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Messner-Interview: "Liefen wie Lemminge ins Verderben"

Der Lauf auf die Zugspitze wurde zwei Männern zum Verhängnis. Nun fordert der Bergsteiger Reinhold Messner ein Verbot dieses Extremsports. "Bergsteigen hat nichts mit Wettlaufen zu tun", sagte er im stern.de-Interview. "Der Berg ist missbraucht worden."

Herr Messner, was war Ihr erster Gedanke, als sie von dem Unglück auf der Zugspitze, wo zwei Menschen bei einem Berglauf verunglückt sind, gehört haben?

Es tut mir natürlich wahnsinnig leid, wenn zwei junge, kerngesunde Menschen zu Tode kommen. Ich will niemandem eine Schuld zuweisen, weder dem Veranstalter, noch den Teilnehmern, aber beide haben etwas getan was am Berg absoluter Blödsinn ist. Das Bergsteigen hat nämlich nichts mit Wettlaufen zu tun. Bergsteigen ist nicht die Kunst, den Gipfel so schnell wie möglich zu erreichen, sondern es geht darum, in kritischen Situationen zu überleben. Aber die Überlebensfähigkeit haben wir nicht, wenn wir uns von wem auch immer in einen Wettlauf treiben lassen. Beim Bergsteigen geht es um Eigenverantwortung. Ich muss entscheiden, wo und wie ich hinaufsteige. Ich entscheide, wann ich umdrehe. Beim Bergsteigen ist allein der Berg Gesetzgeber und nicht irgendwelche Veranstalter.

In den vergangenen Tagen sind Vorwürfe gegen den Veranstalter des Berglaufs laut geworden, auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Trägt der Organisator aus Ihrer Sicht die Verantwortung für die zwei Todesfälle?

Ein Bergsteiger geht nicht auf Kommando eines Veranstalters auf die Zugspitze, sondern nur wenn er Lust hat und das Wetter gut ist. Aber hier liegt das Problem. Die Leute besteigen die Berge nicht um des Berges willen, sondern weil jemand etwas organisiert hat und ein Programm anbietet. Die Leute sind wie die Lemminge ins Verderben, in eine Dummheit hineingelaufen. Die Verantwortung liegt in diesem Fall bei beiden: Organisatoren und Teilnehmern. Niemand wurde gezwungen, bei diesem Humbug mitzumachen.

Sowohl das Bergsteigen als auch die Bergläufe sind, wenn auch ganz unterschiedlich, Extremsportarten. Können Sie den Reiz an diesen Läufen teilzunehmen, nachvollziehen?

Ich warne davor, das Bergsteigen und die Bergläufe in einen Topf zu werfen. Das Bergsteigen ist genau das Gegenteil. Der Bergsteiger ist Initiator seiner Tour und sein eigener Schiedsrichter. Niemand schreibt ihm ein Programm vor, niemand kann ihm die Eigenverantwortung abnehmen. Alles, was der Bergsteiger tut, macht er aus freien Stücken. Deshalb kehrt ein Bergsteiger, der ja seinem eigenen Rhythmus folgt, rechtzeitig um, wenn es stürmt, blitzt oder zu kalt wird. Aber wenn mir jemand sagt, er hätte eine Piste vorbereitet und er hätte alles bis zum Gipfel vorbereitet, gehe ich leicht Risiken ein, denen ich mich normalerweise nicht aussetzen würde.

Sie haben überhaupt kein Verständnis für die Herausforderung des Wettbewerbes?

Doch, aber ich würde so etwas nie tun. Ich habe als junger Mensch Bergläufe gemacht, um mein Herz und meine Lunge zu trainieren. Ich war dabei aber immer allein. Ich verstehe überhaupt nicht, warum man zu Hunderten in den Bergen rumlaufen muss. Sobald ich mich am Berg auf einen Wettbewerb einlasse, tendiere ich dazu, die Gesetze des Berges nicht mehr zu respektieren. Man läuft in die Falle der Selbstüberschätzung. Wer damit befasst ist, vor allen anderen anzukommen, kann nicht zugleich auf die nötigen Sicherheitsvorkehrungen achten.

Ärgert es Sie, dass die Leute in unprofessioneller Ausrüstung, viele trugen lediglich kurze Hosen und Turnschuhe, einen Berg besteigen wollen?

Nein, das will ich nicht kritisieren. Aber das Wettlaufen am Berg ist nicht vernünftig. Das kann man in der Halle machen, aber der Berg ist für Veranstaltungen zu gefährlich. Sicherlich kann man diese Bergläufe auf Hügel bei München machen, aber nicht auf richtig hohe Berge.

Dass heißt Bergläufe auf solch hohe Berge wie die Zugspitze gehören aus Ihrer Sicht gänzlich abgeschafft?

Richtig. Das ist nicht notwendig.

Ärgert diese Respektlosigkeit vor dem Berg Sie persönlich?

Es macht mich betroffen, wenn Leute nicht verstehen, was ein Berg ist. Das ist doch keine Attrappe oder eine Kletterwand auf dem Sportplatz. Der Sportplatz ist doch eigens präpariert für den Wettlauf, aber nicht der Berg. Die Tibeter zum Beispiel, schicken den Bergsteigern im Himalaya zum Abschied einen Gruß. Es ist eine Art Wunsch, der heißt 'Kalibé!'. Das heißt übersetzt in etwa, 'Immer ruhigen Fußes!' Am Berg kann ich nur überleben, wenn ich mich nie verausgabe. Ich muss immer fähig bleiben bei einem Wetterwechsel zur letzten Basis zurückzukehren. Dass die Leute da hinauf gelaufen sind, stört mich. Der Berg ist zu etwas missbraucht worden, wozu er nicht geschaffen ist, auch in tausend Jahren nicht.

Interview: Sebastian Huld
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.