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Australien: Mann will Spinne töten – da bekommt er plötzlich Besuch von der Polizei

Laute Schreie, Wimmern, aggressives Brüllen – für Spaziergänger vor dem Haus einer Familie aus Perth klang es, als ob drinnen gerade ein Blutbad vonstatten ging. Sie riefen die Polizei. Den Beamten bot sich dann aber ein überraschendes Bild.

So eine Spinne möchte man wirklich nicht im eigenen Haus finden

So eine Spinne möchte man wirklich nicht im eigenen Haus finden (Symbolbild)

DPA

Australien hat beeindruckende Landschaften, eine spannende Geschichte und atemberaubend schöne Strände. Außerdem jede Menge niedliche Bewohner – Koalas, Kängurus, Quokkas. Leider auch ziemlich viele unangenehme und gefährliche Tiere: In Australien leben die zehn giftigsten Schlangen der Welt, außerdem Haie, Quallen und giftige Spinnenarten. Kein Wunder also, wenn man dort auf den Anblick einer Spinne im eigenen Haus nicht besonders gelassen reagiert.

Ein Mann aus Perth war nachvollziehbarerweise ebenfalls wenig begeistert, als er eine große Spinne in seinem Wohnzimmer entdeckte. Seine Reaktion auf den Anblick des Krabbeltiers löste allerdings Dinge aus, mit denen er wahrlich nicht rechnen konnte.

Die Passanten hielten das Wimmern für Baby-Geschrei

Spaziergänger, die an diesem Tag durch die Straße vor seinem Haus liefen, hörten Schreie, Weinen und eine Männerstimme, die wiederholt brüllte: "Warum stirbst du nicht?!" Besorgt riefen die Passanten bei der Polizei an und meldeten ein laut weinendes Baby und einen aggressiven Mann, der womöglich gewalttätig gestimmt sei. “Anrufer lief am Haus des Erziehungsberechtigten vorbei und hörte eine männliche Stimme wiederholt 'Warum stirbst du nicht' rufen. Ein Baby solle drinnen schreien ... der Anrufer kennt die Bewohner nicht persönlich, habe sie aber gelegentlich spazierengehen sehen", vermeldete die Polizei auf Twitter.

Die Beamten zögerten bei dieser besorgniserregenden Schilderung nicht lange und stürmten das besagte Haus. Sie befürchteten schlimme Szenen – einen Vater, der seinem Kleinkind Schlimmes antue. Das Bild, das sich der Polizei bot, war allerdings ein völlig anderes: Das Baby schlief friedlich in seinem Zimmer, während der zitternde und aufgebrachte Vater versuchte, im Wohnzimmer eine große Spinne zu töten. Der Mann litt offenbar unter ausgeprägter Arachnophobie.

"Niemand wurde verletzt – außer die Spinne"

Zwanzig Minuten später vermeldeten die Beamten via Twitter ein Update zur Situation: "Die Polizisten sprachen mit allen Beteiligten und stellten fest, dass der Ehemann lediglich versuchte, eine Spinne zu töten (er litt unter ernsthafter Spinnenangst). Er entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten, die er der Polizei verursacht hatte. Niemand wurde verletzt – außer der Spinne." Der Bericht endet: "Kein weiterer Polizeieinsatz notwendig."

Quelle: The Guardian / Twitter

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wt