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Zwei Jahre nach Anschlag: Säure-Opfer Vanessa Münstermann ist Mutter geworden

Im Februar 2016 überlebte Vanessa Münstermann den Säure-Angriff ihres damaligen Freundes - nun ist sie Mutter einer Tochter geworden. Der Vater ist ihre Jugendliebe, mit dem sie nach dem Schicksalsschlag zusammengekommen ist.

Vanessa Münstermann

Vanessa Münstermann mit ihrer neugeborenen Tochter

DPA

Seit der Säure-Attacke ihres Ex-Freundes macht anderen Gewaltopfern Mut. Neben der Arbeit für ihren Verein "Ausgezeichnet" hat sie jetzt eine neue große Lebensaufgabe: Vor wenigen Tagen ist die 29-Jährige in Hannover Mutter geworden. Eigentlich habe sie die Geburt der Tochter und den Vater aus der Öffentlichkeit heraushalten wollen, teilte Vanessa Münstermann mit. "Nachdem mir aber so viele Menschen Glück gewünscht und Mut gemacht haben, möchte ich zumindest dieses eine Mal eine Botschaft senden", erklärte sie. "Danke an alle, die mir Mut gemacht haben."

"Die Geburt zeigt: Es geht immer weiter"

Vanessa Münstermann überlebte im Februar 2016 den Säure-Angriff ihres Ex-Freundes - seither ist ihre linke Gesichtshälfte zerstört, die junge Frau verlor ein Auge und ein Ohr. Doch die Kosmetikerin versteckt sich nicht. 2017 gründete sie ihren Verein, um Menschen in ähnlicher Lage zu helfen. Die Tat hat ihr Leben verändert. "Aber auch die Geburt meines Mädchens zeigt: Es geht immer weiter, auch nach einem schlimmen Schicksalsschlag", sagte Vanessa.

Das Baby wog bei der Geburt 4005 Gramm und ist 54 Zentimeter groß. Der Vater ist die Jugendliebe von Vanessa. Nach dem Anschlag meldete sich der Mechatroniker bei ihr und beide verliebten sich neu in einander. Ihr Ex-Freund sitzt wegen der Säure-Attacke eine zwölfjährige Haftstrafe ab. Die 29-Jährige hat den Mann außerdem auf Schmerzensgeld verklagt.

nik/DPA
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