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News des Tages : Assad: "In Syrien findet ein Weltkrieg neuer Art statt"

Baschar al Assad spricht von einem Weltkrieg in Syrien +++ Israelischer Angriff trifft mehrere Ziele in Syrien +++ Flüchtiger sizilianischer Mafioso in Hessen gefasst +++ Die Nachrichten des Tages im News-Ticker.

Baschar al Assad besucht Soldaten in einem Schutzbunker in der Nähe von Jobar, einem Vorort von Damaskus, Syrien

Baschar al Assad besucht Soldaten in einem Schutzbunker in der Nähe von Jobar, einem Vorort von Damaskus, Syrien

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Die Meldungen im Kurzüberblick:

  • Assad: "In Syrien findet ein Weltkrieg neuer Art statt" (11.17 Uhr)
  • Kaltfront bringt Donner und Wolken an Himmelfahrt (8.50 Uhr)


Die Nachrichten des Tages:

+++ 15.08 Uhr: Maas plädiert in Moskau für "offenen, ehrlichen Dialog" mit Russland +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bei seinem Besuch in Russland für einen "offenen, ehrlichen Dialog" zwischen Berlin und Moskau plädiert. Für ihn sei in der Außenpolitik "vor allen Dingen Verlässlichkeit wichtig", aber auch, "dass man in der Lage ist, sich offen auch die Unterschiede ins Gesicht zu sagen", sagte Maas nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. Er forderte, Moskau in die Lösung der internationalen Konflikte einzubeziehen. Die Lage im Bürgerkriegsland Syrien etwa sei "ohne russische Beteiligung nicht zu lösen". Deswegen müsse "gerade in komplizierten Zeiten" das direkte Gespräch gesucht werden. Dies betreffe sowohl internationale Fragen als auch das derzeit angespannte deutsch-russische Verhältnis "in seinen verschiedenen Schattierungen", sagte Maas.

+++ 15.01 Uhr: Grünen-Europapolitiker Giegold: Macron hat Merkel degradiert +++

Der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Mutlosigkeit bei den anstehenden Reformen der Europäischen Union vorgeworfen. Sie habe es verpasst, eine Antwort auf die Ambitionen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu geben, sagte Giegold. Macron wurde in Aachen für seine Vision von einem neuen Europa mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet.

Macron habe Merkel mit seiner Rede degradiert, sagte Giegold, der selbst vor Ort war. Er habe die Knackpunkte zwischen Deutschland und Frankreich offen angesprochen und um Vertrauen geworben, darauf hätte Merkel in ihrer Rede anschließend reagieren können. "Merkel hat die Antwort nicht gegeben." Stattdessen habe sie nur Bekanntes wiederholt. Am deutlichsten sei die Differenz bei den Fragen zur Wirtschafts- und Währungsunion geworden, sagte Giegold. 

+++ 14.24 Uhr: Tausende demonstrieren in Bayern gegen Änderung des Polizeigesetzes +++

Tausende Menschen haben in München gegen die geplante Neufassung des bayerischen Polizeiaufgabengesetzes (PAG) protestiert. "Wir demonstrieren laut, aber friedlich", sagte Simon Strohmenger vom Bündnis "noPAG - Nein! Zum neuen Polizeiaufgabengesetz", dem zahlreiche Organisationen und Parteien angehören. Die Polizei sprach am Mittag von rund 10.000 Teilnehmern. Die CSU hatte im vergangenen Sommer mit ihrer absoluten Mehrheit im Landtag ein neues Polizeiaufgabengesetz beschlossen. Damit sollen die Befugnisse der Polizei massiv ausgeweitet werden.

+++ 11.17 Uhr: Assad: "In Syrien findet ein Weltkrieg neuer Art statt" +++

Der syrische Staatschef Baschar al Assad ist der Ansicht, dass in seinem Land ein Weltkrieg stattfindet, der aber andere Merkmale als die beiden früheren habe. "Er ist vielleicht kein voller Dritter Weltkrieg. Dennoch ist es bereits ein Weltkrieg, (der auf einer) anderen Art als der Erste und der Zweite (Weltkrieg) stattfindet", sagte Assad in einem Interview der konservativen Athener Zeitung "Kathimerini". Er äußerte die Hoffnung, dass es in seinem Land zu keiner direkten Konfrontation zwischen Russland und den USA komme. Dann würde nach Assads Ansicht die Situation "auf der ganzen Welt außer Kontrolle geraten".

Der syrische Machthaber dementierte erneut, dass seine Streitkräfte chemische Waffen gegen Oppositionelle eingesetzt hätten. Ein Treffen mit dem Präsidenten der USA nach dem Muster des geplanten Treffens von Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un lehnte Assad ab. "Ich glaube nicht, dass wir in dieser Zeit etwas mit dieser Regierung (Trump) erzielen können", sagte Assad.  

+++ 11.15 Uhr: Aktivisten sprechen von 23 Tote bei israelischen Angriffen in Syrien +++ 

Bei den Angriffen Israels auf iranische Ziele in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 23 Kämpfer getötet worden. Das erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte nach den Angriffen in der Nacht zu Donnerstag. Die russische Armee teilte mit, bei dem Einsatz seien 28 israelische Kampfflugzeuge beteiligt gewesen, die 70 Raketen abgeschossen hätten.

+++ 11.15 Uhr: Italienische Polizei hebt zwei Zellen mutmaßlicher Islamisten aus +++ 

Die italienische Polizei hat nach eigenen Angaben zwei Zellen von Islamisten zerschlagen, denen kriminelle Geldtransaktionen zur Last gelegt werden und die zum Teil Dschihadisten in Syrien finanziert haben sollen. Wie die Justiz- und Polizeibehörden im norditalienischen Brescia sowie in Cagliari auf Sardinien mitteilten, lagen 14 Haftbefehle vor, 20 Hausdurchsuchungen wurden vorgenommen.

+++ 10.31 Uhr: Russland ruft Israel und Iran zu Zurückhaltung auf +++

Russland hat Israel und den Iran nach neuerlichem Raketenbeschuss zur Zurückhaltung und Deeskalation aufgerufen. "Das ist alles sehr beunruhigend", sagte der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow in Kasan der Agentur Tass zufolge. "Wir haben Kontakt mit beiden Seiten." Russland bemühe sich seit langem um eine Entspannung der Lage, sagte er. Israel hatte dem Iran vorgeworfen, in der Nacht von Syrien aus Militärposten auf den Golanhöhen mit Raketen angegriffen zu haben. Israels Luftwaffe attackierte daraufhin iranische Ziele in Syrien.

+++ 9.23 Uhr: Feierlichkeiten zur Karlspreisverleihung an Macron begonnen +++

Mit einer Messe im Aachener Dom haben die Feierlichkeiten zur Verleihung des Internationalen Karlspreises an den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron begonnen.
Macron erhält die Auszeichnung für seine Verdienste um die europäische Einigung. Das Karlspreis-Direktorium würdigt Macrons "kraftvolle Vision von einem neuen Europa" und seinen Kampf gegen Nationalismus und Isolationismus. Ausgezeichnet wird Marcon als "mutiger Vordenker für die Erneuerung des europäischen Traums", wie es in der Begründung hieß.

+++ 8.50 Uhr: Himmelfahrt bringt Donner und Wolken +++

Wolken und am Himmelfahrtstag: Eine Kaltfront überquert am Donnerstag von Westen her Deutschland. Dabei kann hier und da viel Regen runterkommen, örtlich drohen sogar Unwetter, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Vor allem in der Osthälfte ziehen in den Nachmittagsstunden Gewitter auf, hier ist mit Hagel und Sturmböen zu rechnen. Im Westen des Landes liegen die Temperaturen bei 13 bis 23 Grad, im Osten bei 21 bis 28 Grad. Der Freitag zeigt sich dann wechselhaft, Sonne und Wolken wechseln sich munter ab.

+++ 8.35 Uhr: Mindestens sechs Tote bei Brand in Armensiedlung in Manila +++

Bei einem Brand in einer Armensiedlung der philippinischen Hauptstadt sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind nach Angaben der Feuerwehr auch vier Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren. Das Feuer brach am späten Mittwochabend in einem leerstehenden Warenhaus aus, in dem mehrere Dutzend Familien am Rande der Illegalität leben. Der Brand konnte erst nach mehr als drei Stunden unter Kontrolle gebracht werden.

+++ 7.20 Uhr: Israelischer Angriff trifft mehrere Ziele in Syrien +++

Beim israelischen Angriff auf Syrien sind syrischen Angaben zufolge mehrere Ziele getroffen worden. Darunter seien Einheiten der Luftverteidigung, eine Radarstation und ein Munitionslager gewesen, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf eine nicht näher genanten militärische Quelle. Luftabwehr schoss demnach Dutzende israelische Raketen ab. Die meisten hätten ihr Ziel nicht erreicht, berichtete Sana. Die israelische Armee hatte in der Nacht auf Donnerstag nach eigenen Angaben Dutzende iranische Militärziele in Syrien angegriffen. 

+++ 7.04 Uhr: Flüchtiger sizilianischer Mafioso in Hessen gefasst  +++

Die hat einen flüchtigen italienischen Mafioso in Hessen gefasst. Nicola Amoroso sei mit Hilfe der deutschen Behörden in Biebesheim bei Darmstadt festgenommen worden, teilte die italienische Polizei in Catania auf Sizilien mit. Amoroso war seit vergangenem Juli auf der Flucht. Ihm wird unter anderem Waffenbesitz, Erpressung, Raub, Drogenhandel und Mafia-Angehörigkeit vorgeworfen. Die Polizei in Darmstadt bestätigte die Festnahme. Laut Europol soll Amoroso der Cosa Nostra angehören. Seine Festnahme sei das erste Ergebnis eines neuen Projekts namens "Eurosearch", mit dem gefährliche Mafiosi ausfindig und dingfest gemacht werden sollen.


ivi / DPA / AFP