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Nach neuem Erdbeben in Japan: Behörden gehen nicht mehr von Tsunami aus

In der Region des havarierten AKW Fukushima hat am Freitag erneut die Erde gebebt. Meteorologen gaben daraufhin eine Tsunami-Warnung aus, die mittlerweile aber wieder aufgehoben wurde.

Der Nordosten Japans ist am Freitag von einem Erdbeben erschüttert worden. Den japanischen Behörden zufolge hatten die Erdstöße nach ersten Informationen eine Stärke von 6,8. Eine für die Küstengebiete der Präfekturen Fukushima und Miyagi ausgegebene Tsunamiwarnung wurde mittlerweile wieder aufgehoben. An der Küste sei keine Veränderung des Meeresspiegels festgestellt worden, erklärte die Wetterbehörde in Tokio am Freitag.

Am 11. März hatten ein Beben der Stärke 9,0 und ein Tsunami in der Region verheerende Schäden angerichtet. Dabei war es zu der Havarie im Atomkraftwerk Fukushima gekommen. In dem Meiler habe es am Freitag keine ungewöhnlichen Vorkommnisse gegeben, erklärte der Betreiber Tepco. Es gebe nichts "Unnormales" an der Anlage, sagte eine Unternehmenssprecherin. Aus Sicherheitsgründen seien zwischenzeitlich aber alle Arbeiter evakuiert worden.

Augenzeugen berichteten, das Erdbeben habe Gebäude in der Hauptstadt Tokio erschüttert. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.

roh/Reuters/AFP / Reuters
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