Kalifornien Feuer zerstört Rekordfläche


Die Waldbrände in Kalifornien sind unter Kontrolle, doch der Schaden ist enorm, 1700 Brände haben 100 Häuser zerstört, insgesamt ist eine Fläche so groß wie Berlin und das Saarland abgebrannt. Durch heftige Gewitter kommt es nun zu Schlammlawinen und Erdrutschen.

Für die erschöpften Feuerwehrleute im US-Bundesstaat Kalifornien ist ein Ende der Löscharbeiten in Sicht. Die drei größten Brände seien fast vollständig unter Kontrolle, teilte die Brandschutzbehörde mit. So seien in der Stadt Paradise 144 Kilometer nördlich von Sacramento keine Häuser mehr in Gefahr. Das Feuer in der beliebten Touristenregion Big Sur sei zu 61 Prozent unter Kontrolle, eines bei Santa Barbara zu 90 Prozent. Insgesamt seien noch 288 Brandherde aktiv, die Wetterbedingungen hätten sich jedoch verbessert.

Die wochenlangen schweren Waldbrände haben nach Angaben der Behörden einen neuen Negativrekord gebracht. In dem US-Westküstenstaat ist seit dem 21. Juni eine Fläche von über 3400 Quadratkilometern abgebrannt - dies würde der Fläche von Berlin und dem Saarland zusammen entsprechen. "Dies hat (flächenmäßig) alle früheren Feuerereignisse übertroffen", sagte Daniel Berlant, Sprecher der Behörde für Wald und Feuerschutz, nach einem Bericht der "Los Angeles Times".

Zeitweise kämpften 20.000 Feuerwehrleute gegen mehr als 1700 Brände an. Dennoch konnten sie 100 Häuser nicht retten, die bis auf die Grundmauern abbrannten. Nahe der Ortschaft Paradise entdeckten Helfer eine Leiche in einem abgebrannten Haus.

Schlammlawinen und Erdrutsche

Gewitter mit zum Teil heftigen Niederschlägen haben in den Waldbrandgebieten zwar Entspannung gebracht, aber dadurch wurden in einigen Regionen Erdrutsche ausgelöst. Schlammlawinen blockierten Straßen und beschädigten Häuser, wie eine Feuerwehrsprecherin in San Francisco sagte. An der Ostflanke des Sierra-Nevada-Gebirges beschädigte ein Erdrutsch in der Stadt Independence 50 Häuser in einem Gebiet, das erst im vergangenen Jahr von Waldbränden verwüstet worden war. Die betroffenen Einwohner an der Ostseite der Sierra Nevada wurden in Sicherheit gebracht.

DPA/AFP/AP AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker