HOME

Mexiko: Filmstudenten in Säure aufgelöst: Wird diese Bluttat zum Wendepunkt im Drogenkrieg?

Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort: Drei junge Filmstudenten mussten in Mexiko sterben, weil die Drogenmafia sie für Mitglieder einer verfeindeten Bande hielt. Warum ausgerechnet diese Bluttat die Geschicke des Landes verändern könnte.

Proteste Mexiko

 Eine Demonstrantin hält ein Plakat mit dem Konterfeis der drei getöteten Studenten, Javier, Daniel und Marco. Nach dem Mord an dem Trio geht ein Aufschrei der Empörung durchs Land.

DPA

Javier, Daniel und Marco wollten einen Horrorfilm drehen und gerieten in ihre persönliche Hölle. Mitglieder des Drogenkartells "Jalisco Nueva Generación" verschleppten die drei jungen Männer auf der Rückkehr von den Dreharbeiten, folterten und töteten sie. Ihre Körper lösten die Verbrecher danach in Säure auf.

Selbst in dem an unfassbare Gewalt gewöhnten Mexiko sorgt die bestialische Tat für Entsetzen. "Worte reichen nicht aus, um das Ausmaß dieses Wahnsinns zu verstehen. Drei Studenten wurden ermordet und in Säure aufgelöst. Das Warum ist undenkbar, das Wie ist schreckenerregend", schreibt der mexikanische Filmregisseur und Oscarpreisträger Guillermo del Toro auf Twitter. Der Schauspieler Gael García Bernal fordert über den Kurznachrichtendienst: "Welche Trauer. Dieser Alptraum muss aufhören."

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mussten die Studenten sterben, weil die Verbrecher sie für Mitglieder der rivalisierenden Bande "Nueva Plaza" hielten. Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort: Die jungen Männer drehten ihren Kurzfilm in einem Haus, in dem das Kartell "Jalisco Nueva Generación" offenbar einen Stützpunkt der verfeindeten Gang vermuteten.

Fall erinnert an verschwundene 43 Studenten in Mexiko

Der Fall erinnert an eines der schrecklichsten Verbrechen der jüngeren Geschichte in Mexiko. Im September 2014 hatten Polizisten in Iguala 43 Studenten des Lehrerkollegs Ayotzinapa verschleppt und dem Verbrechersyndikat "Guerreros Unidos" übergeben. Bislang wurden nur die Überreste eines Opfers identifiziert - allerdings gehen die Ermittler davon aus, dass keiner der Entführten noch am Leben ist.

Alles deutet darauf hin, dass auch die Studenten von Ayotzinapa Opfer einer Verwechslung wurden. Offenbar kaperten sie unwissentlich einen mit Heroin beladenen Bus der "Guerreros Unidos", um zu einer Demonstration zu fahren. Die Gangster hielten die jungen Männer deshalb für Mitglieder der rivalisierenden Bande "Los Rojos". Abgehörte Telefonate und abgefangene Textnachrichten legen nahe, dass der Befehl für die Attacke auf die Studenten von den Bandenchefs in den USA kam.

Mexiko wird derzeit von einer beispiellosen Gewaltwelle überrollt. Mit über 29.000 Tötungsdelikten war das vergangene Jahr das blutigste in der jüngeren Geschichte des Landes. Rund 30.000 Menschen gelten außerdem als verschwunden. In der mexikanischen Unterwelt toben heftige Verteilungskämpfe um Geschäftsanteile, Einflusszonen und Schmuggelrouten. Dabei geraten auch immer wieder Unschuldige zwischen die Fronten.

Aufschrei der Empörung geht durchs Land

Von vielen Opfern wird kaum Notiz genommen. Nach dem Mord an den Filmstudenten aber geht ein Aufschrei der Empörung durchs Land. Selbst Präsident Enrique Peña Nieto, der zu der desolaten Sicherheitslage in seinem Land eigentlich lieber schweigt, meldete sich zu Wort. "Der brutale Mord an Javier, Daniel und Marco schmerzt und empört alle Mexikaner", schrieb der Staatschef von seiner Europareise aus auf Twitter.

Vor allem die enthemmte Brutalität der Kartelle schockiert. Immer wieder hängen die Verbrecher ihre Opfer an Brücken auf und legen abgeschlagene Köpfe an öffentlichen Plätzen ab. Oder aber sie wollen alle Spuren verwischen und lösen die Leichen in Säure auf. Bereits 2009 wurde in Mexiko "El Pozolero" (Der Suppenkoch) verhaftet, der im Auftrag eines Kartellbosses mindestens 300 Leichen in Ätznatron aufgelöst hatte.

Junger Rapper soll die Drecksarbeit erledigt haben

Für das Kartell "Jalisco Nueva Generación" soll ein junger Mann die Drecksarbeit erledigt haben, der als Rapper bei Youtube auf mehr als 125.000 Abonnenten kommt. Das Verbrechersyndikat habe ihm pro Woche 3000 Pesos (130 Euro) gezahlt, damit er Leichen in Säure auflöst, sagte der Verdächtige bei seiner Vernehmung.

Viele Mexikaner wollen diese Verrohung nicht länger hinnehmen. In Mexiko-Stadt und Guadalajara gehen seit Tagen Studenten auf die Straße, um gegen die Gewalt zu demonstrieren. "Jeden Tag hören wir von so vielen sinnlosen Morden", sagte eine junge Frau auf einer der Demonstrationen. "Ich halte es nicht mehr aus. Ich will in Mexiko in Frieden leben und eine Zukunft haben, wie wir jungen Leute sie verdienen." 

Sehen Sie im Video: "Die pompösen Gräber der Drogenbosse"

Die "Gärten von Humaya": Die pompösen Gräber der Drogenbosse
Carmen Peña, Denis Düttmann / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.