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Notre-Dame in Flammen: Feuer brach auf Dachboden aus: Was bislang alles über die Hintergründe bekannt ist

Stundenlang steht die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame in Flammen. Die Suche nach den Ursachen des Brandes hat bereits begonnen. Waren Renovierungsarbeiten der Auslöser? 

Brennendes Wahrzeichen: Augenzeugenvideos: Hier stürzt der Spitzturm von Notre-Dame ein

Ein verheerendes Feuer hat die weltberühmte Pariser Kathedrale Notre-Dame verwüstet. Über Stunden schlugen am Montagabend Flammen lichterloh aus dem Dachstuhl des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt. Der kleine Spitzturm in der Mitte des Dachs brach zusammen. Aus den beiden großen Türmen der Kathedrale drang schwarzer Rauch. Die Feuerwehr äußerte sich am späten Abend aber zuversichtlich, dass die Kathedrale nicht völlig zerstört wird.

Wie der Brand entstanden ist, steht noch nicht fest. Das Feuer könne aber mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen, berichtete AFP unter Berufung auf die Feuerwehr. Es sei auf dem Dachboden ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden. Auf dem Dach der Kathedrale war ein Baugerüst angebracht. 

Aus der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame schlagen meterhohe Flammen

Aus der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame schlagen meterhohe Flammen

AFP

Die französische Hauptstadt und das ganze Land waren in den vergangenen Jahren von einer islamistischen Terrorwelle getroffen worden. Die Terrorfrage stellte sich auch jetzt wieder - schließlich war auch Notre-Dame ein potenzielles Ziel von Attentätern. Die Polizei geht aber am Abend zunächst nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. 

Witterung setzte Notre-Dame zu 

Die Geschichte der Kathedrale reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Die Dimensionen der im gotischen Stil konstruierten und der Jungfrau Maria geweihten Kirche mit ihren beiden majestätischen Türmen sind gewaltig: Die Kathedrale ist 127 Meter lang, 40 Meter breit und bis zu 33 Meter hoch.

Witterung und Luftverschmutzung haben dem Baudenkmal über die Jahre schwer zugesetzt. An vielen Stellen bröckelte zuletzt die Bausubstanz - um Geld für die Sanierung aufzutreiben, war vor einiger Zeit eine Spendenaktion auf den Weg gebracht worden.

ivi / AFP / DPA