VG-Wort Pixel

Entwarnung nach Bombendrohung Pilgerstätte Lourdes für fünf Stunden geräumt


Ein falscher Bombenalarm hat am Sonntag im französischen Wallfahrtsort Lourdes zeitweise zehntausende Gläubige aufgeschreckt. Die Polizei durchsuchte die berühmte Pilgerstätte mit Spürhunden, fand aber keinen Sprengstoff, wie der Präfekt des Départements Hautes-Pyrénées, René Bidal, mitteilte. Daraufhin wurden die Heiligtümer am Nachmittag wieder für die Pilger geöffnet.

Nach einer Bombendrohung ist am Sonntag der südfranzösische Wallfahrtsort Lourdes vorübergehend evakuiert worden. Rund 30.000 Pilger befanden sich nach Angaben eines Sprechers vor Ort, als die örtliche Polizei am späten Morgen eine Bombendrohung erhielt. Etwa 900 Schwerkranke wurden zum Teil auf Tragen in Sicherheit gebracht, wie Bürgermeister Jean-Pierre Artiganave im Radiosender France-Info sagte. Sprengstoffexperten hätten währenddessen die Marienwallfahrtsstätte mit Spürhunden durchsucht.

Nach etwa fünf Stunden wurde das Gelände wieder freigegeben, wie ein Sprecher der Wallfahrtsstätte sagte. Über die Quelle der Bombendrohung wurde zunächst nichts bekannt.

Während Sprengstoffexperten den Wallfahrtsort durchsuchten, wurde im Zentrum der abgeriegelten Stätte dennoch wie geplant ein Gottesdienst abgehalten, an dem aber lediglich sechs Priester sowie Angestellte der Wallfahrtstätte teilnahmen. Die Messe wurde auf der Website TV Lourdes ausgestrahlt. Nachdem die Polizei Entwarnung gegeben hatte, wurden auch die restlichen religiösen Feierlichkeiten wieder aufgenommen.

Am 15. August, dem katholischen Feiertag Mariä Himmelfahrt, kommen alljährlich besonders viele Gläubige nach Lourdes. Dem Quellwasser des am Fuße der Pyrenäen gelegenen Wallfahrtsorts werden Heilkräfte nachgesagt. Unter den Pilgern befinden sich zahlreiche Kranke und Behinderte, die sich eine Linderung ihrer Leiden erhoffen.

APN/AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker