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Schacht unter dem Haus: Mann bricht in Fußboden ein – und fällt in einen sechs Meter tiefen, alten Brunnen

In den USA musste die Feuerwehr einen Mann retten, der in einen alten Brunnen gestürzt war – in einem Haus. Der 67-Jährige hatte Glück im Unglück, die Feuerwehr erhielt viel Lob für ihren Einsatz.

Im Haus eines Freundes hat ein Mann aus Guilford im US-Bundesstaat Connecticut eine böse Überraschung erlebt. Er wollte seinem Freund beim Einzug helfen, brach dabei im Fußboden ein und stürzte in einen Schacht, der sich unter dem Haus befand. Seine Frau musste die Feuerwehr zur Rettung herbeirufen. Für den 67-Jährigen ging der Sturz glimpflich aus: Nur 43 Minuten nach dem Notruf sei der Mann wieder aus der Tiefe geholt worden, teilte die Feuerwehr mit.

Er kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Etwa 20 Minuten lang musste der Mann im eiskalten Wasser ausharren, bis ihn die Feuerwehrleute Stück für Stück wieder an die Oberfläche zogen. Bei dem Schacht handelte es sich offenbar um einen alten Brunnen, schrieb die Polizei Guilford auf Facebook. Er sei wohl sechs bis neun Meter tief. "Diese Situation hätte auch tödlich enden können", so die Polizei.

Giant shout out to our amazing Guilford Fire Department for the unbelievable rescue of a Guilford resident who fell down...

Gepostet von Guilford Police Department am Sonntag, 28. Juni 2020

Brunnen wurde wohl bei Renovierung zugebaut

Von dem Schacht unter ihrem Haus wussten die Bewohner bis zu dem Unfall nichts. Das Haus wurde im Jahr 1843 erbaut. Der Brunnen dürfte sich zu dieser Zeit noch außerhalb des Wohnbereichs befunden haben. In den 1980er-Jahren allerdings gab es eine Renovierung, das Haus wurde vergrößert. Der Brunnen wurde dabei nicht zugeschüttet, sondern lediglich notdürftig mit Holzplatten zugebaut. Diese Platten brachen nun offenbar unter der Belastung der ständigen Tritte zusammen.

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Bei seinem Sturz hatte der Mann durchaus Glück – doch auch dem Einsatz der Feuerwehrkräfte ist es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passiert ist. In der Feuerwehrsprache handelte es sich um ein sogenanntes "low-frequency, high-risk event", das heißt, einen Einsatz, der sehr selten vorkommt, aber mit großen Gefahren verbunden sein kann. "So etwas passiert nicht oft, aber wenn es passiert, müssen wir sicher sein, dass wir uns richtig verhalten", erklärte der stellvertretende Feuerwehrchef Mike Shove dem lokalen Portal "Zip06". Das Training habe sich ausgezahlt.

Möglicherweise könnten solche Einsätze aber immer mal wieder auf die Feuerwehrleute an der Ostküste der USA zukommen. Es sei davon auszugehen, dass sich unter einigen Gebäuden in der Region solche Brunnen befänden, sagte eine Vertreterin der Baubehörde.

Quellen: Guilford Police Department auf Facebook / Feuerwehr Guilford / "Zip06"

epp