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Loveparade: Bundespolizei dementiert Aktenvernichtung

Die Bundespolizei hat einen Medien-Bericht als falsch zurückgewiesen, dem zufolge sämtliche Unterlagen zur Loveparade in Duisburg von ihren Computern gelöscht worden seien.

Die Bundespolizei hat einen Medien-Bericht als falsch zurückgewiesen, dem zufolge sämtliche Unterlagen zur Loveparade in Duisburg von ihren Computern gelöscht worden seien. "Alle Einsatzunterlagen sind definitiv vorhanden und können bei Bedarf eingesehen werden", sagte Bundespolizeisprecher Jörg Kunzendorf am Sonntagabend der Nachrichtenagentur dpa. Die Unterlagen würden auch für die angelaufenen Ermittlungen zu dem Unglück mit 19 Toten und mehr als 340 Verletzten bereitgestellt.

"Spiegel Online" berichtete am Sonntag, alle Unterlagen wie Einsatzbefehle, Lagemeldungen und Karten seien von den Computern der Beamten der Bundespolizei und von ihren E-Mail-Accounts gelöscht worden. "Da kam sehr schnell der ganz große Staubsauger", zitierte das Online-Medium einen Beamten, der eine "Vertuschungsaktion" vermutete. Der Bundespolizeisprecher sagte, dieser Bericht sei "absolut zurückzuweisen".

Bundespräsident Christian Wulff hatte eine rückhaltlose Aufklärung des Unglücks gefordert.

Bei einer Massenpanik während der Riesenparty starben 19 Menschen, mehr als 340 Verletzte wurden verletzt.

DPA / DPA