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News von heute Nach 100 Jahren: Liebesbriefe aus dem Ersten Weltkrieg finden zurück zur Familie

Ein Bündel Liebesbriefe aus dem Ersten Weltkrieg hat seinen Weg zurück zur Familie der Empfängerin gefunden.
Ein Bündel Liebesbriefe aus dem Ersten Weltkrieg hat seinen Weg zurück zur Familie der Empfängerin gefunden.
© Justin Tallis / AFP
Mexiko verbannt Gen-Mais und Glyphosat von seinen Feldern +++ Trotz Sanktionen: Kim Jong Un will Nordkoreas Militär deutlich ausbauen +++ Kramp-Karrenbauer warnt vor Kürzung der Verteidigungsausgaben +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Liebesbriefe aus Erstem Weltkrieg finden zu Familie zurück 

Ein Bündel Liebesbriefe aus dem Ersten Weltkrieg hat nach mehr als 100 Jahren seinen Weg zurück zur Familie der Empfängerin gefunden. "Es ist wirklich großartig, was Menschen für einen Aufwand betrieben haben, um mich zu finden", sagte der Urenkel der Angeschriebenen, David Bambrough, der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Ein Second-Hand-Laden im englischen Sunderland hatte die Briefe in der Schublade einer Kommode gefunden und eine Kampagne gestartet, um die Nachfahren der angeschriebenen Mary Fortune zu finden. Hobby-Ahnenforscher, die sich auf der Webseite Ancestry engagieren, machten den 53-jährigen Urenkel der Empfängerin ausfindig und kontaktierten ihn per E-Mail. Dieser soll die Briefe nun bald zugeschickt bekommen. Marys Ehemann George Fortune hatte ihr die Briefe während des Ersten Weltkriegs geschrieben, in dem er später als Soldat gefallen war.

Hinweise:
+++ Alle Nachrichten zur Lage in den USA finden Sie hier +++
+++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++
Die Nachrichten von heute im stern-Ticker: 

+++ 18.27 Uhr: Bericht – US-Behörden leiten Untersuchungen gegen American Express ein +++

Mehrere US-Behörden prüfen einem Medienbericht zufolge, ob beim Verkauf von Kreditkarten von American Express an Firmenkunden alles mit rechten Dingen zuging. Wegen des Verdachts auf aggressive und irreführende Vertriebsmethoden hätten sowohl das Finanzministerium als auch die Notenbank Federal Reserve und die Einlagensicherung FDIC Untersuchungen eingeleitet, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. 

Eine offizielle Stellungnahme von American Express gab es zunächst nicht. In dem Bericht wird eine Sprecherin mit der Aussage zitiert, dass es bei dem Unternehmen "robuste" Richtlinien und Kontrollen gebe und Fehlverhalten "nicht toleriert" werde. Nach Informationen des "Wall Street Journal" sollen Verkäufer Kunden Kreditkarten aufgedrängt haben, die diese mitunter gar nicht wollten - angeblich unter anderem mit falschen Angaben zu Gebühren und Prämien.

+++ 18.34 Uhr: EU verurteilt Festnahmen in Hongkong und fordert Freilassung +++

Die EU hat die Festnahme von mehr als 50 demokratischen Aktivisten in Hongkong verurteilt und ihre Freilassung gefordert. Die Festnahmen bestraften politische Aktivitäten, die in jedem politischen System, das grundlegende demokratische Prinzipien respektiere, völlig rechtmäßig sein sollten, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell im Namen der 27 Mitgliedsstaaten. 

+++ 17.26 Uhr: Reichster Mensch der Welt – Musk überholt Bezos in Milliardärsliste +++

Die atemberaubende Kursrally des US-Elektroautobauers Tesla an der Börse hat Firmenchef Elon Musk laut dem Milliardärs-Ranking "Bloomberg Billionaires Index" zum reichsten Menschen der Welt aufsteigen lassen. Das Vermögen des 49-jährigen Starunternehmers ist demnach dank weiterer Kursgewinne der Tesla-Aktie zeitweise auf 188,5 Milliarden Dollar (153,7 Mrd Euro) gestiegen und lag damit zuletzt etwa 1,5 Milliarden über dem des Amazon-Gründers und bisherigen Spitzenreiters Jeff Bezos. 

Bei den Angaben in Milliardärs-Charts wie dem "Bloomberg Billionaires Index" oder den "Forbes"-Listen handelt es sich allerdings lediglich um Schätzwerte, die auf öffentlich zugänglichen Informationen zu Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien, Kunstobjekten und anderen Luxusgütern basieren. Teilweise sind die Schätzungen umstritten.

+++ 16.33 Uhr: Dax knackt erstmals Marke von 14.000 Punkten +++

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Donnerstag erstmals die Marke von 14.000 Punkten überschritten. Der Index erreichte am frühen Nachmittag 14.006,7 Punkte, bevor er wieder unter die Schwelle fiel. Die Anleger reagierten damit auf die formelle Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden in den USA - zeigten sich allerdings unbeeindruckt von den Ausschreitungen rund um den Kongress in der US-Hauptstadt Washington.

+++ 16.10 Uhr: Liebesbriefe aus dem Ersten Weltkrieg finden zu Familie zurück +++

Ein Bündel Liebesbriefe aus dem Ersten Weltkrieg hat nach mehr als 100 Jahren seinen Weg zurück zur Familie der Empfängerin gefunden. "Es ist wirklich großartig, was Menschen für einen Aufwand betrieben haben, um mich zu finden", sagte der Urenkel der Angeschriebenen, David Bambrough, der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Ein Second-Hand-Laden im englischen Sunderland hatte die Briefe in der Schublade einer Kommode gefunden und eine Kampagne gestartet, um die Nachfahren der angeschriebenen Mary Fortune zu finden. Hobby-Ahnenforscher, die sich auf der Webseite Ancestry engagieren, machten den 53-jährigen Urenkel der Empfängerin ausfindig und kontaktierten ihn per E-Mail. Dieser soll die Briefe nun bald zugeschickt bekommen. Marys Ehemann George Fortune hatte ihr die Briefe während des Ersten Weltkriegs geschrieben, in dem er später als Soldat gefallen war.

+++ 14.35 Uhr: Polizei räumt Zeltlager gegen umstrittenen Autobahnausbau im hessischen Herrenwald +++

Rund einen Monat nach Abschluss der Räumung der Protestlager im hessischen Dannenröder Forst hat die Polizei ein Zeltlager an der für den umstrittenen Ausbau der Autobahn 49 gerodeten Trasse im nahen Herrenwald geräumt. Aktivisten hatten dort in den vergangenen Tagen kleinere Strukturen und Gebilde wieder aufgebaut, wie die Polizei in Gießen am Donnerstag mitteilte. Dazu gehörte eine quer über die Trasse gespannte Seiltraverse mit einem Banner. Mehrere Umweltschützer versteckten sich in aufgestapelten Holzstämmen und Baumkronen. Eine Frau widersetzte sich ihrer Höhenrettung und versuchte, die Polizisten zu treten. Bei ihrer Festnahme biss sie die Beamten zweimal. Verletzt wurde niemand. Ein Hubschrauber wurde für einen Aufklärungsflug eingesetzt.

+++ 14.26 Uhr: Biden nominiert moderaten Richter Garland als Justizminister +++

Der moderate US-Richter Merrick Garland soll US-Justizminister werden. Der gewählte US-Präsident Joe Biden gab die Nominierung des 68-Jährigen wenige Stunden nach der formellen Bestätigung seines Wahlsiegs durch den Kongress am Donnerstag bekannt. Garland, der am Bundesberufungsgericht der USA in Washington arbeitet, gehört keiner politischen Partei an.

+++ 13.46 Uhr: Naturkatastrophen verursachten 2020 weltweit Schäden von 170 Milliarden Euro +++

Eine Rekord-Hurrikansaison und mehr Stürme im Nordatlantik als je zuvor: Naturkatastrophen weltweit haben im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von 210 Milliarden Dollar (170 Milliarden Euro) verursacht, wie die Rückversicherung Munich Re mitteilte. 8200 Menschen kamen dabei ums Leben. Rund 82 Milliarden Dollar (67 Milliarden Euro) der Schäden waren versichert.

+++ 13.19 Uhr: 13:19 Parteivorsitz: Laschet holt in Umfrage unter CDU-Anhängern auf +++

Bei einer Umfrage zum CDU-Parteivorsitz hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stark zugelegt - trotzdem liegt Konkurrent Friedrich Merz weiter vorne. Mit einem Plus von zehn Prozentpunkten stiegen Laschets Werte auf 25 Prozent im Vergleich zum November, so das Ergebnis einer Infratest-Dimap-Umfrage im Auftrag der ARD unter CDU-Anhängern, die veröffentlicht wurde. Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz führt mit 29 Prozent die Umfragewerte weiterhin an. Der dritte Kandidat für den Parteivorsitz, Außenpolitiker Norbert Röttgen, holte leicht auf und liegt nun gleichauf mit Laschet (25 Prozent).

+++ 12.44 Uhr: Frankreich erinnert an Opfer der "Charlie Hebdo"-Terrorserie +++

Sechs Jahre nach der islamistischen Terrorserie gegen das Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat Frankreich der Opfer gedacht. Innenminister Gérald Darmanin und die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo legten Kränze vor dem ehemaligen Redaktionsgebäude des Magazins im Osten der französischen Hauptstadt nieder. "Für ihre Familien, für unsere Werte, für unsere Freiheit, für Frankreich: Wir werden nie vergessen", schrieb Darmanin auf Twitter. 

Erst vor wenigen Wochen war der Prozess gegen Helfer und Hintermänner der Anschläge zu Ende gegangen. Die Angeklagten wurden zu teils langen Haftstrafen verurteilt. 

Bei den Attacken wurden im Januar 2015 17 Menschen getötet. In der Redaktion des Satireblatts eröffneten die Brüder Chérif und Saïd Kouachi damals das Feuer und richteten ein Blutbad an. Die Anschläge trafen aber nicht nur die Redaktion von "Charlie Hebdo", sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen. 

+++ 12.23 Uhr: Mexiko verbannt Gen-Mais und Glyphosat von seinen Feldern +++

Mexiko gibt den Vorreiter in Lateinamerika und verbannt Gen-Mais und das Herbizid Glyphosat von seinen Feldern. In einem seit Neujahr geltenden Dekret heißt es, damit sollten die Souveränität des Landes bei der Nahrungsmittelversorgung und der in Mexiko angebaute indigene Mais geschützt werden. Glyphosat soll ebenso wie Gen-Mais Stück für Stück binnen drei Jahren verschwinden. Auch der Import von gentechnisch verändertem Mais soll auf null zurückgefahren werden, wie es in dem Dekret der linksgerichteten Regierung weiter heißt. Mais ist ein Grundnahrungsmittel in Mexiko und wird dort täglich für Tortillas, Tacos und als Tiernahrung benötigt. Statt des Einsatzes des Unkrautvernichters Glyphosat müsse die Agrarindustrie nach Alternativen suchen, forderte die Regierung.

+++ 11.20 Uhr: USA drohen nach Massenfestnahmen in Hongkong mit US-Sanktionen +++

Die USA haben nach der Festnahme von mehr als 50 Demokratieaktivisten in Hongkong mit Sanktionen gedroht. "Die USA werden nicht untätig zuschauen, wenn die Menschen in Hongkong unter kommunistischer Unterdrückung leiden", sagte US-Außenminister Mike Pompeo in Washington. Ebenso wie die USA forderte die UNO die "sofortige Freilassung" der Festgenommenen. Derweil weiteten die Behörden in Hongkong ihre Strafandrohungen gegen den prominenten inhaftierten Demokratie-Aktivisten Joshua Wong aus. Pompeo sagte, die US-Regierung werde "Sanktionen und andere Beschränkungen" gegen alle Beteiligten in Betracht ziehen. Er verlangte die "sofortige Freilassung" der Festgenommenen.

+++ 8.47 Uhr: Hongkonger Aktivist Joshua Wong droht weitere Haftstrafe +++

Dem prominenten Hongkonger Aktivisten Joshua Wong droht eine weitere Haftstrafe. Gegen Wong, der wegen der Organisation eines unerlaubten Protests derzeit schon im Gefängnis sitzt, wurde am Donnerstag nach Hongkonger Medienberichten ein weiterer Haftbefehl wegen unterstellter Staatsgefährdung erlassen.

Der Haftbefehl gegen Wong erfolgte, nachdem am Mittwoch im größten Schlag gegen die Opposition seit Einführung des umstrittenen Sicherheitsgesetzes 53 demokratische Aktivisten festgenommen worden waren. Die Festnahmen standen im Zusammenhang mit inoffiziellen Vorwahlen, die die Oppositionskräfte im Juli 2020 vor der später wegen der Pandemie abgesagten Parlamentswahl abgehalten hatten.

+++ 8.37 Uhr: Bürgermeister: Türkisches und griechisches Boot kollidierten +++

Erneut ist es in der Ägäis zu Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei gekommen: Zwei Patrouillenboote der Küstenwachen beider Staaten seien in der Ägäis leicht seitlich kollidiert. Das sagte der Bürgermeister der nahegelegenen Insel Kalymnos, Dimitris Diakomichalis, dem griechischen Nachrichtensender Skai am Donnerstagmorgen. Der Zwischenfall hatte jedoch keine schweren Folgen, da niemand verletzt worden sei. "Sie haben sich so wie Fußballer sozusagen abgedrängt", sagte der Bürgermeister. 

+++ 8.28 Uhr: Fünf Zivilisten in Afghanistan bei Luftangriff getötet +++

In Afghanistan sind bei einem Luftangriff mindestens fünf Zivilisten getötet worden. Fünf weitere Menschen seien bei dem Angriff in der Nacht zum Donnerstag in der südlichen Provinz Helmand verletzt worden, sagten mehrere Provinzräte übereinstimmend. Unter den Opfern waren demnach drei Frauen, ein Kind sowie ein junger Mann.

Der Luftangriff erfolgte in einem von den Taliban kontrollierten Bezirk nahe der Provinzhauptstadt Laschkarga, wie es aus Helmand hieß. Die militant-islamistische Gruppe machte die US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Provinzräte sagten, die Hintergründe des Luftangriffs seien unklar.

+++ 8.25 Uhr: Polizei in Nordrhein-Westfalen erschießt bewaffneten Mann +++

Bei einem Einsatz im nordrhein-westfälischen Mülheim an der Ruhr hat die Polizei einen bewaffneten Mann erschossen. Die Beamten wurden am Mittwochnachmittag wegen lauter Knallgeräusche zu einem Mehrfamilienhaus gerufen, wie die Polizei in Essen mitteilte. Dort soll demnach ein 65-Jähriger in einer Erdgeschosswohnung und im Hausflur Schüsse abgegeben haben. Beim Eintreffen der Beamten schoss er auch auf sie. Die Polizisten erwiderten das Feuer. Der Mann wurde den Angaben zufolge getroffen und erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Routinemäßig wurde ein Verfahren gegen den Beamten eingeleitet, der den Mann erschoss. Das Verfahren gegen ihn wird aus Neutralitätsgründen von der Staatsanwaltschaft Duisburg und der Polizei Bochum geführt.

+++ 8.13 Uhr: Nordkoreas Machthaber will Militärkapazitäten ausbauen +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will trotz internationaler Sanktionen und erheblicher wirtschaftlicher Probleme das militärische Potenzial des Landes deutlich ausbauen. Am zweiten Tag des Kongresses der herrschenden Arbeiterpartei präsentierte Kim am Mittwoch in Pjöngjang "Ziele und praktische Wege", die im Zuge eines neuen Fünf-Jahres-Entwicklungsplans umgesetzt werden sollen. Zudem habe Kim in seinem Lagebericht den "wichtigen Willen" herausgestellt, "die Verteidigungsfähigkeiten des Staats auf ein viel höheres Niveau" zu stellen, berichteten die staatlich kontrollierten Medien am Donnerstag. Dadurch solle die Sicherheit "des Landes und der Menschen sowie ein friedliches Umfeld für den sozialistischen Aufbau" gewährleistet werden.  

Ob Kim die Atomwaffen des Landes erwähnte, ging aus den Berichten nicht hervor. Ende 2019 hatte Kim bei einer Sitzung des Zentralkomitees der Partei erklärt, dass sich Pjöngjang grundsätzlich nicht mehr an sein Moratorium für Tests von Atombomben und Interkontinentalraketen gebunden sehe. Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms international isoliert. Die wegen des Programms verhängten Sanktionen hemmen seine wirtschaftliche Entwicklung. Zum Auftakt des neuen Parteikongresses hatte Kim am Dienstag eingeräumt, die Ziele des alten, 2016 aufgestellten Fünf-Jahres-Plans für die wirtschaftliche Entwicklung seien nicht erfüllt worden. Beim laufenden Kongress soll ein neuer Plan für die nächsten fünf Jahre festgelegt werden. Formal ist der Kongress, der ursprünglich alle fünf Jahre abgehalten werden sollte, das wichtigste Gremium der Partei. Allerdings war der siebte Kongress im Mai 2016 der erste seit 36 Jahren gewesen. Kim ist auch Parteivorsitzender.

+++ 8.07 Uhr: Polens Staatschef nach Kapitol-Sturm: "Innere Angelegenheit" der USA +++

Nach dem Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol in Washington hat Polens Präsident Andrzej Duda die Ereignisse als "innere Angelegenheit der Vereinigten Staaten" bezeichnet. Die USA seien eine Demokratie und ein Rechtsstaat, schrieb Duda am Donnerstag auf Twitter. Die Macht hänge vom Wählerwillen ab, und über die Sicherheit des Staates und seiner Bürger würden die dazu berufenen Dienste wachen. "Polen glaubt an die Kraft der amerikanischen Demokratie."

+++ 8.03 Uhr: AfD-nahe Stiftung: Vorsitzender des Kuratoriums steigt aus +++

Der Vorsitzende des Kuratoriums der AfD-nahen Desiderius-Erasmus Stiftung (DES), Max Otte, legt sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. "Die Stiftung hat sich aus meiner Sicht in eine falsche Richtung entwickelt", sagte Otte der Deutschen Presse-Agentur. 

Er habe sich in der DES engagiert, "um eine Klammer zu sein im bürgerlichen Lager, zwischen der AfD auf der einen und CDU/CSU auf der anderen Seite", erklärte Otte, der Unternehmer, Fondsmanager, Publizist und CDU-Mitglied ist. Die AfD sei inzwischen jedoch tief zerstritten, "was zu einem großen Teil an dem Parteivorsitzenden Jörg Meuthen liegt", fügte er hinzu. Die Stiftung habe sich bedauerlicherweise in diesen Konflikt "hineinziehen lassen". Er selbst sei aber der Auffassung, dass die AfD im Parteienspektrum ohne Einbindung des "nationalkonservativen" Flügels auf Dauer keine Chance haben werde, begründete Otte seinen Ausstieg. Der Unternehmer gehört der Werteunion an, einer konservativen Vereinigung, zu deren prominenteren Mitgliedern der frühere Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen gehört. Die AfD hatte die Erasmus-Stiftung Mitte 2018 offiziell als parteinahe Stiftung anerkannt. 

+++ 8.03 Uhr: China hat laut Studie bei Umwelt und Klima noch viel Arbeit vor sich +++

China hat bei der Umsetzung seiner Umwelt- und Klimaziele laut einer neuen Analyse noch einen langen Weg vor sich. Zwar habe China sämtliche "grünen Ziele", die es sich 2016 in seinem letzten Fünfjahresplan gesetzt hatte, bereits erfüllt oder stehe kurz davor. Dennoch ergebe sich für die Volksrepublik in Bezug auf Nachhaltigkeit nur eine "gemischte Erfolgsbilanz", heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse von Wissenschaftlern des China Instituts Merics in Berlin.

Die Volksrepublik ist das Land mit dem weltweit größten Treibhausgas-Ausstoß. Obwohl China jährlich mehr Kapazitäten bei erneuerbaren Energien hinzufüge als jede andere Nation, sei das Land insgesamt noch immer zu sehr von "schmutzigen" Energiequellen abhängig, schrieben die Merics-Experten Anna Holzmann und Nis Grünberg.

+++ 8.02 Uhr: Ölpreise auf zehnmonatigem Höchststand +++

Die Ölpreise haben am Donnerstag weiter zugelegt und neue zehnmonatige Höchststände erreicht. Ein knapperes Angebot und fallende Lagerbestände in den USA treiben die Preise. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 54,75 US-Dollar. Das waren 45 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 48 Cent auf 51,11 Dollar.

+++ 7.52 Uhr: Kosovo wählt am 14. Februar neues Parlament +++

Das Kosovo wählt am 14. Februar vorzeitig ein neues Parlament. Dies entschied die amtierende Staatspräsidentin Vjosa Osmani am späten Mittwochabend. Zuvor hatte das Verfassungsgericht entschieden, dass die Wahl des gegenwärtigen Ministerpräsidenten Avdullah Hoti durch das Parlament am 3. Juni des Vorjahres ungesetzlich war. Osmani löste gleichzeitig auch das im Oktober 2019 gewählte Parlament auf. 

+++ 7.51 Uhr: Ermittler wollen Maddies Schicksal klären - Ergebnisse aber offen +++

Im Fall der vor mehr als 13 Jahren verschwundenen Maddie ist nach Aussage der Ermittler noch völlig offen, ob es 2021 eine Anklage gegen den Mordverdächtigen geben wird. Wann und mit welchem Ergebnis die Ermittlungen enden werden, lasse sich derzeit nicht sagen, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig auf Anfrage mit. "Wir hoffen aber, dass wir das Verschwinden Madeleine McCanns aufklären können", betonte Behördensprecher Hans Christian Wolters. 

Auch wegen des Zeugenaufrufs im Sommer laufen mittlerweile insgesamt vier Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten wegen verschiedener Sexual- und Gewaltstraftaten, wie Staatsanwalt Wolters berichtete. Mit Blick auf 2021 sagte er, dass möglicherweise zumindest einzelne Ermittlungen in diesem Jahr abgeschlossen werden könnten. "Ob Anklage erhoben und dann auch öffentlich verhandelt wird, vermag ich nicht zu beurteilen", räumte Wolters aber ein. Am 3. Mai 2007 verschwand die damals dreijährige Madeleine McCann aus einer Appartementanlage im portugiesischen Praia da Luz, als die Eltern in einem nahe gelegenen Restaurant aßen. Seit vergangenem Juni steht in diesem Fall ein 44-jähriger Deutscher im Fokus, der aktuell in einem niedersächsischen Gefängnis eine mehrjährige Haftstrafe für eine Vergewaltigung absitzt. 

+++ 7.42 Uhr: Euro entfernt sich leicht von Mehrjahreshoch +++

Der Euro hat am Donnerstag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2320 US-Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Der am Vortag erreichte Höchststand seit April 2018 liegt mit 1,2349 Dollar nur wenig höher. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,2338 Dollar festgesetzt.

Die tumultartigen Unruhen am Sitz des US-Parlaments in Washington haben am Devisenmarkt keine starken Reaktionen hervorgerufen. Der amerikanische Dollar als Weltreservewährung war etwas stärker gefragt. Die Kursbewegungen hielten sich aber in Grenzen.

+++ 7.12 Uhr: Zweiter Einspruch gegen US-Wahlergebnis im Kongress abgewiesen +++

Im US-Kongress ist auch der zweite Versuch mehrerer Republikaner gescheitert, das Präsidentschaftswahlergebnis in einem der US-Bundesstaaten anzufechten. Der Senat wies in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) den Einspruch von republikanischen Abgeordneten und dem republikanischen Senator Josh Hawley ab, den diese gegen das Wahlergebnis aus dem Staat Pennsylvania eingelegt hatten. Lediglich sieben Senatoren unterstützten die Einwände, 92 stimmten dagegen. Die Kammer verzichtete auf eine Debatte zu dem Einspruch. Im Repräsentantenhaus wurde ebenfalls ein Nein zu dem Vorstoß erwartet. Ohnehin wäre die Zustimmung beider Kongresskammern nötig gewesen, um dem Einspruch zum Erfolg zu verhelfen.

+++ 7.22 Uhr: Pompeo droht nach Massenfestnahmen in Hongkong mit US-Sanktionen +++

Die USA haben nach der Festnahme von mehr als 50 Demokratieaktivisten in Hongkong mit Sanktionen gedroht. "Die USA werden nicht untätig zuschauen, wenn die Menschen in Hongkong unter kommunistischer Unterdrückung leiden", sagte Pompeo am Donnerstag in Washington. Seine Regierung werde "Sanktionen und andere Beschränkungen" gegen alle Beteiligten in Betracht ziehen. Pompeo verlangte die "sofortige Freilassung" der Festgenommenen. Die Polizei in Hongkong hatte am Mittwoch auf Grundlage des sogenannten Sicherheitsgesetzes 53 Regierungsgegner festgenommen, unter ihnen frühere Abgeordnete, junge Aktivisten und ein US-Bürger, der für eine Anwaltskanzlei in Hongkong arbeitet. Den Beschuldigten werde "Subversion" vorgeworfen. Die Festnahmen stießen international auf Empörung.

+++ 6.19 Uhr: In der deutschen Nordsee leben immer weniger Schweinswale +++

Der Bestand von Schweinswalen in der deutschen Nordsee hat sich von 2006 bis 2019 drastisch reduziert. Das geht aus einer aktuellen Studie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover hervor, die im Fachmagazin "Frontiers in Marine Science" veröffentlicht wurde. Die Zahl der Tiere sei nach 2002 zwar zunächst angestiegen, insgesamt gesehen sei sie im Zeitraum von 2002 bis 2019 im Durchschnitt pro Jahr jedoch um 1,8 Prozent gesunken. Im Jahr 2019 lebten demnach in der deutschen Nordsee noch rund 23 000 Schweinswale. "Der Trend, den wir hier sehen, ist besorgniserregend", sagte Mitautorin der Studie Anita Gilles.

+++ 5.18 Uhr: Fast 200 Kreditinstitute geben Negativzinsen an Sparer weiter +++

Banken und Sparkassen müssen Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank parken. Immer mehr Institute geben die Belastung inzwischen ganz oder teilweise an Privatkunden weiter.

Für immer mehr Sparer wird Tagesgeld bei größeren Summen zu einem Minusgeschäft. Allein zum Jahreswechsel haben nach einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox 24 Banken und Sparkassen Negativzinsen ab bestimmten Summen eingeführt oder bestehende Regelungen verschärft. Damit brummen inzwischen insgesamt 197 Institute Privatkunden Strafzinsen auf. "Die Negativzinswelle rollt mit unverminderter Wucht über das Land", analysierte Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Eine Trendwende ist nach seiner Einschätzung vorerst nicht in Sicht.

+++ 5.18 Uhr: Kramp-Karrenbauer warnt vor Kürzung der Verteidigungsausgaben +++

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor Kürzungen im Verteidigungsetat zur Bewältigung der Corona-Krise gewarnt. Sie verwies dazu auf die wirtschaftliche Bedeutung großer Rüstungsprojekte für deutsche Betriebe sowie die internationalen militärischen Verpflichtungen. "Wenn wir über große Rüstungsprojekte reden, reden wir auch über nationale Industriepolitik", sagte die CDU-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, dass wir im vergangenen Jahr durch große Konjunkturpakete versucht haben, die Wirtschaft zu stabilisieren und nun dort, wo der Staat etwa im Bereich Rüstung selbst Auftraggeber ist, Aufträge zurückziehen und damit selbst dazu beitragen, dass Arbeitsplätze gefährdet sind", so Kramp-Karrenbauer weiter.

+++ 4.04 Uhr: Mitmachaktion startet - Nabu ruft zum Zählen von Wintervögeln auf +++

Zur Untersuchung des Wintervogel-Vorkommens in Deutschland sind wieder Beobachtungen von Naturliebhabern gefragt. Eine Vogelzählaktion des Naturschutzbundes (Nabu) geht von Freitag bis Sonntag in die elfte Runde, wie die Organisation ankündigte. Wer an der "Stunde der Wintervögel" teilnehmen möchte, soll in dem Zeitraum eine Stunde lang im Auge behalten, welche Vögel sich in welcher Anzahl an einem Ort wie Balkon, Garten oder Park zeigen. Die Daten kann man dann telefonisch, im Internet oder mit einer Nabu-App melden. "Damit kann jede und jeder mithelfen, eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu ermöglichen", erklärte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. 

+++ 4.04 Uhr: Verband: Messebranche hat drei Viertel ihres Umsatzes eingebüßt +++

Die deutschen Messeveranstalter haben im Corona-Jahr 2020 fast drei Viertel ihres üblichen Umsatzes eingebüßt. Davon geht der Branchenverband AUMA aus. Von mehr als 360 geplanten internationalen und regionalen Messen hätten mehr als 70 Prozent abgesagt oder verschoben werden müssen, erklärte AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier. Unter normalen Umständen liege der Umsatz der Messebranche bei gut vier Milliarden Euro pro Jahr.

Nicht nur die Veranstalter selbst, sondern auch Messebau, Hotels, Gastronomie sowie Taxifahrer und Spediteure hätten unter dem zusammengestrichenen Messegeschäft gelitten. In einem normalen Jahr trage die Durchführung von Messen rund 28 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaftsleistung bei. Davon würden für 2020 nur rund 6 Milliarden übrigbleiben, erklärte Holtmeier.

rös / rw / tis / fs DPA AFP

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