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Großeinsatz auf La Palma Deutscher löst mit Klopapier Waldbrand aus - ein Feuerwehrmann stirbt

Brennendes Toilettenpapier hat auf der Kanareninsel La Palma einen verheerenden Waldbrand verursacht
Brennendes Toilettenpapier hat auf der Kanareninsel La Palma einen verheerenden Waldbrand verursacht
© Miguel Angel Perez Calero/DPA
Auf der Kanaren-Insel La Palma wütet ein Großbrand. Ein Feuerwehrmann starb. Ausgelöst wurde die Katastrophe wohl von einem Deutschen, der im Freien seine Notdurft verrichtete.

Durch das Anzünden von Klopapier nach der Verrichtung seiner Notdurft hat ein Deutscher auf der Kanareninsel La Palma einen Waldbrand verursacht, in dem ein Forstaufseher ums Leben gekommen ist. Der 54-jährige Forstaufseher sei bei dem Versuch umgekommen, das Feuer zu löschen, teilte die spanische Feuerwehr-Gesellschaft Atbrif am Donnerstag mit. 

Die Flammen hatten im Süden der bei Touristen sehr beliebten Insel bis Donnerstagvormittag nach Behördenangaben rund hundert Hektar Wald vernichtet. Betroffen war auch der Naturpark. Etwa 700 Menschen, deren Häuser von den seit Mittwoch wütenden Flammen bedroht waren, wurden am Donnerstag vorsorglich in Sicherheit gebracht. Touristen waren vorerst nicht direkt betroffen.

Der unter Verdacht stehende Deutsche hat laut Polizei keinen festen Wohnsitz. Die Zeitung "ABC" schrieb, er wohne in einer Höhle. Der 27-Jährige war von Beamten auf einer Landstraße in unmittelbarer Nähe des Brandherdes und unweit der Gemeinde Jedey angetroffen und sofort als Verdächtiger festgenommen worden. Er sollte noch am Donnerstag einem Richter in der Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma vorgeführt werden.

Hohe Temperaturen auf La Palma erschweren Löscharbeiten

Zahlreiche Feuerwehreinheiten kämpften unterdessen weiter gegen die Flammen, die sich wegen starker Winde weiter in Richtung der Gemeinde El Paso ausgebreitet hätten, berichtete das deutschsprachige Online-Magazin "La Palma 24 Journal". Rauchwolken waren demnach am Donnerstagmittag weithin zu sehen. Das Wanderwegenetz in den betroffenen und gefährdeten Gebieten in El Paso, Fuencaliente und Las Breñas seien inzwischen gesperrt und die dort gelegenen Erholungsparks geschlossen worden.

Für die nächsten 48 Stunden wird auf La Palma ein Anstieg der Temperaturen auf bis zu 37 Grad erwartet, was die Löscharbeiten in der schwer zugänglichen Region zusätzlich erschweren würde. Man hoffe dennoch, das Feuer bis zum Abend unter Kontrolle bringen zu können, sagte die für Sicherheit und Nachhaltigkeit zuständige Stadträtin Nieves Lady Barreto.

Nach ihren Angaben waren 170 Feuerwehrmänner sowie vier Hubschrauber und ein Löschflugzeug im Einsatz. Im Laufe des Donnerstags sollten zwei weitere vom Madrider Umweltministerium entsandte Löschflugzeuge hinzukommen. Ministerpräsident Mariano Rajoy sprach auf Twitter den eingesetzten Einheiten seine Unterstützung und der Familie des Todesopfers sein Beileid aus. La Palma ist die nordwestlichste der im Atlantik liegenden Kanarischen Inseln. Die Unesco hatte La Palma 2002 zum Biosphärenreservat erklärt.

ivi AFP DPA

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