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Kinder vollkommen unterernährt UN senden Alarmsignal an die Welt: 350.000 Menschen in Äthiopien vom Hungertod bedroht

Sehen Sie im Video: UN senden Alarmsignal an die Welt: 350.000 in Äthiopien vom Hungertod bedroht.




Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge sind mehr als 350.000 Menschen in der nördlichen Region Äthiopiens Tigray vom Hungertod bedroht. Demnach mangle es nach Einschätzung der UNO vielerorts an den nötigsten Nahrungsmitteln. In einer Kategorisierung zur Nahrungsmittel-Unsicherheit ordnete die Organisation Tigray in die höchste Stufe (5) ein. Ein Alarmsignal an die Welt, dass hier mehr getan werden muss. Der vierzehnjährige Adan Muez sei früher "stark wie ein Löwe" gewesen, erzählt sein Vater, bevor er sich monatelang wegen des anhaltenden Krieges in einer Höhle verstecken musste. Dort gab es wenig bis gar nichts zu essen. Im Krankenhaus konnte man ihm aber auch nicht wieder auf die Beine helfen, da diesem die Ressourcen ausgegangen waren. Kinder wie Adan Muez gibt es viele. In Tigray herrsche eine Hungersnot, sagte der UN-Leiter für die Koordinierung humanitärer Hilfe Mark Lowcock. In Tigray bekämpfen sich seit Anfang November das äthiopische Militär und die Volksbefreiungsfront TPLF, was die Mangelernährung in der Region seitdem verstärkt hat. Es wird davon ausgegangen, dass bereits Tausende Menschen getötet und etwa zwei Millionen aus ihren Häusern vertrieben wurden. Rund 600.000 Menschen sind auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Die äthiopische Regierung bestritt die Analyse und sagte, dass die Lebensmittelknappheit nicht schwerwiegend sei und die Hilfsgüter ankommen würden.
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Der Hunger in Äthiopien bedroht Hunderttausende Menschenleben. Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: Internationale Hilfe wird dringend benötigt.

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