HOME

Mecklenburg-Vorpommern: Bauern dürfen Eier von wilden Nandus zerstören

Vor 18 Jahren sind ein paar Nandus aus einem Gehege entlaufen - seitdem wächst die wilde Population der Vögel in Mecklenburg-Vorpommern. Sehr zum Leidwesen der Bauern, die um ihre Ernte fürchten müssen. Jetzt dürfen sie die Eier der Vögel zerstören.

Europas einzige wilde Nandu-Population wächst

Europas einzige wilde Nandu-Population wächst

Die Bauern im Westen Mecklenburg-Vorpommerns dürfen in diesem Frühjahr die Eier freilebender Nandus zerstören. So sollten von den Nandus verursachte Ernteausfälle an Raps-, Rüben- und Weizenfeldern eingedämmt werden, teilte das Schweriner Landwirtschaftsministerium am Freitag mit. Im Biosphärenreservat am Schalsee leben etwa 220 Exemplare der flugunfähigen Laufvögel, deren Art in Südamerika beheimatet ist.

Vor 18 Jahren waren bloß ein paar Vögel entlaufen

Der stetig anwachsende Bestand in Westmecklenburg geht auf einige wenige Vögel zurück, die 1999 aus einem Gehege in Schleswig-Holstein entlaufen waren. In diesem Jahr sind laut Ministerium den Nandus  bereits insgesamt 15 Hektar Raps zum Opfer gefallen. Die Nandu-Eier anzubohren sei die mildeste Art, der Ausbreitung der Nandus Herr zu werden. Die Nandus haben in Deutschland keine natürlichen Feinde. Sie dürfen laut Jagdrecht nicht geschossen werden.

Perfekte Imitation: Dieser Papagei singt besser als Rihanna


jen / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?