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Japan ordnet AKW-Prüfung an: Reaktoren in Fukushima sollen nie wieder ans Netz

18 Tage nach der Explosion in Fukushima hat Japans Regierung angeordnet, alle Reaktoren im Land hinsichtlichlich ihrer Sicherheit zu überprüfen. Damit sollen Katastrophen wie derjenigen in Fukushima vorgebeugt werden. Der havarierte Atommeiler soll der Regierung zufolge nie wieder in Betreib genommen werden.

Ein Schreiben in diesem Sinn richtete der Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Banri Kaieda, an die Chefs der neun regionalen Stromversorger sowie an zwei weitere Akw-Betreiber. Die derzeit abgeschalteten oder im Bau befindlichen Atomanlagen dürften nicht ohne vorherige Kontrolle in Betrieb gehen, sagte der Minister bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz.

Zudem sollen alle sechs Reaktoren im havarierten Kernkraftwerk Fukushima nicht mehr in betrieb genommen werden. Das teilte Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwoch nach Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Der Kraftwerksbetreiber Tepco hatte zuvor erklärt, er wolle nur die Reaktoren 1 bis 4 dauerhaft stilllegen. Die zwei anderen Reaktoren seien noch operationsfähig.

Das stark erdbebengefährdete Japan verfügt über 50 Atomreaktoren, die alle in der Nähe des Meeres liegen.

liri/AFP/DPA / DPA