HOME

Pilgerstätten: Auf Pilgerfahrt - diese Fotos zeigen, was alle Religionen vereint

Chris Roche hat Pilger auf ihren Reisen in aller Welt begleitet. Seine Fotografien zeigen, was die Religionen vereint: Würde und Hingabe.

Pilger in aller Welt: Bilder voller Würde und Hingabe von Chris Roche

Äthiopien / Prozession

Tagelang sind die Gläubigen gelaufen, um das orthodoxe Weihnachtsfest zu feiern. Die ganze Nacht hindurch haben sie in der Bibel gelesen, gebetet, auf Felsen geschlafen. Es mischt sich der Geruch von Kerzen, Menschen und Rauch mit den Tönen von Trommeln und Gesang. Nun, am Morgen, folgen sie den Priestern hinunter in die Felsenkirchen in Lalibela.


Nordindien, Varanasi: An einem Teestand fällt dem Fotografen ein älterer Sadhu auf, ein hinduistischer Mönch, der sich der Askese verschrieben hat. Tausende Hindu-Pilger baden hier in Varanasi im heiligen Wasser des Ganges und bestatten im Fluss ihre Toten. Chris Roche fragte den Mann, ob er sein Porträt aufnehmen dürfe. Der Mönch gab ihm die Erlaubnis.

"Ich war davon ausgegangen, dass er mich ignorieren und gewähren lassen würde", berichtet Roche. Der Mönch aber zog sich sofort aus und sprang für den Fotografen in den Ganges, einen der schmutzigsten Flüsse der Welt. "Ich denke, er wusste, dass ich ihn vom Ufer aus nicht würde fotografieren können", sagt Roche. Also zog auch er sich aus und folgte ihm. Das Wasser stand ihm bis ans Kinn, als er auf den Auslöser drückte, ganz nah an Baba Laxman, dem Mönch mit dem stolzen Blick.

Teil unserer Menschlichkeit

Fünf Jahre lang fotografierte der Kanadier Pilger überall auf der Welt, und manchmal forderten ihn die Gläubigen auch heraus – wie der Mönch am Ganges.

Indien / Askese  Sadhu Baba Laxman nimmt ein Bad im Fluss Ganges in Varanasi. Mönche wie er leben meist in Isolation, zurückgezogen auf Bergen oder in Wäldern, ohne eigenen Besitz. Gläubige geben ihnen, was sie zum Leben brauchen. Und verehren die heiligen Männer im ganzen Land.

Indien / Askese

Sadhu Baba Laxman nimmt ein Bad im Fluss Ganges in Varanasi. Mönche wie er leben meist in Isolation, zurückgezogen auf Bergen oder in Wäldern, ohne eigenen Besitz. Gläubige geben ihnen, was sie zum Leben brauchen. Und verehren die heiligen Männer im ganzen Land.


Roche spürte der Schönheit der alten Rituale nach, die oft eingebettet sind in außergewöhnliche Landschaften. Pilger beten im Hochgebirge von Tibet und inmitten der Felsformationen von Äthiopien, im Eis der Anden und in abgelegenen Dörfern des Kaukasus. "Jahrhundertelang haben Religionen den Menschen viel Leid gebracht", sagt er. "Aber eben auch viel Gutes."

Deutlich war überall die Würde der Menschen, die an den Prozessionen teilnahmen. Der Mensch, so beschloss Roche, sollte deshalb im Mittelpunkt seiner Bilder stehen – nicht das Dogma des jeweiligen Glaubens. Das Gemeinsame aller Religionen interessierte ihn, nicht das Trennende. "Die Suche nach Gott war immer eine universelle Reise. Sie ist Teil unserer Menschlichkeit."

Vor allem die wenig bekannten Glaubensrichtungen interessierten ihn. Seine erste Reise führte ihn deshalb nach Äthiopien, Heimat orthodoxer Christen. Etwa 48 Millionen Menschen bekennen sich dort zu dem alten Glauben, der am Horn von Afrika lebendig geblieben ist.

Bücher aus dem Projekt "Devotion – Hingabe" des vielfach ausgezeichneten Fotografen Chris Roche kann man auf seiner Website erwerben: chrisrochephotographer.co.uk

Bücher aus dem Projekt "Devotion – Hingabe" des vielfach ausgezeichneten Fotografen Chris Roche kann man auf seiner Website erwerben: chrisrochephotographer.co.uk

Ein Kind zeigte Roche den Weg durch einen unterirdischen Korridor nach Bet Maryam, eine der Felsenkirchen von Lalibela, gebaut bereits im 13. Jahrhundert. Majestätisch wie Monolithen ragen sie aus den Steinformationen. Den Gesang der Pilger und Priester konnte Roche bereits aus der Ferne hören, wie eine Bibelszene kam ihm das vor. Tausende feierten Genna, das Weihnachtsfest, viele waren Wochen unterwegs, sie reisten ohne Gepäck, schliefen auf Felsen.

Im russischen Kaukasus erkundete der Fotograf die Glaubenswelt des sufitischen Islam, im iranischen Kurdistan besuchte er das Fest Pir Shalyar, eine Tradition, die bereits vor dem Islam entstanden ist. So verabschieden die Kurden bis heute den Winter. Wunderschön liegen die alten Terrassenhäuser des Dorfes Uramantakht an den Hängen des Zagros-Gebirges. Derwische tanzen sich in Trance, lassen ihr langes Haar durch die Luft kreisen.

Tourismus bedroht alte Pilgerstätten

Auf dem Fest des Scheinenden Schnees in Peru versammeln sich 80.000 Menschen am heiligen Berg Qullqip'unqu. Inka-Traditionen vermischen sich mit Volksglauben und katholischen Bräuchen. Mit Gläubigen überquerte Roche einen Gletscher, als ihn plötzlich eine Gruppe Männer umzingelte. Ein Anführer erklärte dem Fotografen, dass er als Fremder nicht am Heiligen Berg sein dürfe. Roche erklärte respektvoll, warum er fotografieren wolle. Der Anführer befahl daraufhin seine Auspeitschung – ein Ritual, das jeder Pilger auf sich nehmen muss. Er durfte bleiben. "Es war ein symbolischer Akt", sagt Roche, "aber ich werde es nicht vergessen."

Die Gletscher in den peruanischen Anden schrumpfen. Globalisierung und Tourismus bedrohen viele alte Pilgerstätten. So hielt Roche auf seiner Reise auch eine schwindende Welt fest. "Ich hoffe, dass mein Projekt zeigt, wie wichtig diese Traditionen sind", sagt Roche. Denn sie führen zurück bis zum Beginn unserer Zeit.

Klaus Becker Fallback
Themen in diesem Artikel
CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.