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News des Tages: Kleinkind verletzt Spielkameraden mit Schusswaffe

Bayern trennt sich von Coach Ancelotti +++ Razzien bei Reichsbürgern +++ Sängerin Joy Fleming gestorben +++ Thüringen: Motor von Schulbus geplatzt - Kinder verletzt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Kleinkind verletzt Spielkameraden mit Schusswaffe

In einer Tagespflegeeinrichtung in den USA hat ein Kleinkind eine geladene Schusswaffe in die Hände bekommen und zwei Spielkameraden durch Schüsse lebensgefährlich verletzt

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Die Nachrichten des Tages im Überblick: 

+++ 19.55 Uhr: Vergiftete Lebensmittel - mehrere Hundert Hinweise auf Erpresser +++

Nach dem Fund mehrerer vergifteter Lebensmittel am Bodensee haben die Ermittler Hinweise auf den Erpresser erhalten. Es gebe inzwischen mehrere Hundert Hinweise, sagte Polizeivizepräsident Uwe Stürmer in der SWR-"Landesschau". Zuvor hatten die Ermittler Bildmaterial veröffentlicht, das den Verdächtigen zeigt und die Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen.

Bei dem Mann auf dem Bild soll es sich um den Unbekannten handeln, der mit vergifteten Lebensmitteln von deutschen Supermärkten und Drogerien eine zweistellige Millionensumme erpressen will. Fünf vergiftete Gläschen Babynahrung wurden bereits in Friedrichshafen am Bodensee gefunden. Die Drohung umfasst den Ermittlern zufolge aber auch andere Lebensmittel.

+++ 19.54 Uhr: Neun Jahre Gefängnis für ukrainische Journalisten +++

Zwei ukrainische Journalisten sind als Unterstützer der prorussischen Separatisten im Osten des Landes zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in der zentralukrainischen Stadt Berdytschiw wertete ihre angebliche Aufbauarbeit für den separatistischen Youtube-Kanal "NoworossijaTV" (NeurusslandTV) in Donezk als Beihilfe für eine terroristische Organisation. Das berichteten örtliche Medien. Neurussland stand im Moskauer Sprachgebrauch für den Osten und Süden der Ukraine, auf dessen Abspaltung man hoffte.

Beide Männer sollen sich längere Zeit im Gebiet der Donezker Separatisten aufgehalten haben. Der Inlandsgeheimdienst SBU hatte die Reporter im November 2015 festgenommen. Die Verurteilten streiten jede Verbindung zu den Aufständischen ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 19.44 Uhr: Altkanzler Schröder soll in Aufsichtsrat von russischem Ölkonzern berufen werden +++

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) soll am Freitag in den Aufsichtsrat des halbstaatlichen russischen Ölkonzerns Rosneft berufen werden. Schröders Einzug in die Konzernspitze, über die die Aktionärsversammlung von Rosneft in St. Petersburg abstimmen soll, wird in Deutschland vielfach kritisiert. Rosneft pflegt enge Verbindungen zum Kreml. Dem Ex-Kanzler wird vorgeworfen, sich von Präsident Wladimir Putin vereinnahmen zu lassen.

Schröders künftiger Arbeitgeber Rosneft zählt zu jenen Unternehmen, welche die EU wegen der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit Sanktionen belegt hat.  

+++ 19.36 Uhr: Demonstrationen zum Parteitag der Konservativen in Manchester +++

Die britische Polizei rechnet mit großen Demonstrationen während des Parteitages der Konservativen in Manchester. Zehntausende könnten an zwei am Sonntag geplanten Protestzügen in der englischen Stadt teilnehmen, teilte die Polizei vom Großraum Manchester mit.

Eine unter anderem von Gewerkschaften unterstützte Demonstration richtet sich vor allem gegen die Sparpolitik der Regierung, eine andere gegen den Austritt Großbritanniens aus der EU. Die Konservativen tagen vier Tage lang. Die politisch angeschlagene Premierministerin Theresa May wird ihre Rede am Mittwoch halten.

+++ 19.02 Uhr: Polizei korrigiert sich: Keine Hepatitis-Ansteckungen durch Spritzen +++

Die Berliner Polizei hat frühere Angaben korrigiert, wonach sich Mitarbeiter an beschlagnahmten Drogenspritzen mit Hepatitis C infiziert haben. Seit 2005, dem Beginn der statistischen Erfassung, seien keine derartigen Fälle bekannt, teilte die Polizei mit.

Am Mittwoch hatte ein Polizeisprecher noch einen Bericht aus einem behördeninternen Informationsblatt bestätigt, demzufolge sich Mitarbeiter an unzureichend verpackten Spritzen in der Dienstpost angesteckt hätten. Bei weiteren Recherchen habe sich herausgestellt, dass es zwar solche Fälle gab, aber vor sehr langer Zeit, so eine Sprecherin.  

+++ 18.34 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Autobombenanschlag in Somalia +++

Bei der Explosion einer Autobombe vor einem beliebten Restaurant in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Zwanzig weitere Menschen seien bei dem Anschlag im Stadtviertel Hamarwayne verletzt worden, erklärte der Polizeibeamte Mohamed Dahir. Alle Opfer seien Zivilpersonen gewesen.

Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu dem Anschlag. Der Verdacht fiel jedoch auf die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab, die immer wieder Ziele in Mogadischu angreift.  

+++ 18.27 Uhr: Kleinkind in US-Tagespflege verletzt Spielkameraden mit Schusswaffe +++

In einer Tagespflegeeinrichtung in den USA hat ein Kleinkind eine geladene Schusswaffe in die Hände bekommen und zwei Spielkameraden durch Schüsse lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei in Dearborn im Bundesstaat Michigan mitteilte, feuerte das Kind versehentlich einen oder zwei Schüsse ab. Wie das Kind an die Waffe kam, war zunächst unklar. Die Kinder befanden sich bei einer Tagesmutter, in deren Wohnung laut Medienberichten mehrere Schusswaffen aufbewahrt wurden. Polizeichef Ronald Haddad sagte, der Vorfall werde untersucht. Noch sei unklar, was sich genau ereignete, "aber offensichtlich waren hier Waffen in der Nähe von Kindern, und das ist absolut inakzeptabel".    

+++ 18.19 Uhr: Pamela Anderson veröffentlicht Abschiedsworte für Hugh Hefner +++

Die kanadische Schauspielerin Pamela Anderson ("Baywatch"), die mehrfach nackt für das "Playboy"-Magazin posierte, hat mit bewegenden Worten Abschied vom gestorbenem Verleger Hugh Hefner genommen. "Deinetwegen bin ich ich", schrieb die 50-Jährige zu einem Video auf Instagram, indem sie sich in Dessous und auf dem Bett liegend Tränen aus dem Gesicht wischt. "Du hast mir alles über Freiheit und Respekt beigebracht. Außerhalb meiner Familie warst Du der wichtigste Mensch in meinem Leben." Hefner war am Mittwochabend (Ortszeit) in der "Playboy Mansion" im Alter von 91 Jahren gestorben.

Goodbye #Hef Mr Hefner I have so many thoughts, I have no brain n right now to edit I am me because of you You taught me everything important about freedom and respect. Outside of my family You were the most important person in my life. You gave me my life... People tell me all the time That I was your favorite... I'm in such deep shock. But you were old, your back hurt you so much. Last time I saw you You were using a walker. You didn't want me to see. You couldn't hear. You had a piece of paper in your pocket you showed me - with my name Pamela with a heart around it. Now, I'm falling apart. This feeling is so crazy. It's raining in Paris now. I'm by the window. Everything anyone loves about me is because you understood me. Accepted me and encouraged me to be myself. Love like no one else. Live recklessly With unfiltered abandon. You said the magazine was about a girl like me. That I embody the spirit you fantasized about. I was the one. You said. I can hear you say - Be brave. There are no rules. Live your life I'm proud of you. There are no mistakes. And with men - Enjoy ... (Your wonderful laugh) You have the world by the tail You are a good girl And you are so loved - You are not crazy. You are wild and free Stay strong, Stay vulnerable. ... "It's movie time" You loved my boys ... You were always, always there for us. With your love Your crazy wisdom. I will miss your everything. Thank you for making the world a better place. A freeer and sexier place. You were a gentleman charming, elegant, chivalrous And so much fun. Goodbye Hef ... Your Pamela 💋

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+++ 17.58 Uhr: Haftstrafe für Imam - "Märtyrertod ist wichtiger als Schule" +++

Ein Iman ist in Großbritannien wegen Anstiftung zum Terrorismus zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. In seinen Predigten versuchte der Geistliche, Erwachsene und Minderjährige zu manipulieren. Der Märtyrertod für den Islam sei wichtiger als die Schule, sagte er beispielsweise zu Kindern, von denen zwei sogar jünger als fünf Jahre waren.

Ein verdeckter Ermittler hatte die Predigten aufgenommen und den 40-Jährigen aus Stoke-on-Trent so überführt. Der Imam habe "zu Gewalt und Hass aufgerufen" und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt, teilte die Polizei von West Midlands mit.

+++ 17.17 Uhr: Sprengstoffverdächtige Stoffe in Wohnung in brandenburgischem Forst entdeckt +++

Ermittler haben in der Wohnung eines 26-Jährigen im brandenburgischen Forst sprengstoffverdächtige Stoffe gefunden. Die Chemikalien und Laborate wurden als explosionsgefährlich eingestuft, weshalb Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts hinzugezogen wurden, wie die Polizei in Cottbus mitteilte. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen.

Die gefährlichen Substanzen sollen nun genauer untersucht werden. Warum der 26-Jährige die Chemikalien in seiner Wohnung hortete, war unklar. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und weiterer Straftaten eingeleitet

+++ 16.42 Uhr: Katalonien: Tausende Studenten demonstrieren für Referendum +++

Drei Tage vor einem umstrittenen Referendum in Katalonien über die Loslösung von Spanien haben Tausende Studenten und auch der Fußballstar Gerard Piqué die von der spanischen Justiz verbotene Abstimmung unterstützt. Die Studenten versammelten sich am Donnerstag im Zentrum der Regionalhauptstadt Barcelona.

Medien schätzten die Zahl der Teilnehmer auf mehr als 15.000. "Votarem, votarem!" (Wir werden abstimmen), skandierten die Demonstranten. Das von der Regionalregierung von Carles Puigdemont ausgerufene Referendum soll gegen den Willen der Zentralregierung stattfinden. Zur Verhinderung der Abstimmung hat Madrid rund 4000 Sicherheitskräfte nach Katalonien geschickt. 

+++ 16.30 Uhr: Angriff auf Bürgerbüro von Bundesinnenminister de Maizière im sächsischen Meißen +++

Unbekannte haben das Bürgerbüro von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im sächsischen Meißen angegriffen. Der Eingangsbereich sei mit "ehrkränkender Wortwahl" beschmiert worden, teilte das für extremistische Straftaten zuständige Operative Abwehrzentrum der Polizei in Leipzig mit. Zudem sei eine Werbetafel mit einem Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen versehen worden. Details nannte eine Sprecherin nicht.

Die Ermittler halten einen politischen Hintergrund für "sehr wahrscheinlich". Die Polizei leitete ein Verfahren wegen Sachbeschädigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein

+++ 16.16 Uhr: Mindestens zwölf Tote bei Selbstmordanschlag in Afghanistan +++

Ein Selbstmordattentäter hat in Afghanistan mindestens zwölf Sicherheitskräfte mit in den Tod gerissen. Der Attentäter habe am Mittwochabend einen mit Sprengsätzen bestückten Geländewagen in das Polizei-Hauptquartier von Kandahar gesteuert, sagte ein Polizeisprecher zu AFP. Die radikalislamischen Taliban reklamierten den Angriff in der Region im Süden Afghanistans nahe der Grenze zu Pakistan für sich.

+++ 15.55 Uhr: Bayern trennt sich nach Champions-League-Debakel von Coach Ancelotti +++

Der FC Bayern München hat sich von Trainer Carlo Ancelotti getrennt. Der italienische Coach wurde nach der 0:3-Niederlage bei Paris St. Germain beurlaubt, wie der deutsche Fußball-Rekordmeister mitteilte.

+++ 15.31 Uhr: Razzien bei Reichsbürgern in drei Ländern - Festnahme in Schweinfurt +++

Mit Razzien in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind Polizei und Justiz erneut gegen sogenannte Reichsbürger vorgegangen. In den drei Bundesländern seien sieben Objekte durchsucht worden, teilte das bayerische Innenministerium mit. Im Visier der Behörden standen neun Anhänger der Reichsbürgerbewegung "Bundesstaat Bayern". Im Raum Schweinfurt wurde ein mit Haftbefehl gesuchter Mann festgenommen.

Ziel der Durchsuchungen war laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU), weitere Beweise für "illegale Machenschaften" des "Bundesstaates Bayern" zu finden. Waffen seien bei den Razzien nicht gefunden worden, dafür aber gefälschte Urkunden - darunter "Staatsangehörigkeitsausweise" und "Heimatscheine".

+++ 15.18 Uhr: Motor in Schulbus zerborsten - acht Kinder verletzt +++

Durch einen zerberstenden Motor sind in einem Schulbus in Thüringen acht Kinder zwischen zwölf und 14 Jahren verletzt worden. Zwei Kinder auf der Rückbank wurden durch umherfliegende Wartungsklappen verletzt, wie die Polizei in Nordhausen mitteilte. Sie kamen ins Krankenhaus. Sechs weitere Kinder und der Busfahrer erlitten einen Schock. Der Unfall ereignete sich am Morgen in Weberstedt. Der Bus wurde für die weiteren Unfallermittlungen beschlagnahmt. Ein Gutachter soll nun klären, wie der Motor zerbersten konnte.

+++ 14.56 Uhr: Sängerin Joy Fleming im Alter von 72 Jahren gestorben +++

Die Blues-, Rock- und Schlagersängerin Joy Fleming ist tot. Fleming sei am Mittwochabend "ohne Vorerkrankung friedlich eingeschlafen", teilte ihr Management im baden-württembergischen Hilsbach bei Sinsheim mit. Bekannt war vor allem Flemings Song "Ein Lied kann eine Brücke sein", mit dem sie im Jahr 1975 am Eurovision Song Contest in Stockholm teilnahm und Platz 17 belegte.

+++ 14.12 Uhr: Reizgas in Schule versprüht - Zahlreiche Schüler in Kliniken gebracht +++

In einem Schulzentrum bei Düsseldorf haben Unbekannte Reizgas versprüht und damit einen Großeinsatz ausgelöst. Mehr als 50 Schüler hätten über Atemwegsreizungen und Atembeschwerden geklagt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Bislang seien 18 Schüler in Kliniken gebracht worden, die Zahl werde sich aber noch erhöhen. Mehrere Ärzte seien vor Ort dabei, die Schüler zu untersuchen. Das Schulzentrum mit rund 900 Schülern sei evakuiert worden. Wie viele Menschen tatsächlich verletzt wurden, war zunächst unklar.

+++ 14.06 Uhr: Zwei Jugendliche in Malaysia der Brandstiftung in Religionsschule beschuldigt +++

Zwei Wochen nach einem tödlichen Feuer in einer Koranschule in Malaysia sind zwei Jugendliche der Brandstiftung beschuldigt worden. Die beiden Verdächtigen seien unter 18 Jahre alt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ihnen und vier weiteren Angeklagten werde zudem Drogenmissbrauch vorgeworfen.

Die Polizei hatte insgesamt sieben Verdächtige im Alter zwischen elf und 18 Jahren festgenommen; der siebte wurde inzwischen wieder freigelassen. Die Ermittler vermuten, dass die Jungen nach einem Streit mit Schülern der Religionsschule mit Benzinkanistern das Feuer in deren Schlafsaal legten. In dem Inferno waren am Donnerstag 21 Schüler und zwei Betreuer gestorben. Die Verdächtigen wurden laut Polizei mit Hilfe von Aufnahmen von Überwachungskameras aufgespürt. Sechs der sieben Festgenommenen seien positiv auf Marihuana getestet worden. Die Verdächtigen müssen Ende November erneut vor Gericht erscheinen

+++ 13.32 Uhr: Neunjähriges Flüchtlingsmädchen ertrinkt in der Ägäis +++

Der Fluchtversuch in einem Schlauchboot über die Ägäis hat für ein neunjähriges Mädchen tödlich geendet. Das mit mehr als 20 Menschen besetzte aufblasbare Boot kenterte auf dem Weg von der türkischen Küste zur griechischen Insel Kastelorizo, wie die dortige Küstenwache mitteilte. Die Neunjährige habe lebend geborgen werden können, sei dann aber im Krankenhaus gestorben. 25 Menschen überlebten das Unglück, 20 von ihnen konnten aus eigener Kraft an das Ufer von Kastelorizo schwimmen. Eine Suche nach Vermissten lief an. Zur Herkunft der Flüchtlinge lagen zunächst keine Angaben vor.

+++ 13.20 Uhr: 48-Jährige räumt Betrieb des Neonazi-Portals "Altermedia" ein +++

Eine Call-Center-Mitarbeiterin aus Westfalen hat vor Gericht zugegeben, das inzwischen verbotene Neonazi-Portal "Altermedia" betrieben zu haben. Für sie sei es zunächst ein Portal für Meinungsfreiheit gewesen, sagte die 48-Jährige vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. "Ich hätte nicht gedacht, dass so viel geschrieben wird, was ins Verbotene geht", fügte sie hinzu. Die Seite wurde 2016 vom Innenministerium verboten.

Laut Bundesanwaltschaft war "Altermedia" bis dahin das führende rechtsextremistische Internetportal im deutschsprachigen Raum. Die Angeklagte habe unter anderem einkommende Artikel freigegeben. Neben verbotenen Grußformeln und Parolen seien volksverhetzende Äußerungen veröffentlicht worden. Das Verfahren ist bis ins nächste Jahr terminiert. Die vier Angeklagten stehen unter anderem wegen Volksverhetzung vor Gericht.

+++ 12.54 Uhr: Motor von Schulbus geplatzt - zwei Kinder in Thüringen verletzt +++

Acht Kinder sind in Nordthüringen auf dem Weg zur Schule verletzt worden, als der Motor ihres Busses explodierte. Dabei seien unter den Sitzen der Kinder Wartungsklappen weggeschleudert worden und hätten zwei Schüler an den Füßen verletzt, teilte die Polizei in Nordhausen mit. Sie wurden nach dem Vorfall ins Krankenhaus gebracht. Sechs weitere Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren und der 43 Jahre alte Busfahrer erlitten einen Schock. Warum der Motor des Busses in Weberstedt im Unstrut-Hainich-Kreis explodierte, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ordnete ein Gutachten an und ließ den Bus sicherstellen.

+++ 12.50 Uhr: Eigentümer klagt gegen Räumung von Hochhaus in Dortmund +++

Die Evakuierung eines Hochhauses in Dortmund wegen Brandschutzbedenken hat ein juristisches Nachspiel. Der Eigentümer hat die Stadt wegen der Räumung verklagt. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen prüft nun, ob die Evakuierung rechtswidrig war, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Klageschrift sei der Stadt zugestellt worden, diese müsse nun Stellung nehmen. "Wir sind überzeugt, richtig gehandelt zu haben", sagte eine Sprecherin der Stadt Dortmund.

Rund 760 Menschen hatten in der vergangenen Woche ihre Wohnungen in Dortmunds größtem Wohnhaus verlassen müssen. Die Stadt hatte nach eigenen Angaben eklatante Brandschutzmängel festgestellt.  

+++ 12.33 Uhr: Doppelmord von Herne: Neunjähriger hat um sein Leben gekämpft +++

Im Prozess um den Doppelmord von Herne in Nordrhein-Westfalen sind grausige Details bekannt geworden. Der neunjährige Jaden ist nach Angaben einer Rechtsmedizinerin an einem neun Zentimeter langen Stich in den Kopf gestorben. Das sei die Hauptursache für den Tod des Jungen gewesen, berichtete die Ärztin vor dem Bochumer Schwurgericht. Viele der insgesamt 52 Stiche habe der Täter hingegen erst nach dem Tod des Jungen gesetzt.

Nach Darstellung der Medizinerin hat Jaden vor seinem Tod verzweifelt um sein Leben gekämpft. Mit Hilfe eines Stiftes demonstrierte sie, wie der Neunjährige in die Messerklinge gegriffen hat. Die Rechtsmedizinerin geht jedoch davon aus, dass der Tod sehr schnell eingetreten ist.

+++ 12.30 Uhr: Update - Behörden: Lebensmittelerpresser verwendete Äthylenglykol +++

Als Schadstoff bei der Lebensmittelerpressung ist den Behörden zufolge Äthylenglykol verwendet worden. "Es wurde in die Nahrung eingerührt", sagte Ministerialrätin Petra Mock bei einer Pressekonferenz in Konstanz. Es handele sich um eine klare, süß schmeckende Flüssigkeit. "Schon 30 Milliliter sind bei Erwachsenen gesundheitsgefährdend", sagte sie. Äthylenglykol müsse aber nicht tödlich sein, wenn rechtzeitig ärztlich dagegen vorgegangen werde, sagte Mock.

+++ 12.28 Uhr: Update - Polizei: Konzentrieren uns nicht nur auf Babynahrung +++

Bei den ersten Produkten, die der Täter kontaminiert hat, handelt es sich laut Polizei in Konstanz um Gläschen mit Babynahrung. Die Polizei geht davon aus, alle vergifteten Gläser entdeckt zu haben. Es sei jedoch falsch, sich nur auf Babynahrung zu konzentrieren. Der Täter geht skrupellos vor, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. "Wir nehmen den Täter ernst." 

+++ 12.24 Uhr: "Sport Bild": Bayern-Krisensitzung zu Ancelotti am Nachmittag +++

Nach dem 0:3-Debakel bei Paris St. Germain soll der FC Bayern laut "Sport Bild" am Nachmittag in einer Krisensitzung über die Zukunft von Trainer Carlo Ancelotti beraten. Das meldete das Sportblatt auf seiner Homepage, noch während der deutsche Fußball-Rekordmeister im Flieger auf der Rückkehr von der Champions-League-Reise nach Frankreich war. Die Münchner hatten am Vorabend gegen das Team um Superstar Neymar keine Chance. Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kündigte an, dass der Verein "auch in Klartextform Konsequenzen ziehen müssen".

+++ 12.23 Uhr: China Ordnet Schließung nordkoreanischer Firmen bis Januar an +++

Als Folge der UN-Sanktionen gegen Nordkorea hat China die Schließung aller nordkoreanischen Firmen im Land angeordnet. Bis Januar müssten die Unternehmen, auch Joint Ventures mit chinesischen Firmen, geschlossen werden, teilte das Handelsministerium in Peking mit. Die Maßnahme ist Teil der am 11. September vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen gegen Pjöngjang wegen dessen Atom- und Raketenprogramms.

+++ 12.20 Uhr: Update: Babynahrung vergiftet - Polizei sucht Lebensmittelerpresser +++

Ermittler in Baden-Württemberg sind einem Erpresser auf der Spur, der mit der Vergiftung von Lebensmitteln droht. Es handle sich um einen "bundesweit bedeutsamen Erpressungsfall", erklärte die Polizei Konstanz. Der Täter habe bereits Gift in Babynahrung gemischt. Mitte September hätten die Lebensmittelkonzerne bekommen. Der Erpresser forderte demnach "einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag" Die Ermittler ließen Babynahrung aus den Regalen räumen und untersuchen. In mehreren Gläsern befand sich demnach Gift, das Menschen verletzen oder  töten könnte. Der Erpresser drohe, "vergiftete Lebensmittel in den Verkauf zu bringen, falls seine Forderungen nicht erfüllt werden", erklärte die Polizei. Ein Behördensprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu Details äußern.

Die Polizei hat Fotos von einem noch unbekannten Mann, der in einem der genannten Märkte Ware ablegt. Sie sollen in Kürze veröffentlicht werden.

+++ 9.18 Uhr: Türkischer Lehrer in Pakistan verschwunden - Entführung? +++

Ein türkischer Lehrer ist in der ostpakistanischen Stadt Lahore möglicherweise von staatlicher Seite entführt worden.
Der Mann war laut Polizei früher Direktor von mehreren Schulen eines umstrittenen türkisch-pakistanischen Bildungsnetzwerks. Die türkische Regierung wirft den sogenannten Pak-Turk-Schulen Verbindungen zum Prediger Fethullah Gülen vor, den sie für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich macht. Nach Angaben der pakistanischen Menschenrechtskommission hatte der Türke in Pakistan Asyl beantragt.

Die Türkei ist ein enger Freund Pakistans, das derzeit mit mehreren Nachbarn und anderen Staaten in der Region über Kreuz liegt. Vor einem Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im November 2016 hatte Pakistan die Visa von 108 Lehrern und anderen Mitarbeitern des 1995 gegründeten Pak-Turk-Netzwerks annulliert und die Verwaltung der Schulen selber übernommen.

+++ 8.49 Uhr: Kalkofe sieht mehr Häme in den Medien +++

Der TV-Satiriker Oliver Kalkofe ("Kalkofes Mattscheibe") findet die Entwicklung der Medien fragwürdig. "Es muss nicht jede Sendung einen Bildungsauftrag haben, aber heute ist man ja schon dankbar, wenn etwas nicht menschenverachtend ist", sagte der 52-Jährige der "Berliner Morgenpost" (Donnerstag). Es solle zwar alle Formate geben dürfen, aber der Grat sei schmal. "Leider hat mittlerweile die Häme überhandgenommen." Formate wie YouTube halte er nicht für grundsätzlich schlecht. Doch Kinder und Jugendliche etwa seien leicht zu manipulieren. "Ich finde es schwierig, wenn denen eine Freundschaft vorgegaukelt wird, um ihnen etwas zu verkaufen."

+++ 8.42 Uhr: 5,4 Millionen Menschen suchen einen Job oder wollen mehr arbeiten +++

Mehr als fünf Millionen Deutsche wünschen sich eine Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Zum sogenannten ungenutzten Arbeitskräftepotenzial zählen laut Statistischem Bundesamt knapp 2,8 Millionen Arbeitslose und 2,6 Millionen Unterbeschäftigte - das sind Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren, die gerne zusätzliche Arbeitsstunden hätten und dafür auch zur Verfügung stehen. Genauso gibt es aber auch 1,2 Millionen Erwerbstätige, die ihre Arbeitszeit gern reduzieren würden. 


+++ 8.32 Uhr: Rapper Macklemore will mit Schwulen-Lied bei Rugby-Finale für Ärger sorgen +++

Der US-Rapper Macklemore will mit einem Schwulen-Lied beim australischen Rugby-Finale am Wochenende Ärger machen. Der 34-Jährige kündigte an, dass er vor den mehr als 85.000 Zuschauern im Olympiastadion von Sydney auch seinen Hit "Same Love" ("Gleiche Liebe") singen werde. Australien streitet gerade darüber, ob die Ehe für alle erlaubt wird. Derzeit läuft eine Volksbefragung, um die Stimmung über eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare auszuloten.

+++ 8.23 Uhr: Wilderer töten zwei Zwerg-Elefanten auf Borneo +++

Auf der Insel Borneo haben Wilderer zwei Zwerg-Elefanten getötet und ihnen dann die Stoßzähne abgesägt. Die Kadaver der beiden Tiere wurden nach einem Bericht der Tageszeitung "The Star" in einem Teil der Insel gefunden, der zu Malaysia gehört. Nach ersten Erkenntnissen wurden sie erschossen.
Einer der beiden Elefanten wurde von den Tätern anschließend in einen Fluss geworfen. Von den Wilderern fehlte nach Angaben der Behörden zunächst jede Spur.

+++ 7.24 Uhr: Leichtes Erdbeben erschüttert Südhessen +++

Der Süden Hessens ist am Donnerstagmorgen von einem leichten Erdbeben erschüttert worden. Der Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) gab die Stärke des Bebens mit 2,6 an. Das Zentrum des Bebens lag demnach bei Ober-Ramstadt bei Darmstadt. Der Süden Hessens wird demnach regelmäßig von schwachen Erdbeben erschüttert. Auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter im Internet berichtete eine Reihe von Menschen, dass sie von dem Beben geweckt worden seien.

+++ 7.06 Uhr: Mit Messer bedroht - Polizei schießt Angreifer an +++

Die hat in Bayern einen Mann angeschossen, der die Beamten mit einem Messer bedroht hat. Der Mann wurde in der Nacht zum Donnerstag von einer Polizeistreife in Nördlingen (Landkreis Donau-Ries) gestoppt, da er augenscheinlich alkoholisiert war, wie die Polizei mitteilte. Der Mann, der zu Fuß unterwegs war, habe sich jedoch geweigert und ein Messer gezogen, mit dem er die Beamten bedroht habe. Nach dem erfolglosen Einsatz von Pfefferspray schossen die Beamten dem Angreifer ins Bein. Trotz Verletzung floh er. Er sei aber wenig später von einem Spezialeinsatzkommando gestoppt worden. Der Mann wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Um wen es sich dabei handelte, stand zunächst nicht fest.

+++ 6.44 Uhr: Zivilisten bei US-Luftangriff in Kabul getötet +++

Bei einem Luftangriff der US-Luftwaffe auf Extremisten in der afghanischen Hauptstadt sind nach offiziellen Angaben zahlreiche Zivilisten verletzt oder getötet worden. "Tragischerweise hatte eines der Geschosse eine Funktionsstörung", heißt es in einer in der Nacht auf Donnerstag per Email verschickten Stellungnahme der Nato-Mission Resolute Support. Wie viele Menschen verletzt oder getötet wurden, ging aus der Mitteilung nicht hervor. 

+++ 5.37 Uhr: Bloggerin muss wegen erfundenen Krebsleidens Strafe zahlen +++

Wegen einer frei erfundenen Geschichte über ihre vermeintliche Krebserkrankung ist die australische Bloggerin Belle Gibson zu umgerechnet etwa 275.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die 25-Jährige hatte behauptet, einen Hirntumor mit ayurvedischer Medizin, Sauerstofftherapie sowie dem Verzicht auf Gluten und Zucker überwunden zu haben. In Wahrheit war sie jedoch nie an erkrankt. Ein Gericht in Melbourne befand sie nun der vorsätzlichen Täuschung schuldig.


+++ 4.34 Uhr: Führende Wirtschaftsforscher legen Herbstprognose vor +++

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute legen am Donnerstag (11.00) in Berlin ihre aktuelle Konjunkturprognose vor.
Nach den bisher bekannt gewordenen Zahlen kann die neue in diesem und auch im nächsten Jahr mit einem weiter kräftigen Wirtschaftswachstum in Deutschland rechnen.

In ihrer neuen Gemeinschaftsdiagnose sagen die Konjunkturforscher für dieses Jahr dem Vernehmen nach ein Plus von 1,9 Prozent voraus. Für das kommende Jahr dürfte die Wachstumsprognose von zuletzt 1,8 auf 2,0 Prozent angehoben werden.

Die florierende Wirtschaft füllt auch die Staatskassen zusätzlich - und könnte den finanziellen Spielraum der künftigen Regierungskoalition erweitern. Interessant wird daher, was die Wirtschaftsforscher von der künftigen Bundesregierung fordern.

+++ 4:26 Uhr: Michelle Obama kritisiert Trump-Wählerinnen +++

Michelle Obama hat Frauen, die Donald Trump im vergangenen Jahr zum US-Präsidenten gewählt haben, scharf kritisiert. "Jede Frau, die gegen Hillary Clinton gestimmt hat, stimmte gegen ihre eigene Stimme", sagte die ehemalige First Lady bei einer Konferenz für Unternehmer und Marketing in Boston. Sie fügte trotz dieser Kritik jedoch laut "Boston Globe" hinzu, ihr Mann, Ex-Präsident Barack Obama, und sie selbst unterstützten Trump weiter und wollten, dass er erfolgreich wäre. In einer Frage- und Antworten-Runde sagte Obama, dass sie das Leben im Weißen Haus nicht vermisse, die Menschen und die Arbeit dort allerdings schon. In drei Wochen soll ein Buch mit Fotografien über ihr Leben im Weißen Haus erscheinen.

+++ 1.38 Uhr: Anwälte fordern Schadenersatz für 100.000 Giftmüll-Opfer in der Elfenbeinküste +++

Elf Jahre nach dem folgenschweren Giftmüll-Transport des Ölkonzern Trafigura in die Elfenbeinküste haben die Opferanwälte einen neuen Anlauf für Schadenersatz genommen. Vor einem Gericht in Amsterdam plädierten sie am Mittwoch dafür, die Sammelklage von mehr als 100.000 Opfern zuzulassen. Der Ölmulti Trafigura habe sich schuldig gemacht, indem er seinen Müll in dem westafrikanischen Land entsorgt habe, sagte der Anwalt Bojan Dekker. Trafigura "muss bezahlen". 

tis/wue / AFP / DPA