: Drei Häuser sind eingestürzt, darunter eins mit 20 Stockwerken. Die Feuerwehr barg bislang fünf Tote aus den Schutt- und Geröllmassen, doch werden noch zahlreiche Menschen unter den Trümmern vermutet. Die Zahl der Vermissten ist noch nicht völlig klar und variiert von 13 bis 21. Warum es zum Einsturz der Gebäude in unmittelbarer Nähe des historischen Theatro Municipal kam, ist unklar. Möglicherweise waren illegale Bauarbeiten die Ursache.

Die Gebäude stürzten am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr (Ortszeit) an der Avenida Treze de Maio ein. Anwohner berichteten von einem Krach wie nach einer Explosion. Tonnenschwere Betonbrocken donnerten auf die Erde und begruben auch zahlreiche Autos unter sich. "Ich hatte Glück, es schien wie am 11. September. Es war, als würde jemand Schutt vom Dach herabwerfen. Ich sah nur eine Betonplatte fallen und lief weg. Wäre ich stehen geblieben, hätte sie mich getroffen", sagte der Wasserlieferant Vicente Cruz, einem Reporter der "Folha de São Paulo".

Möglicherweise illegale Bauarbeiten Unglücksursache

Die drei Häuser waren benachbart und lagen gegenüber der Rückseite des 1909 eröffneten Theatro Municipal, das anscheinend bei dem Einsturz nicht beschädigt wurde. Der Unglücksort ist etwa zehn Kilometer vom Copacabana-Strand entfernt. In dem 20-stöckigen Hochhaus mit dem Namen "Liberdade" (Freiheit) wurde nach ersten Ermittlungen gebaut. Möglicherweise waren die Arbeiten nicht genehmigt.

Bei den Gebäuden handelt es sich nicht um Wohn-, sondern um Geschäftshäuser, die um diese relativ späte Uhrzeit weitgehend leer waren.

Wie ein Wunder überlebte der 31-jährige Anstreicher Alexandro da Silva Fonseca Santos. Er flüchtete sich in einen Aufzug, was ihm vermutlich das Leben rettete. "Als ich reinging, stürzte der Aufzug ab. Ich dachte nur an meine Familie und dass ich sterben würde", sagte er der Internet-Seite globo.com. Er blieb zunächst im Aufzug eingeschlossen, rief dann über sein Handy einen Freund an, der die Feuerwehr informierte. Die befreite ihn dann mit Schneidgeräten. "Ich bin nicht verletzt, habe keinen Kratzer", sagte der 31-Jährige.

kgi/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?