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News von heute Pelosi droht Trump mit Amtsenthebungsverfahren, sollte er nicht "sofort" zurücktreten

Sehen Sie im Video: "Er war immer ein Outsider" – USA-Experte Jackson Janes erklärt die perfide Strategie von Donald Trump.
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Bundesregierung warnt vor Einflussnahme türkischer Rechtsextremisten auf Parteien +++ Röttgen: Bundesregierung soll Klima-Beauftragten mit Kabinettsrang ernennen +++ Nordiren spüren den Brexit im Supermarkt +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Pelosi droht Trump mit Amtsenthebungsverfahren, sollte er nicht "sofort" zurücktreten 

Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, hat den scheidenden Präsidenten Donald Trump mit einem Amtsenthebungsverfahren gedroht, sollte er nicht "sofort" zurücktreten. Das berichtet die "New York Times". In einem Brief an die Mitglieder des Repräsentantenhauses erinnerte Pelosi demnach an den Rücktritt des ehemaligen Präsidenten Richard Nixon, der im Zuge des Watergate-Skandals seiner Amtsenthebung durch einen Rücktritt zuvorgekommen ist. Darüber hinaus bezeichnete sie die jüngsten Aktionen des Präsidenten als "schrecklichen Angriff auf unsere Demokratie". 

Seit der Erstürmung des Kapitols in Washington durch militante Trump-Anhänger am Mittwoch steht der abgewählte Amtsinhaber massiv unter Druck. Erst nach langem Zögern verurteilte Trump am Donnerstag die Gewalt in Washington und rief das Land zur "Versöhnung" und "Heilung" auf.      Trump wird vorgeworfen, für den Gewaltexzess mitverantwortlich zu sein, nachdem er seine Anhänger bei einem Auftritt in Washington mit unbelegten Wahlbetrugs-Vorwürfen angestachelt und zum Marsch auf das Kapitol aufgerufen hatte. Die Demokraten fordern deshalb, Trump noch vor dem Amtswechsel im Weißen Haus abzusetzen.

+++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++
Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 22.26 Uhr: Kauflust bleibt erhalten – Rekorde außer beim Dow +++

 Die von der Hoffnung auf weitere Staatshilfen getriebene Kauflust der Anleger hat manchen US-Indizes am Freitag weitere Rekorde beschert. Der Dow Jones Industrial gehörte allerdings nicht dazu: Als der Schwung zwischenzeitlich nachließ, lag der Leitindex zeitweise sogar klar im Minus. Er berappelte sich aber und brachte mit 31.097,97 Punkten ein Plus von 0,18 Prozent über die Ziellinie. Für die erste Jahreswoche 2021 verbuchte er damit einen Gewinn von 1,6 Prozent.

+++ 21.37 Uhr: Biden: "Gute Sache", dass Trump nicht zu Vereidigung kommen will +++

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat begrüßt, dass der scheidende Amtsinhaber Donald Trump seiner Amtseinführung fernbleiben will. Dies sei eine "gute Sache", sagte Biden in Wilmington im Bundesstaat Delaware. In dieser Frage seien Trump und er ausnahmsweise einer Meinung. Trumps Stellvertreter, der scheidende US-Vizepräsident Mike Pence sei bei der Zeremonie jedoch "willkommen", sagte Biden. Es wäre eine Ehre, Pence dabei zu haben, betonte er.

+++ 20.47 Uhr: Brasilien: Tausende neue Gräber werden wegen Corona angelegt +++

Um einen Zusammenbruch des Bestattungswesens angesichts eines neuen Anstiegs der Corona-Fälle zu verhindern, will die brasilianische Amazonas-Metropole Manaus 22.000 vertikale Gräber ausheben. Die Konstruktion würde "in den kommenden Tagen" beginnen, sagte David Almeida, Bürgermeister der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, dem regionalen Fernsehsender "Bom Dia Amazônia" am Freitag. Wir müssen den Platz, den wir haben, ausnutzen und werden den Tarumã-Friedhof vertikalisieren." Der Cemitério do Tarumã ist einer der Friedhöfe, auf denen in Brasilien während der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 Massengräber angelegt wurden.

Am Donnerstag hat die Zahl der Corona-Toten in Brasilien die Marke von 200.000 überschritten. Nun könnte sich das Szenario aus dem Frühjahr wiederholen, als viele Krankenhäuser und Friedhöfe an ihre Grenzen gelangten. Zugleich steht das größte Land in Lateinamerika immer noch ohne Impfkampagne für die Bevölkerung da. Nachdem Präsident Jair Bolsonaro das Coronavirus zuerst verharmlost hatte, zieht er mittlerweile auch eine Impfung in Zweifel.

+++ 20.23 Uhr: Kandidaten für CDU-Vorsitz zeigen Unterschiede bei Klimaschutz +++

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat davor gewarnt, die deutsche Industrie durch überzogene Klimaschutzmaßnahmen zu ruinieren. Wer Stahl- oder Chemieindustrie im Land halten wolle, müsse für bezahlbaren Strom sorgen, sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz am Freitagabend in einer Diskussionsrunde mit den beiden anderen Bewerbern Friedrich Merz und Norbert Röttgen. "Wenn die Stahlindustrie abwandert nach China und da den Stahl produziert, ist dem Weltklima nicht gedient", warnte Laschet. "Ein Stahlwerk in Duisburg ist ein Beitrag zum Weltklima, weil es da unter sozialen und ökologischen Bedingungen anders produziert als in Indien oder in Russland oder in China."

Bei der zweiten Kandidatenrunde wurden eine Woche vor dem CDU-Bundesparteitag deutliche Unterschiede zwischen den drei Kandidaten deutlich. Der frühere Bundesumweltminister Röttgen forderte ein ambitionierteres Vorgehen. "Wenn wir immer sagen, wir dürfen nur so viel Klimaschutz machen, damit das Unternehmen nicht nach China ausweicht vor unserer Gesetzgebung, dann ist das immer noch in Gedanken der Gegensatz, dass das Klima und der Klimaschutz die Bedrohung von Industrie ist." Röttgen warnte: "Wenn wir in dem Denken bleiben, werden wir den Klimaschutz nicht erreichen, den Klimawandel nicht stoppen, und wir werden die Zukunft der Industrie und der Wirtschaft aushöhlen."

Der dritte Kandidat Merz wies auf die erreichten Erfolge bei der Minderung von Treibhausgasen in Deutschland hin. "Wir haben 36 Prozent Minus in Deutschland. Und insofern ist es richtig zu sagen: Wir sind auf einem guten Weg. Aber die zweite Halbzeit wird die schwierigere." Man müsse die Anstrengungen "deutlich verstärken", sagte der frühere Unionsfraktionschef im Bundestag. "Wir müssen sehr viel mehr tun, aber wir müssen versuchen, es mit Marktwirtschaft zu verbinden, mit marktwirtschaftlichen Instrumenten."

+++ 19.38 Uhr: Pelosi droht Trump mit Amtsenthebungsverfahren, sollte er nicht "sofort" zurücktreten +++

Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, hat den scheidenden Präsidenten Donald Trump mit einem Amtsenthebungsverfahren gedroht, sollte er nicht "sofort" zurücktreten. Das berichtet die "New York Times". In einem Brief an die Mitglieder des Repräsentantenhauses erinnerte Pelosi demnach an den Rücktritt des ehemaligen Präsidenten Richard Nixon, der im Zuge des Watergate-Skandals seiner Amtsenthebung durch einen Rücktritt zuvorgekommen ist. Darüber hinaus bezeichnete sie die jüngsten Aktionen des Präsidenten als "schrecklichen Angriff auf unsere Demokratie". 

Seit der Erstürmung des Kapitols in Washington durch militante Trump-Anhänger am Mittwoch steht der abgewählte Amtsinhaber massiv unter Druck. Erst nach langem Zögern verurteilte Trump am Donnerstag die Gewalt in Washington und rief das Land zur "Versöhnung" und "Heilung" auf.      Trump wird vorgeworfen, für den Gewaltexzess mitverantwortlich zu sein, nachdem er seine Anhänger bei einem Auftritt in Washington mit unbelegten Wahlbetrugs-Vorwürfen angestachelt und zum Marsch auf das Kapitol aufgerufen hatte. Die Demokraten fordern deshalb, Trump noch vor dem Amtswechsel im Weißen Haus abzusetzen.

+++ 19.36 Uhr: Französische Justiz kündigt Untersuchung gegen Justizminister Dupond-Moretti an +++

Die französische Justiz hat eine Untersuchung gegen Justizminister Éric Dupond-Moretti wegen "illegaler Interessenwahrnehmung" angekündigt. Der Gerichtshof der Republik (CJR) habe Beschwerden des Antikorruptionsverbands Arcor von drei Richtervereinigungen gegen den Minister für zulässig erklärt, teilte der Generalstaatsanwalt des Kassationsgerichts, François Molins, mit. Er werde auch die Untersuchung übernehmen, fügte Molins hinzu. Der CJR ist das einzige französische Gericht, das Regierungsmitgliedern für ihr Handeln im Amt den Prozess machen kann. Laut dem Generalstaatsanwalt werfen die Kläger dem Justizminister Interessenkonflikte vor, die noch mit seiner früheren Tätigkeit als Rechtsanwalt zusammenhängen.

+++ 18.25 Uhr: Furcht vor Atomwaffen-Einsatz: Pelosi spricht mit Militärführung +++

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat sich mit der Führung der US-Streitkräfte beraten, um einen "instabilen Präsidenten" daran zu hindern, "Militärschläge zu beginnen" oder einen "atomaren Angriff" zu befehlen. Das erklärte die Demokratin nach einem Gespräch mit Generalstabschef Mark Milley. Der abgewählte Republikaner Donald Trump "könnte nicht gefährlicher sein und wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, die Menschen in Amerika" und die Demokratie zu schützen, so Pelosi.

Trump ist bis zur Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden am 20. Januar weiterhin mit allen Befugnissen Präsident. Trotz seiner Wahlniederlage ist er auch weiterhin Oberbefehlshabe der Streitkräfte. Das Militär kann sich also streng genommen seinen Befehlen nicht offen widersetzen. Führende Persönlichkeiten wie der von Trump ernannte Generalstabschef könnten Befehle aber vermutlich hinterfragen oder deren Ausführung deutlich verzögern. 

+++ 17.41 Uhr: Türkei statt Italien - Geflüchtete gehen Betrügern auf den Leim +++

Geflüchtete sind in der Türkei auf Betrüger reingefallen. In dem Glauben, in Italien zu sein, seien 84 Menschen nach einer Irrfahrt aus einem Transporter gelassen worden – in der Türkei. Das berichtete die türkische Nachrichtenagentur DHA. Die Menschen aus Ägypten, Syrien und Afghanistan hätten jeweils 1000 Euro für die vermeintliche Fahrt nach Europa gezahlt. 

Die Fahrer hätten nach einer 30-stündigen Fahrt an einem Olivenhain im westtürkischen Aydin angehalten und gesagt "Wir sind in Italien angekommen". Eingestiegen waren sie im 600 Kilometer entfernten Istanbul. Anwohner alarmierten die Polizei. Was aus den Fahrern wurde, war zunächst nicht bekannt.

+++ 17.22 Uhr: Biden nominiert Minister für Ressorts Handel- und Arbeit +++

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat weitere Mitglieder seines Wirtschaftsteams vorgestellt. Das Handelsministerium soll künftig von Gina Raimondo geführt werden, der Gouverneurin des nordöstlichen Bundesstaats Rhode Island. An die Spitze des Arbeitsministeriums soll Marty Walsh rücken, der Bürgermeister der Stadt Boston. Sie werden dabei helfen, die gegenwärtige Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise zu überwinden, wie Biden erklärte. Er wollte die Kandidaten persönlich vorstellen. 

Bidens Kabinettsmitglieder müssen noch vom Senat bestätigt werden. Zuvor hatte Biden bereits angekündigt, dass das Finanzministerin künftig von der früheren Zentralbankerin Janet Yellen geführt werden soll. Katherine Tai soll US-Handelsbeauftragte werden.

+++ 16.48 Uhr: Trump will nicht an Amtseinführung von Biden teilnehmen +++

Der scheidende Präsident Donald Trump will nicht an der Amtseinführung seines gewählten Nachfolgers Joe Biden teilnehmen. Das teilte Trump via Twitter mit. "Für alle, die gefragt haben, ich werde nicht an der Inauguration am 20. Januar teilnehmen", schrieb der amtierende Präsident. 

Am 20. Januar wird der Demokrat Joe Biden als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Üblicherweise nimmt der scheidende Amtsträger, in diesem Fall Trump, an der Zeremonie in Washington teil. Ab diesem Tag tritt der Präsident offiziell seine Amtsgeschäfte an.

Trump erkennt seine Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen noch immer nicht offiziell an, wenngleich er von einem Regierungswechsel spricht und eine friedliche Amtsübergabe in Aussicht gestellt hat.

+++ 16.01 Uhr: Gigantisches Loch auf Krankenhausparkplatz in Neapel aufgetan +++

Auf einem Krankenhaus-Parkplatz im süditalienischen Neapel hat sich am frühen Morgen urplötzlich ein gigantisches Loch aufgetan; Menschen kamen aber offenbar nicht ums Leben. Allerdings hätten Wasser und Strom in der Station für Covid-19-Patienten abgeschaltet und die Station für einige Zeit geschlossen werden müssen, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden mit. Weitere Schäden gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.
Auf dem Parkplatz entstand ein rund 2000 Quadratmeter großes und 20 Meter tiefes Loch, in das mehrere Fahrzeuge stürzten. Die Feuerwehr war mit Spürhunden vor Ort, um sicherzugehen, dass es tatsächlich keine Opfer gab. Warum das Parkplatz-Stück eingebrochen ist, war zunächst unklar. Die Behörden vermuteten einen Zusammenhang mit der Bodenbeschaffenheit. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. 
Auf dem Parkplatz entstand ein rund 2000 Quadratmeter großes und 20 Meter tiefes Loch, in das mehrere Fahrzeuge stürzten.
Auf dem Parkplatz entstand ein rund 2000 Quadratmeter großes und 20 Meter tiefes Loch, in das mehrere Fahrzeuge stürzten
© Alessandro Pone / LaPresse via ZUMA Press / DPA

+++ 15.47 Uhr: Orban gegen "Einmischung" von außen nach Sturm auf US-Kapitol +++

Nach der weltweiten Empörung über den Sturm auf das US-Kapitol hat sich Ungarns rechtspopulistischer Regierungschef Viktor Orban gegen eine "Einmischung" von außen gewandt. "Wir sollten uns in das, was in Amerika gerade geschieht, nicht einmischen, das ist ihre Angelegenheit", sagte der ungarische Ministerpräsident in seinem wöchentlichen Rundfunkinterview. Er fügte hinzu: "Wir mögen es nicht, beurteilt zu werden, also beurteilen wir auch nicht andere Länder."

+++ 15.29 Uhr: Auch Emirate wollen Grenze zu Katar wieder öffnen +++

Nach dem Abkommen mit Katar wollen auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ihre Grenze zu dem Emirat wieder öffnen. Alle gegen das Nachbarland ergriffenen Maßnahmen sollten beendet werden, teilte das Außenministerium in Abu Dhabi mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM meldete. Die Grenze soll demnach am Samstag wieder geöffnet werden. Die VAE wollten mit Katar in bilateralen Gesprächen noch alle "ausstehenden Fragen" klären, erklärte das Außenministerium weiter. 

+++ 14.51 Uhr: US-Demokraten – Abstimmung über Trump-Amtsenthebung nächste Woche möglich +++

Die Demokraten im US-Kongress könnten in wenigen Tagen ein zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump auf den Weg bringen. Die Impeachment-Abstimmung im Repräsentantenhaus könne Mitte kommender Woche stattfinden, sagte die ranghohe Abgeordnete Katherine Clark im Nachrichtensender CNN. In der von Demokraten beherrschten Kammer gilt eine Zustimmung als sicher. Das Verfahren käme danach allerdings in den US-Senat, wo eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig ist. Dafür wären auch Stimmen von Republikanern notwendig.

Die Demokraten warteten allerdings zunächst ab, ob Vizepräsident Mike Pence und andere Kabinettsmitglieder auf einem kürzeren Amtsenthebungsweg nach Zusatzartikel 25 zur US-Verfassung aktiv werden, schränkte Clark ein. Auslöser für die Forderungen, Trump weniger als zwei Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit noch aus dem Weißen Haus zu verbannen ist der Sturm seiner Anhänger auf das US-Parlament am Mittwoch. 

Es bliebe allerdings die Frage, ob ein ordentliches Amtsenthebungsverfahren bis zur Machtübergabe an Trumps Nachfolger Joe Biden am 20. Januar durch beide Parlamentskammern zu bekommen ist. Clark zeigte sich überzeugt, dass dies machbar sei: "Wir können sehr schnell sein, wenn wir wollen." 

+++ 14.03 Uhr: IWF sagt für China Wirtschaftswachstum von 7,9 Prozent voraus +++

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht China in diesem Jahr als einen der wichtigsten Motoren der Weltwirtschaft. Wie die Währungshüter nach Abschluss eines Gutachtens zur wirtschaftlichen Lage in der Volksrepublik mitteilten, werde 2021 mit einem Wachstum von 7,9 Prozent gerechnet. Das ist leicht weniger als die 8,2 Prozent, die der IWF noch im Oktober für China vorhergesagt hatte. Dennoch würde die chinesische Wirtschaft nach der IFW-Schätzung in diesem Jahr schneller wachsen als die meisten anderen Volkswirtschaften der Welt. 

+++ 13.32 Uhr: Buchhändler Thalia steigt aus Tarifbindung aus +++

Deutschlands größter Buchhändler Thalia steigt aus der Tarifbindung aus. Das Unternehmen sei deutschlandweit zum 1. Januar 2021 in eine Mitgliedschaft im Handelsverband ohne eine Tarifbindung gewechselt, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. "Wo der Tarif galt, bleibt das bisherige Gehalt unverändert", betonte sie. Aufgrund des Tarifausstiegs würden zukünftige Tariferhöhungen aber nicht mehr automatisch umgesetzt. Stattdessen will Thalia die Höhe der Gehaltssteigerungen künftig an den jeweilig aktuellen Unternehmenserfolg koppeln. 

Bei der Gewerkschaft Verdi stieß der Schritt des Buchhandelsriesen auf scharfe Kritik. Thalia zerschlage die Sozialpartnerschaft und begehe Tarifflucht, erklärte der Verdi-Landesverband Berlin-Brandenburg. Die Verdi-Fachbereichsleiterin Handel in Hamburg, Heike Lattekamp, warf Thalia vor, das Unternehmen nutze "die Widrigkeiten der Corona-Pandemie und den Jahreswechsel schamlos aus, um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verschlechtern".

+++ 12.44 Uhr: Gericht - Ärzte dürfen Geräte bei todkranker Pippa abstellen +++

Ein britisches Gericht hat entschieden, dass die Ärzte im Fall der todkranken Pippa, 5, die Geräte abstellen dürfen. Die lebenserhaltenden Maßnahmen sollten beendet werden, teilte der High Court in London am Freitag mit. Die Fünfjährige liegt seit rund zwei Jahren mit schweren Hirnschäden in einem Londoner Krankenhaus. Die Ärzte haben keine Hoffnung mehr und wollen die lebenserhaltenden Maßnahmen beenden, die Mutter wehrte sich jedoch dagegen vor Gericht. Der Fall sei "herzzerreißend", sagte der Richter in London. Allerdings könne Pippa ihre Umwelt oder Interaktionen mit anderen Menschen nicht wahrnehmen. Eine Verlegung nach Hause mit speziellen Geräten, wie sie die Mutter gefordert hatte, sei daher nicht sinnvoll. Pippa leidet in Folge einer schweren Grippeerkrankung an einer sogenannten akuten nekrotisierenden Enzephalopathie. 

+++ 11.01 Uhr: Britische Unternehmen bekommen Brexit-Folgen zu spüren +++

Gut eine Woche nach dem endgültigen Austritt Großbritanniens aus dem Binnenmarkt und der Zollunion zum Jahreswechsel machen sich die Folgen beim Warenverkehr bemerkbar. Der Paket-Dienstleister DPD zog nun Konsequenzen und stellte Lieferungen von Großbritannien auf den europäischen Kontinent und nach Irland vorübergehend ein. Grund sei die erhöhte Belastung durch die erforderliche Zollbürokratie, wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilte. Schwierigkeiten gibt es auch für die Textileinzelhändler, deren Waren häufig in Asien hergestellt werden. Dem an Heiligabend vereinbarten Handelspakts zufolge fallen für Kleider und Accessoires, die beispielsweise aus Bangladesch oder Kambodscha stammen, nun Zölle an, sollten sie von Großbritannien aus auf die irische Insel oder den Kontinent geliefert werden. Die neuen Regeln betreffen außer dem EU-Mitglied Irland auch das zum Vereinigten Königreich gehörende Nordirland. Die Unternehmen John Lewis und TKMaxx stellten Lieferungen nach Nordirland vorübergehend ein. Das Warenhaus Debenhams nahm seinen Online-Shop für Irland vom Netz. Probleme gibt es auch für Exporteure von Fisch- und Meeresfrüchten, die ihre Waren nun aufwendige Erklärungen ausfüllen müssen. Die Chefin des Verbands Seafood Scotland, Donna Fordyce, sprach von einem "perfekten Sturm" aus Folgen der Corona-Pandemie und dem Brexit für die Branche. 

+++ 10.36 Uhr: Deutschlands Exporte legen im November erneut zu +++

Nach dem historischen Einbruch in der ersten Corona-Welle hat sich der deutsche Außenhandel im November weiter erholt. Die Exporte legten um 2,2 Prozent gegenüber dem Vormonat Oktober zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Mit einem Minus von 4,7 Prozent liegen die Ausfuhren aber noch immer unter dem Stand von Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Pandemie in Deutschland. Für das Gesamtjahr zeichnet sich ein herber Rückgang ab.

+++ 10.20 Uhr: Bericht: Koalition will neues Gesetz gegen Hass im Netz beschleunigt beschließen +++

Nach den Unruhen in Washington will die große Koalition das neue Gesetz gegen Hass im Netz einem Bericht zufolge im beschleunigten Verfahren auf den Weg bringen. "Die Erstürmung des Kapitols macht noch einmal deutlich, welche Wirkungsmacht den sozialen Netzwerken innewohnt", sagte Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) der "Rheinischen Post". SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese sagt der Zeitung, es sei "höchste Zeit", dass das Gesetz in Kraft trete.

+++ 10.10 Uhr:  Drei Todesstrafen in Pakistan wegen Blasphemie verhängt +++

In Pakistan hat ein Anti-Terror-Gericht Todesstrafen gegen drei Männer wegen Blasphemie verhängt. Zudem verurteilte das Gericht mit Sitz in Islamabad einen Professor zu einer zehnjährigen Haftstrafe, wie ein Beamter am Freitag mitteilte. Gegen die vier Männer sei bereits 2017 ermittelt worden. Ihnen wird die Beleidigung des muslimischen Propheten Mohammed vorgeworfen. Die Männer können gegen das jeweilige Urteil Berufung einlegen.

+++ 10.24 Uhr: Frauen-Union will Merz nicht als CDU-Chef +++

Die Frauen in der CDU wollen den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz nicht als Parteichef haben. "Wir brauchen jetzt einen starken Zusammenhalt, damit die CDU weiter die führende Partei in der Mitte der Gesellschaft bleibt", sagte die Vorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz, dem "Spiegel". "Deshalb hat die Frauen-Union der CDU eine klare Präferenz für Armin Laschet und Norbert Röttgen für den Parteivorsitz."

+++ 9.01 Uhr: Bundesregierung warnt vor Einflussnahme türkischer Rechtsextremisten auf Parteien +++ 

Türkische Rechtsextremisten versuchen nach Einschätzung der Bundesregierung Einfluss auf die öffentliche und politische Meinungsbildung in Deutschland zu nehmen. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, aus der die "Welt" zitierte. Demnach seien Teile der Anhängerschaft des türkischen Rechtsextremismus bemüht, "über die Nähe zu politischen Entscheidungsträgern und Parteien Einfluss auf den politischen Diskurs innerhalb der deutschen Mehrheitsgesellschaft zu nehmen".

+++ 8.11 Uhr: Mutmaßlicher Drahtzieher der Bali-Attentate aus der Haft entlassen +++

Der radikale indonesische Prediger und mutmaßliche Drahtzieher der blutigen Bali-Attentate, Abu Bakar Bashir, ist am Freitag vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Der 82-Jährige hat fast zehn Jahre einer 15-jährigen Haftstrafe verbüßt, zu der er wegen der Unterstützung eines Ausbildungslagers für Terroristen in der Provinz Aceh verurteilt worden war. 55 Monate Haft seien ihm wegen guter Führung erlassen worden, teilten die Justizbehörden in dem südostasiatischen Inselstaat mit.

+++ 8.09 Uhr: Unbekannte randalieren am Impfzentrum Rostock - Täter flüchtig +++

Unbekannte haben am Impfzentrum in Rostock randaliert und Schäden in noch unbekannter Höhe angerichtet. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden nach einer ersten Übersicht unter anderem mehrere mobile Heizgeräte umgeworfen. Da diese wohl nicht mit Kraftstoff befüllt waren, sei zum Glück kein Feuer ausgebrochen. Die Geräte standen in einem Zelt, was vor den festen Räumen des Impfzentrums in den Messeräumen aufgebaut ist. Der Fall sei einer Polizeistreife kurz nach Mitternacht aufgefallen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

+++ 7.44 Uhr: Neun Menschen bei Totenwache in Mexiko erschossen +++

Erneut hat es in Zentralmexiko einen tödlichen Angriff auf eine Trauerfeier gegeben. Unbekannte erschossen am Donnerstagabend (Ortszeit) neun Menschen vor einem Wohnhaus in der Stadt Celaya, in dem eine Totenwache stattfand, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Ein weiteres Opfer sei verletzt worden. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Im vergangenen September hatte es in der Region innerhalb weniger Wochen zwei Angriffe auf Totenwachen mit insgesamt mindestens 14 Toten gegeben - einer davon in Celaya. Nach jüngsten Statistiken werden derzeit in dem nordamerikanischen Land mit knapp 130 Millionen Einwohnern pro Tag fast 100 Morde registriert - in Deutschland waren es 2019 insgesamt 245. Die meisten Verbrechen in Mexiko werden nie aufgeklärt.

+++ 5.04 Uhr: Nordiren spüren den Brexit im Supermarkt +++

In Nordirland bekommen Verbraucher den Brexit wenige Tage nach dem Ende der Übergangsphase bereits im Supermarkt zu spüren. "Die Menschen hier beschweren sich über leere Regale in den Supermärkten", sagte die nordirische Konfliktforscherin und Brexit-Expertin Katy Hayward von der Queen's University Belfast der Deutschen Presse-Agentur. Insbesondere bei frischen Produkten komme es zu Störungen der Lieferketten. Unternehmen seien unsicher, welche Formulare bei der Einfuhr notwendig sind. "Viele merken, dass sie nicht vorbereitet sind", so Hayward. Das sei nicht überraschend - normalerweise brauche es Jahre, um solche aufwendigen Veränderungen umzusetzen. Viele Firmen verschieben daher ihre Fahrten, was sich bei frischen Produkten als erstes bemerkbar macht.

+++ 4.41 Uhr: Frontmann von Jamiroquai - War bei Sturm auf Kapitol nicht dabei +++

Der für seine verrückten Kopfbedeckungen bekannte Frontmann der britischen Band Jamiroquai, Jay Kay, hat sich nach eigenen Angaben nicht in Fellmütze mit Büffelhörnern an der Erstürmung des Kapitols in Washington beteiligt. "Einige von euch denken vielleicht, dass ihr mich vergangene Nacht in Washington gesehen habt. Aber ich fürchte, ich war nicht bei diesen Freaks", erklärte der 51-Jährige am Donnerstag in einer Videobotschaft auf dem Twitter-Konto der Band.

+++ 0.46 Uhr: Röttgen: Bundesregierung soll Klima-Beauftragten mit Kabinettsrang ernennen +++

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat für die Einsetzung eines "Klimasonderbeauftragten" der Bundesregierung plädiert. In einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Freitagsausgaben) verwies Röttgen darauf, dass der künftige US-Präsident Joe Biden in Ex-Außenminister John Kerry einen solchen Sonderbeauftragten für die Klimapolitik ernannt hat.

+++ 0.05 Uhr: Komiker Jim Carrey karikiert Trump als "Killer Clown" +++

Hollywood-Komiker Jim Carrey (58, "Bruce Allmächtig") hat den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump in einer Karikatur als "Killer Clown" dargestellt. Nach dem gewaltsamen Sturm des Kapitols durch Trump-Anhänger am Mittwoch postete der Schauspieler auf Twitter eine bissige Zeichnung, die Trump mit einem Golfball als Clown-Nase, rot-verschmierten Lippen und grün umrandeten Augen zeigt.

tis / fs DPA AFP

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