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Entführervideo aufgetaucht Das Morden geht weiter – die perfide Taktik der Farc-Rebellen

Erneut sind an der Grenze von Ecuador und Kolumbien zwei ecuadorianische Staatsbürger durch Farc-Rebellen entführt worden. Die "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" sind eine ehemalige Guerillabewegung, die sich jahrzehntelang durch Drogenhandel und Entführungen finanzieren konnte. Seit 2016 existiert zwischen ihnen und der kolumbianischen Regierung ein Friedensvertrag. Doch an Frieden ist momentan nicht zu denken. Ende März wurden zwei ecuadorianische Journalisten und ihr Fahrer an der Grenze zu Kolumbien von Mitgliedern der Farc entführt. Seitdem hält der Konflikt beide Länder in Atem. Die Entführer veröffentlichten ein Video, in welchem die Gefangenen die Freilassung mehrerer Farc-Mitglieder fordern. Die Regierung kam der Forderung nicht nach – die drei Geiseln wurden getötet. Nun ist es erneut zu einer Entführung gekommen. Es handelt sich um Oscar Villacís und seine Frau Vanessa. Die Gefangenen wenden sich direkt an Lenín Moreno, den Präsidenten Ecuadors: "Herr Präsident, wir bitten Sie um Ihre Unterstützung. Bitte lassen Sie nicht zu, dass uns das Gleiche widerfährt, wie den Journalisten. Wir sind ganz normale Bürger Ecuadors." Angehörige der Geiseln demonstrieren vor dem Präsidentenpalast in Quito für die Freilassung der beiden. Die Geiseln befinden sich weiterhin in den Händen der Entführer.
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Der Konflikt zwischen Kolumbiens Regierung und der Farc weitet sich aus: Zunächst wurden in Ecuador drei Journalisten von der Rebellengruppe verschleppt und getötet. Nun kam es erneut zu einer Geiselnahme.
Von Franca Berkitz

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