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Nach Schulmassaker Drohanruf in Kirche von Newtown


Der kleine Ort Newtown kommt nicht zur Ruhe: Ein Unbekannter hat nun mit einem Drohanruf die Besucher der Dorfkirche eingeschüchtert. Die angerückte Polizei aber zog unverrichteter Dinger wieder ab.

Wenige Stunden vor der Ankunft von US-Präsident Barack Obama in Newtown ist eine Kirche nach einem Drohanruf geräumt worden. Ein Sprecher der Saint Rose of Lima-Kirche sagte, dass es eine Bedrohung durch einen Anrufer gegeben habe. Details nannte er nicht. Die Schule, in der am Freitag sechs Erwachsene und 20 Kinder getötet worden waren, ist etwa einen guten Kilometer von der Kirche entfernt.

"Die Kirche war zu diesem Zeitpunkt voll besetzt, wie eigentlich immer seit dem Amoklauf", sagte Kirchensprecher Brian Wallis. "Alle Gläubigen haben das Gotteshaus ruhig und mit großen Verantwortungsbewusstsein geräumt. Ich kann jetzt beruhigt sagen, dass alle sicher zu Hause angekommen sind."

"Das letzte, was die Menschen gebrauchen können"

Nach dem Amoklauf sei das ein neuer Schlag für die kleine Gemeinde. "Die Menschen haben eigentlich Heilung gesucht. Diese Bedrohung war wirklich das letzte, was sie jetzt noch gebraucht haben." Wallis sagte, dass die Kirche am Sonntag nicht wieder geöffnet werde.

Die Polizei war kurz nach dem Drohanruf angerückt und hatte das Gelände gesperrt. Nach etwa einer halben Stunde zog das Sondereinsatzkommando wieder aus der Kirche ab, durchsuchte aber noch die umliegenden Gebäude. Spezialfahrzeuge der Staatspolizei standen auch nach einer Stunde noch auf dem Campus.

nik/DPA DPA

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