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Sachsen: Polizei jagt Mörder von Corinna

Die Ermittler versuchen mit Hochdruck, den Tod der neunjährigen Corinna aufzuklären. Im nordsächsischen Eilenburg hat die Polizei dazu eine Sonderkommission eingerichtet. Genaue Angaben zu den Todesumständen gibt es noch nicht, doch die "Soko Corinna" geht von einem Gewaltverbrechen aus.

Nach dem Tod der neunjährigen Corinna aus dem nordsächsischen Eilenburg arbeiten die Ermittler mit Hochdruck an der Aufklärung des mutmaßlichen Verbrechens. Die Polizei richtete eine Sonderkommission mit dem vorläufigen Namen "Soko Corinna" ein, die am Donnerstagmorgen vom Polizeirevier in Eilenburg aus ihre Arbeit aufnehmen sollte. Corinnas Leiche war am Mittwoch nach knapp 24-stündiger Suche an einem Nebenarm des Flusses Mulde nahe ihres Wohnhauses gefunden worden. Die Todesumstände sind noch unklar, vermutlich sei das Mädchen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen, teilte die Polizei mit. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Die Polizei hat die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Gesucht werden Zeugen, die das Kind nach seinem Verschwinden vom Hof des elterlichen Wohnhauses am Dienstagnachmittag noch gesehen haben.

Suchtrupps von Polizei und Feuerwehr hatten den ganzen Mittwoch lang die beschauliche 17.000-Einwohner-Stadt nach Corinna durchkämmt. Die Schülerin war von ihrer Familie am Dienstagabend als vermisst gemeldet worden. Die als zuverlässig geltende Neunjährige hatte im umzäunten Hof gespielt und war nicht wie verabredet um 18 Uhr in die Wohnung zurückgekehrt.

Ihr lebloser Körper steckte in einem Sack

In Sachsen wurden sofort Erinnerungen an den Sommer 2008 wach. Vor einem Jahr im August war die achtjährige Michelle aus Leipzig auf dem Heimweg von den Ferienspielen verschwunden. Nach drei Tagen wurde ihre Leiche in einem Ententeich gefunden. Ihr mutmaßlicher Mörder wurde erst sieben Monate später gefasst. Es war ein junger Mann aus der Nachbarschaft.

DPA/AP / AP / DPA
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