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News des Tages: 25-Jähriger tötet Eltern, Großeltern und Bruder mit einer Axt

Bahnkunden holen sich Millionen zurück - wegen Zugverspätungen +++ Häftling nutzt "Fachkenntnisse" zur Rettung eines Mädchens +++ Bahn muss Fahrgästen deutlich höhere Entschädigungen zahlen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Eine Axt steckt in einem Holzblock. Mit solch einem Werkzeug hat in Sofia ein junger Mann seine Familie ausgelöscht

Eine Axt steckt in einem Holzblock. Mit solch einem Werkzeug hat in Sofia ein junger Mann seine Familie ausgelöscht

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Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Sohn löscht Familie mit Axt aus (14.56 Uhr)
  • Bahnkunden holen sich Millionen zurück (14.21 Uhr)
  • Suche nach Fünfjähriger in Hessen (13.32 Uhr)
  • IS-Kämpfer: Deutschland will mit USA sprechen (11.33 Uhr)
  • 16-Jährige sticht auf ihre schwangere Mutter ein (10.42 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:        

+++ 23.33 Uhr: Fliegerbombe in Nürnberg gesprengt +++

Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Nürnberg gesprengt worden. Das bestätigte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur am späten Abend. Eine größere Brandentwicklung gab es nach ersten Erkenntnissen nicht, über Schäden in der Umgebung war zunächst nichts bekannt. Der Sprengmeister wollte den Fundort inspizieren. Die 250 Kilogramm schwere Bombe war am Vormittag bei Bauarbeiten gefunden worden, eine Entschärfung war nicht möglich. In einem Umkreis von 1000 Metern um den Fundort im Stadtteil Höfen mussten rund 8000 Menschen das Gebiet verlassen - darunter etwa 5000 Anwohner. Rund 1000 Sicherheitskräfte waren nach Angaben der Feuerwehr im Einsatz.

+++ 23.30 Uhr: Richter in Nicaragua verurteilt Oppositionsführer zu 216 Jahren Haft +++

Ein regierungsnaher Richter in Nicaragua hat nach Medienberichten einen Anführer der zivilen Opposition zu einer Haftstrafe von 216 Jahren verurteilt. Medardo Mairena wurde wegen den Vorwürfen des Terrorismus und organisierter Kriminalität zu einer dreifachen lebenslangen Strafe verurteilt, berichteten lokale Medien Der Anführer der Bewegung der Landwirte, der auch am Friedensdialog mit der autoritären Regierung unter Präsident Daniel Ortega teilgenommen hatte, müsse aus verfassungsrechtlichen Gründen zwar nur 30 Jahre der Strafe absitzen, so Richter Edgard Altamirano. Mairena dürfe das Gefängnis aber nicht vor 2048 verlassen.

Das mittelamerikanische Land kommt seit fast einem Jahr nicht zur Ruhe. Im April 2018 wollte Präsident Ortega eine Sozialreform durchsetzen, die Menschen gingen dagegen auf die Straßen. Zwar wurde die Reform zurückgenommen, aber regierungsnahe Schlägertrupps und die Polizei griffen die Proteste an. Seither sind laut Menschenrechtsgruppen mindestens 500 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte wurden festgenommen oder sind verschwunden. Die oppositionellen Kräfte des Landes werden immer weiter ausgedünnt, da sie entweder verhaftet wurden oder sich ins Exil retten mussten. 

+++ 22.55 Uhr: Protest vor Weißem Haus gegen Trumps Notstandserklärung                 

Hunderte Demonstranten haben am Montag vor dem Weißen Haus gegen die Notstandserklärung von US-Präsident Donald Trump protestiert. Trump verstoße gegen die Regeln, um seine Ziele zu erreichen, sagte der Demonstrant Sam Crook. Der Anhänger der US-Grünen bezeichnete den Präsidenten auf einem Plakat als "Möchtegern-Diktator". "Trump untergräbt die Verfassung", war auf anderen Schildern zu lesen. Trump habe eine "Krise erfunden", um den Notstand ausrufen zu können, sagte die Demonstrantin Allison Fultz.

Der US-Präsident hatte am Freitag zur Finanzierung der von ihm geforderten Mauer an der Grenze zu Mexiko den nationalen Notstand erklärt. Damit will er sich die Finanzmittel für den Mauerbau verschaffen, die ihm der Kongress verweigert hat. Um die Deklaration sind harte politische und juristische Auseinandersetzungen zu erwarten. Trump selber äußerte die Erwartung, dass der Streit letztlich vor dem Obersten Gericht des Landes landen wird. Die Bundesstaaten New York und Kalifornien kündigten bereits an, die Notstandserklärung vor Gericht anzufechten. 

+++ 21.35 Uhr: Juncker schließt britische Teilnahme an Europawahl nicht völlig aus +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hält es nicht für völlig undenkbar, dass die Briten wegen einer Verschiebung des Brexits noch einmal an der Europawahl teilnehmen. Er könne sich das nur schwer vorstellen und würde es "für einen Treppenwitz der Geschichte" halten, sagte Juncker in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung". "Aber ausschließen kann ich auch das nicht."  Beim Brexit seien "schon so viele Zeitpläne über den Haufen geworfen worden". Juncker fügte hinzu: "In Sachen Brexit ist es wie vor Gericht und auf hoher See: Man ist in Gottes Hand. Und immer ist es ungewiss, wann Gott richtig zugreift."

+++ 17.44 Uhr: Diesel-Bußgeldverfahren jetzt auch gegen Porsche +++

Im Zuge ihrer Ermittlungen zum Diesel-Skandal hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun auch ein Bußgeldverfahren gegen Porsche eingeleitet. Es bestehe der Verdacht, dass im Unternehmen eine Ordnungswidrigkeit begangen worden sei, sagte ein Sprecher der Behörde. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Seit Juli 2017 läuft gegen einzelne Mitarbeiter der Porsche AG bereits ein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal.

Porsche bestätigte, dass das Verfahren eingeleitet worden sei, "weil der Verdacht bestehen soll, dass Verantwortliche der Porsche AG es unterlassen hätten, erforderliche Aufsichtsmaßnahmen zu treffen, um Zuwiderhandlungen zu verhindern". Die Einleitung eines solchen Verfahrens sei nicht ungewöhnlich und bedeute auch nicht, dass es tatsächlich Verstöße gegeben habe. "Die Porsche AG geht davon aus, ihrer Aufsichtspflicht in der Vergangenheit umfassend nachgekommen zu sein", hieß es. Man werde mit den Behörden kooperieren.

+++ 17.43 Uhr: Ermittler verhören nach Dammbruch in Brasilien Minen-Mitarbeiter +++

Nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien hat die Staatsanwaltschaft mehrere festgenommene Mitarbeiter des Bergbaukonzerns Vale vernommen. Die Ermittler wollten bei dem Verhör klären, ab wann die Manager und Techniker Kenntnis von dem schlechten Zustand des Damms hatten, berichtete das Nachrichtenportal G1.  

Die Verdächtigen waren am Freitag festgenommen worden. Die Angestellten seien sich der Instabilität des Damms voll bewusst gewesen und hätten träge gehandelt, hieß es in der Begründung des Haftbefehls. Außerdem durchsuchten die Ermittler Büros von Vale und TÜV Süd. Mitarbeiter des Münchner Unternehmens hatten den Damm im vergangenen Jahr zweimal geprüft. Mindestens ein TÜV-Ingenieur soll offenbar Zweifel an der Stabilität des Damms angemeldet haben.

+++ 16.45 Uhr: Russischer Sender RT empört über Sperrung "weithin beliebter" Facebookseite +++

Die Sperrung einer zum russischen Fernsehsender RT gehörenden Facebookseite hat für Empörung in Moskau gesorgt. "Wir haben keinerlei Facebookregeln gebrochen", beschwerte sich RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan im Messengerdienst Telegram. Facebook habe die "weithin beliebte" Seite des englischsprachigen RT-Projekts In the Now nach einem Bericht des US-Senders CNN gesperrt, "ohne die Anschuldigungen zu darzulegen". Der CNN-Bericht hatte offengelegt, dass In the Now - ebenso wie RT - vom russischen Staat finanziert wird. Simonjan argumentierte, es sollte kein Problem sein, dass die Seite die russische Finanzierung den Nutzern gegenüber nicht offen kommuniziert hätte.

+++ 16.40 Uhr: Belohnung nach plötzlichem Messerangriff auf Radfahrerin in Lingen ausgesetzt +++

Nach einem nächtlichen Messerangriff auf eine Radfahrerin in Lingen hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Für entsprechende Hinweise würden 3000 Euro gezahlt, teilte die Polizei in der niedersächsischen Stadt am Montag mit. Zwei dunkel gekleidete und vermutlich maskierte Unbekannte hatten die 44-Jährige in der Nacht zu Sonntag in einer teilweise von Feldern gesäumten schlecht beleuchteten Stichstraße unvermittelt vom Fahrrad gezogen. Dann stachen sie nach Angaben der Ermittler mit einem Messer auf sie ein. Die Täter flüchteten aber, als das Opfer um Hilfe schrie.

+++ 16.33 Uhr: Wachteln sind Hennen im Sinne des Gesetzes +++

Vor dem Gesetz sind Wachteln und Hennen gleich. Das hat das Verwaltungsgericht Osnabrück entscheiden und damit die Klage eines Eierproduzenten gegen den Landkreis Bentheim abgewiesen. Schon das Wort "Henne" umfasse nach dem allgemeinen deutschen Sprachgebrauch die weibliche Form der Hühnervögel, hieß es im Urteil. Das klagende Unternehmen hatte laut Gericht in der Gemeinde Hoogstede fünf Wachtelställe zur Eierproduktion mit insgesamt 75.000 Tieren geplant. (Az.: 2 A 38/17)

+++ 16.11 Uhr: Experten untersuchen Handgranate nach Fund auf Autobahnraststätte +++

Nach dem Fund einer Handgranate neben einem Autobahnrestaurant nahe Wiesbaden untersuchten Experten der Polizei den verdächtigen Gegenstand. Noch sei nicht klar, ob es sich um einen gefährlichen Sprengkörper handelte, sagte ein Sprecher. Ein Mitarbeiter des Restaurants war in der Nacht zum Montag auf die Handgranate gestoßen, als er vor der Tür des Restaurants sauber machte. 

+++ 15.40 Uhr: Tödlicher Unfall durch Polizeiauto - Beamter außer Dienst +++

Ein Polizist, der vor gut einem Jahr mutmaßlich alkoholisiert in Berlin einen tödlichen Unfall verursacht haben soll, darf nicht mehr zum Dienst. Gegen ihn laufe neben den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ein Disziplinarverfahren, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Sie habe allen Beamten empfohlen, bei schweren Unfällen freiwillig einen Atemalkoholtest zu machen, "um jedem Verdacht vorzubeugen".

+++ 15.23 Uhr: Mindestens 13 Tote bei Doppelexplosion in syrischer Rebellenhochburg +++

Bei einer Doppelexplosion in der syrischen Rebellenhochburg Idlib sind Aktivisten zufolge mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Bei mindestens zehn der Opfer handele es sich um Zivilisten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Identität der anderen sei noch unklar. Mindestens 25 Menschen seien verletzt worden.

+++ 15.15 Uhr: Schwedin wegen Protestaktion gegen Abschiebung eines Afghanen verurteilt +++

Eine schwedische Studentin ist wegen einer Protestaktion gegen die Abschiebung eines afghanischen Asylbewerbers zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Weil sie mit ihrer Aktion einen Flug, mit dem der Afghane aus Schweden abgeschoben werden sollte, verzögerte und nach Auffassung des Gerichts in Göteborg gegen Sicherheitsregeln in der Luftfahrt verstieß, wurde eine Geldstrafe von umgerechnet 285 Euro gegen die Soziologiestudentin verhängt. Die 21-jährige Elin Ersson hatte im Juli 2018 ihre Protestaktion an Bord einer Turkish-Airlines-Maschine gefilmt und live im Internet übertragen. Die Maschine sollte von Göteborg nach Istanbul fliegen. Ersson stand in Kontakt mit Angehörigen des afghanischen Asylbewerbers, der abgeschoben werden sollte. 

+++ 14.56 Uhr: Sohn löscht Familie mit Axt aus - Entsetzen in Sofia +++

Die grausame Tötung einer ganzen Familie erschüttert Bulgarien: Ein Mann soll mit einer Axt seine Eltern, seine Großmutter und seinen Bruder erschlagen haben, wie die Polizei mitteilte. Die vier Leichen seien in ihrem Haus in Nowi Iskar am Rande der Hauptstadt Sofia entdeckt worden - nachdem der getötete Vater seit zwei Tagen nicht zur Arbeit erschienen war. Das Tatmotiv war zunächst unklar. Die Polizei nahm den verdächtigen 25-Jährigen  fest. Nachbarn der Familie sagten der Zeitung "24 Tschassa", der junge Mann habe psychische Probleme. In Nowi Iskar hatte es erst zu Beginn 2018 einen sechsfachen Mord an einer Familie gegeben. 

+++ 14.46 Uhr: Studentin will sich gegen Verschleierungs-Verbot wehren +++

Der Streit um das Vollverschleierungs-Verbot in Lehrveranstaltungen der Universität Kiel geht voraussichtlich in eine neue Runde. Sie werde "auf alle Fälle" juristisch gegen das Verbot vorgehen, sagte die betroffene Studentin, eine zum Islam konvertierte Deutsche, den "Kieler Nachrichten". Es hätten sich bereits mehrere Anwälte des Falls angenommen. Ein Verein, der sich für religiös Diskriminierte einsetze, unterstütze sie finanziell. 

Die Kieler Universität hatte das Verbot damit begründet, dass zu den Mindestvoraussetzungen für die Kommunikation in Forschung, Lehre und Verwaltung nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch Mimik und Gestik gehörten. Die Studentin, die ihr Gesicht mit einem Nikab (Gesichtsschleier) verhüllt, nannte die Argumentation "überzogen, symbolisch und argumentativ haltlos". Sie betrachte das Tragen des Nikab "in allererster Linie als Gottesdienst, durch den ich mich Gott nähere".

+++ 14.43 Uhr: SPD empfiehlt sich mit Sozialprogramm für Europawahl +++

Mit umfassenden sozialpolitischen Reformvorschlägen empfiehlt sich die SPD für die Europawahl am 26. Mai. Die Partei wolle "ein soziales Europa, das in die Zukunft investiert und in soziale Sicherheit", sagte Spitzenkandidatin Katarina Barley in Berlin. Der SPD-Vorstand beschloss einstimmig ein entsprechendes Wahlprogramm. "An jedem Ort in Europa sollen die Menschen von ihrer Hände Arbeit leben können", so Barley. In den einzelnen EU-Ländern sollten Mindestlöhne von 60 Prozent des mittleren Lohns geschaffen, in Deutschland solle die Lohnuntergrenze auf 12 Euro erhöht werden. Kommen sollen nach dem Willen der SPD Mindeststeuersätze und eine Digitalsteuer.

+++ 14.31 Uhr: Türkei: Erneut Festnahmen von Terrorverdächtigen - 800 in einer Woche +++

In der Türkei reißt auch mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Putschversuch von 2016 die Serie von Festnahmen angeblicher Terrorverdächtiger nicht ab. Allein am Montag wurden wieder rund 30 Menschen inhaftiert, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Allen würden Verbindungen zur Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fehtullah Gülen vorgeworfen. Die türkische Regierung macht Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Die neuen Festnahmen folgen auf eine der größten Fahndungsaktionen seit 2016 mit mehr als 1100 Haftbefehlen in der vergangenen Woche. Zählt man alle entsprechenden Anadolu-Berichte der Woche zusammen, wurden seit dem vergangenen Montag mindestens 800 Menschen inhaftiert. 

+++ 14.21 Uhr: Bahnkunden holen sich Millionen zurück - wegen Zugverspätungen +++

Ein paar Minuten können schon zu viel sein: Kommt der ICE zu spät, ist der Anschlusszug weg, und man wartet eine Stunde oder mehr auf dem Bahnsteig. Wegen solcher Ärgernisse muss die Bahn ihren Kunden immer höhere Entschädigungen zahlen. Im vergangenen Jahr waren es im Nah- und Fernverkehr insgesamt 53,6 Millionen Euro, wie eine Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Im Vorjahr ließen sich Bahn-Kunden 34,6 Millionen Euro erstatten. Immer mehr Reisende nehmen ihre Rechte wahr: 2,7 Millionen füllten im vergangenen Jahr das Fahrgastrechte-Formular aus, 50 Prozent mehr als 2017. Auch die durchschnittliche Entschädigungssumme steigt: Knapp 20 Euro waren es 2018, im Vorjahr noch gut 19 Euro.

Zahlreiche Eisenbahn-Unternehmen sind am Entschädigungssystem beteiligt, nicht nur die Deutsche Bahn. Der weitaus größte Teil der Summe betrifft aber üblicherweise den Fernverkehr, den fährt fast nur der Staatskonzern. Jeder vierte Fernzug kam 2018 zu spät. Die Bahn verwies auf viele externe Einflüsse: Stürme, Starkregen, Blitzeinschläge und Trockenheit bremsten die Züge aus. Hinzu kam eine Streckensperrung nach dem Brand in einem ICE und ein Warnstreik im Dezember. 

Bei der Entschädigung gilt: Kommt der Reisende mindestens eine Stunde zu spät, erhält er auf Antrag ein Viertel des Fahrpreises zurück. Ab zwei Stunden ist es die Hälfte. 

+++ 14.04 Uhr: Nach Nürnberger Messerattacke: Tatverdächtiger soll in Psychiatrie +++

Nach der Messerattacke auf eine junge Frau in Nürnberg hat die Staatsanwaltschaft für den Tatverdächtigen die Unterbringung in einer Psychiatrie beantragt. Nach derzeitigem Stand weise der 25-Jährige ein breitgefächertes psychisches Krankheitsbild auf, teilte die Staatsanwaltschaft in Nürnberg mit. Der als Kind in den 1990er-Jahren nach Deutschland gekommene Iraker wird verdächtigt, gestern eine 21 Jahre alte Frau mit einem Messer niedergestochen und schwer verletzt zu haben. Kurze Zeit später war er in einem Nürnberger Klinikum festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord aus.

+++ 13.44 Uhr: Umfrage vor Europawahl sieht deutliche Zugewinne bei Rechtspopulisten +++

Knapp hundert Tage vor der Europawahl sieht eine Umfrage in Deutschland und den anderen EU-Mitgliedstaaten deutliche Zugewinne bei den Rechtsextremen und den Rechtspopulisten. Wie aus der heute vom EU-Parlament veröffentlichten Umfrage hervorgeht, wäre die rechtsextreme ENF-Fraktion (Europa der Nationen und der Freiheit) der größte Gewinner der Wahl. Die Fraktion würde demnach mit 22 zusätzlichen Mandaten auf 59 Sitze kommen und damit viertstärkste Kraft werden. Bei der Verteilung der deutschen Sitze könnte die AfD die größten Zugewinne verbuchen und wäre statt wie bisher mit einem mit zwölf Abgeordneten in der EFDD-Fraktion (Europa der Freiheit und der direkten Demokratie) vertreten.

Europaweit bliebe die EVP-Fraktion (Europäische Volkspartei) stärkste Kraft im EU-Parlament, würde aber statt bisher 217 nur noch 183 Sitze gewinnen. Auch die Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) würde verlieren und statt 186 nur noch 135 Parlamentarier stellen. Die liberale Alde-Fraktion würde mit leichten Zugewinnen (75 statt bisher 68 Sitze) von der viertstärksten zur drittstärksten Fraktion. Bei der deutschen Sitzverteilung würden mit CDU/CSU Parteien der christdemokratischen Fraktion mit 29 statt 34 Sitzen weiter dominieren. Die Grünen-Fraktion würde mit 18 Sitzen aus Deutschland die Fraktion mit den zweitmeisten deutschen Abgeordneten. Die SPD wäre mit 15 statt 27 Abgeordneten in der S&D-Fraktion vertreten und damit drittstärkste Kraft aus Deutschland. Die FDP würde acht Sitze in der Alde-Fraktion stellen, die Linke ebenfalls acht in der GUE/NGL-Fraktion.

+++ 13.32 Uhr: Rettungskräfte suchen in Hessen mit Großaufgebot nach Fünfjähriger +++

In Nordhessen suchen Rettungskräfte mit einem Großaufgebot in der Fulda und auch an Land ein vermisstes fünfjähriges Mädchen. Von ihr fehlt seit gestern Nachmittag, als sie mit ihrer Mutter auf einem Spielplatz an dem Fluss in Guxhagen war, jede Spur, wie die Polizei Homberg heute mitteilte. In der Fulda suchen auch Taucher nach dem kleinen Mädchen.

Bereits gestern beteiligten sich laut Polizei rund 280 Einsatzkräfte an der Suche. Am Abend wurden auch eine Bahnlinie und ein Tunnel nach einem Hinweis abgesucht. Der Bahnverkehr wurde dafür zeitweise eingestellt. Heute wurde die Suche fortgesetzt. Dabei soll unter anderem eine Strecke von 14,5 Kilometern der Fulda abgesucht werden.

+++ 13.29 Uhr: Brandstiftung auf Balkon von syrischer Familie in Magdeburg +++

Nach einer Brandstiftung auf einem Balkon einer von einer syrischen Familie bewohnten Erdgeschosswohnung in Magdeburg ermittelt die Polizei. Die Flammen wurden nach Angaben der Beamten am späten Sonntagabend entdeckt und von der Feuerwehr gelöscht. Die Familie und die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Hauptstadt von Sachsen-Anhalt wurden unverletzt ins Freie gebracht.

Fast zeitgleich brannte in derselben Straße ein Auto, auch in diesem Fall war Brandstiftung die Ursache. Ein Zusammenhang beider Taten sei wahrscheinlich, hieß es. Die Ermittlungen würden in alle Richtungen geführt. Zeugen mit sachdienlichen Hinweisen sollten sich melden.

+++ 13.25 Uhr: Spektakulärer Drogenschmuggel-Prozess in Frankreich begonnen +++

Sechs Jahre nach einem Kokainfund auf einem Flughafen der Dominikanischen Republik hat heute im südfranzösischen Aix-en-Provence der Prozess gegen neun Angeklagte wegen organisierten Drogenschmuggels begonnen. Ihnen wird vorgeworfen, in einem Privatjet Drogen nach Frankreich geflogen zu haben. Der Fall hatte 2013 unter dem Titel "Air Cocaïne" für Furore gesorgt. Im März wurden die beiden Piloten einer Privatmaschine sowie die beiden Passagiere am Flughafen von Punta Cana in der Dominikanischen Republik festgenommen, nachdem an Bord 680 Kilogramm Kokain gefunden worden waren. Die Maschine stand kurz vor ihrem Abflug nach Saint-Tropez. Fünf Monate später wurden die Franzosen zu 20 Jahren Haft verurteilt. Während sie auf ihren Berufungsprozess warteten, gelang den beiden Piloten die Flucht nach Frankreich. Einer der beiden Passagiere durfte später auf legalem Weg dorthin zurückkehren.

Die Beschuldigten beteuern bis heute, von den in 26 Koffern versteckten Drogen an Bord der Maschine nichts gewusst zu haben. Einige der Angeklagten müssen sich wegen mindestens zwei weiterer Drogenflüge in den Monaten vor dem Fund verantworten. Von ihnen befindet sich derzeit nur der mutmaßliche Auftraggeber in Haft.

+++ 13.22 Uhr: Studentin will gegen Vollverschleierungsverbot an Kieler Uni vorgehen +++

Nach dem Verbot von Vollverschleierung an der Kieler Universität will die Studentin, die diese Entscheidung auslöste, juristisch dagegen vorgehen. Die Begründung sei "überzogen, symbolisch und argumentativ haltlos", sagte die junge Frau der Zeitung "Kieler Nachrichten". Das Grundgesetz betone persönliche Freiheit, Toleranz und Diversität, ergänzte sie. Die Universität in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt hatte Ende Januar Vollverschleierungen in Lehrveranstaltungen und Prüfungen grundsätzlich verboten, nachdem es mit der Frau zuvor zu einem Konflikt gekommen war. Sie war laut "Kieler Nachrichten" vollverschleiert in einer Lehrveranstaltung erschienen, der Dozent bat die Leitung der Hochschule nach dem Vorfall um eine Klärung.

Bei der jungen Frau handelt es sich laut Zeitung um eine zum Islam konvertierte Studentin. Der Deutsche Hochschulverband hatte sich schon Anfang 2017 für ein Verbot von Ganzkörperverschleierungen in Lehrveranstaltungen ausgesprochen. Dies sei zur Identifizierung von Prüflingen und die Bedeutung nonverbaler Kommunikation vertretbar.

+++ 12.59 Uhr: Fußball-Star Ribéry zum fünften Mal Vater +++

Fußball-Star Franck Ribéry (35) hat sich über die Geburt seines fünften Kindes gefreut. Der Offensivspieler des FC Bayern München fehlte deshalb heute beim Abflug seiner Mannschaft zum Auswärtsspiel gegen den FC Liverpool. Name und Geschlecht des Kindes sind bislang nicht öffentlich bekannt. 

Das Ehepaar Ribéry hatte bislang vier Kinder: Die Töchter Hiziya und Shakinez sowie die Söhne Saif und Mohammed. Franck Ribéry spielt seit 2007 für den FC Bayern, vier der fünf Kinder wurden in dieser Zeit geboren.

 +++ 12.54 Uhr: Netzwerk falscher Polizisten aufgeflogen +++

Eine Bande falscher Polizisten, die ältere Menschen angerufen und um mindestens 500.000 Euro gebracht haben soll, ist der Polizei ins Netz gegangen. Vor einer Woche wurden 20 Verdächtige ermittelt, wie die Kriminalpolizei Heilbronn jetzt mitteilte. Drei der mutmaßlichen Haupttäter sitzen in Untersuchungshaft, zwei weitere kamen gegen Auflagen frei, einer ist noch flüchtig.

Die hochmobile - laut Polizei bestens organisierte - Gruppe agierte in mehreren Regionen von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen. Bei Durchsuchungen von sieben Objekten in vier Bundesländern wurden Beweismittel gesichert - Goldschmuck, Goldbarren, Münzen, Bargeld und hochwertige Uhren. Zwölf Taten sind bislang bekannt. Die Anrufer saßen den Angaben nach in der Türkei. Auf dem Telefon-Display der Angerufenen erschien die Notrufnummer 110. Die Betrüger hatten im Telefonbuch nach älter klingenden Vornamen gesucht und vorwiegend alleinstehende Frauen angerufen, wie die Polizei erklärte.

+++ 12.50 Uhr: Deutscher Politiker soll früher Schwester von Wiener Kardinal begrapscht haben +++

Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn hat einem längst gestorbenen deutschen Politiker vorgeworfen, seine Schwester sexuell belästigt zu haben. Der Mann sei während eines Jagdausflugs im österreichischen Schruns aufdringlich geworden, sagte Schönborn im Interview mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Einen Namen nannte Schönborn nicht. "Meine Schwester war einmal mit Freunden im gleichen Lokal und als sie dort den Lift benutzt hat, kam der Politiker herein. Sie war mit ihm allein im Lift, und er hat sofort begonnen, sie zu begrapschen und sie wirklich schwer bedrängt", sagte Schönborn. Laut APA handelt es sich um einen früheren Ministerpräsidenten. Während heutzutage ein Rücktritt die Folge wäre, habe man das damals als Kavaliersdelikt gesehen, meinte der Erzbischof.

+++ 12.49 Uhr: Sieben britische Abgeordnete treten aus Labour-Partei aus +++

In Großbritannien sind sieben Angeordnete aus der oppositionellen Labour-Partei ausgetreten. Sie begründeten ihren Schritt mit dem Umgang von Parteichef Jeremy Corbyn mit dem Brexit und mit Antisemitismus-Vorwürfen. Die Abgeordneten Chuka Umunna, Luciana Berger, Ann Coffey, Angela Smith, Chris Leslie, Mike Gapes und Gavin Shuker wollen im Unterhaus nun eine eigene Fraktion bilden und nennen sich "Die Unabhängige Gruppe". 

+++ 12.40 Uhr: Israel will erstmals Raumsonde auf den Mond schicken +++

Israel will in der Nacht zum Freitag erstmals eine Raumsonde zum Mond schicken. Befördert wird die kleine Sonde "Beresheet" von einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk. Der Start sei um 02.45 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida geplant, teilte die israelische Organisation SpaceIL in Tel Aviv mit. Die Landung wird sieben Wochen später am 11. April erwartet. "Beresheet" ist der hebräische Name des 1. Buch Mose in der Bibel. 

+++ 12.05 Uhr: Drohende US-Zölle setzen Aktien von Autobauern unter Druck +++

Die gestiegene Furcht vor drohenden US-Sonderzöllen hat die Aktien deutscher Autobauer am Montag belastet. Die Papiere von BMW, Daimler und Volkswagen gerieten am Vormittag mit zwischen 0,7 und 1,6 Prozent unter Druck. Aktien des Zulieferers Continental lagen ebenfalls 0,9 Prozent im Minus. Der Dax verlor derweil rund ein Viertelprozent.

Die Bundesregierung rechnet damit, dass eine Untersuchung des US-Handelsministeriums zu dem Schluss gekommen ist, dass das Ungleichgewicht im Autohandel mit Europa die nationale Sicherheit der USA bedroht. Damit könnte US-Präsident Donald Trump Sonderzölle auf den Import von Autos und Zulieferteilen erheben.

+++ 11.33 Uhr: Rücknahme von IS-Kämpfern: Deutschland will mit USA sprechen +++

Deutschland will die USA davon überzeugen, dass die Aufnahme von in Syrien gefangen genommenen Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) schwer realisierbar ist. "So einfach, wie man sich das in Amerika vorstellt, ist es (...) sicherlich nicht", sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Rande eines EU-Treffens. Deswegen werde man nun mit den Vereinigten Staaten reden. "Die Rechtslage ist so, dass deutsche Staatsbürger das Anrecht auf Wiedereinreise haben", erklärte Maas. Allerdings habe man "im Moment wenig Möglichkeit, in Syrien zu überprüfen, ob tatsächlich deutsche Staatsangehörige betroffen sind".

Trump hatte europäische Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien aufgerufen, mehr als 800 in Syrien gefangene IS-Kämpfer aufzunehmen und zu verurteilen. Wenn die Verbündeten nicht reagieren, sollen die Personen nach Trumps Ansinnen freigelassen werden. Bei den Islamisten handelt es sich demnach um Bürger europäischer Staaten, die sich in den vergangenen Jahren dem IS angeschlossen hatten und dann im Zuge von Kämpfen gegen US-Truppen oder deren Verbündete gefangen wurden.

+++ 10.47 Uhr: Habeck an die SPD: Nicht nur fordern, auch umsetzen +++

Die Grünen haben die SPD dazu aufgerufen, soziale Gerechtigkeit und faire Steuern nicht nur zur fordern, sondern als Regierungspartei auch umzusetzen. "Es ist sehr begrüßenswert, dass die SPD jetzt wieder mehr über die soziale Frage und faire Besteuerung debattiert", sagte Parteichef Robert Habeck der Deutschen Presse-Agentur. "Noch besser wäre es allerdings, wenn sie nicht nur die Lippen spitzt, sondern auch da handelt, wo sie es kann."

Finanzminister Olaf Scholz verhindere Steuerfairness und -transparenz in Europa etwa für Großunternehmen wie Apple und Amazon, bremse bei einer Digitalsteuer, ziehe nicht mit beim Vorschlag der EU-Kommission, die Umsätze von Google oder Apple wie bei anderen Unternehmen auch zu besteuern. "Wenn die SPD jetzt soziale Gerechtigkeit und faire Besteuerung erneut beschließt, dann ist das gut. Wichtig wäre es, sie würde ihre Position in der Regierung nutzen, sie auch umzusetzen", sagte Habeck.

+++ 10.42 Uhr: Psychisch kranke 16-Jährige sticht auf ihre schwangere Mutter ein +++

Auf den Bauch seiner schwangeren Mutter soll ein 16-jähriges Mädchen in Bad Salzuflen zwei Mal mit einem Messer eingestochen haben. "Wir gehen davon aus, dass sie psychisch krank ist", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Detmold. Nach den Informationen der Ermittler konnten sowohl die 41-Jährige als auch ihr ungeborenes Kind gerettet werden.

Die Tat ereignete sich am Samstagnachmittag im Haus der Mutter. Die Deutsche ist nun einstweilig in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Ihr wird unter anderem versuchter Totschlag vorgeworfen. Zur Tatzeit waren Geschwister im Haus anwesend. Mehrere Medien hatten über den Fall berichtet.

+++ 10.16 Uhr: 32-jährige Frau in Frankfurt bei Messerattacke getötet +++

In Frankfurt am Main ist eine 32-jährige Frau in einer Hofeinfahrt getötet worden. Als Tatverdächtiger wurde in der Nacht zum Montag ihr Ex-Freund in Südhessen festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Die Frau wurde demnach mit einem Messer attackiert.    

Anwohner hatten im Frankfurter Stadtteil Bockenheim am späten Sonntagabend Schreie gehört und die Polizei alarmiert. Beim Eintreffen der Beamten war die 32-Jährige bereits tot.     Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst. Der 35-Jährige konnte aber zwei Stunden nach der Tat in Südhessen von Polizisten festgenommen werden. Er soll noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die genauen Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

+++ 10.11 Uhr: Zwei Tote bei Hubschrauberabsturz in Norwegen +++

Zwei Menschen sind in Norwegen tot aus dem Wrack eines abgestürzten Hubschraubers geborgen worden. Die Leichen seien gefunden worden, nachdem der Helikopter am Sonntagnachmittag auf dem Weg von Røldal nach Karmøy in gebirgigem Gelände verunglückt sei, teilte der Rettungsdienst der Region Südnorwegen mit. Andere Personen seien nicht an Bord gewesen. Nach Angaben des norwegischen Rundfunks handelt es sich bei den Toten um einen Mann und eine Frau im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Eine Ursache für den Absturz war noch unklar. Der Unglücksort liegt im Südwesten Norwegens zwischen den Städten Bergen und Stavanger.

+++ 9.35 Uhr: Mehr als die Hälfte der 20- bis 24-Jährigen hat Abitur +++

In Deutschland hat unter den 20- bis 24-Jährigen inzwischen mehr als die Hälfte Abitur. Im Jahr 2017 lag in dieser Altersgruppe der Anteil der Menschen mit Fachhochschul- oder Hochschulreife bei 53 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Bildungsmesse didacta mitteilte. Dabei hatten demnach 58 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer Abitur.     

Unter den 60- bis 64-Jährigen verfügte laut der Statistikbehörde dagegen nur ein Viertel (26 Prozent) über eine Fachhochschul- oder Hochschulreife. Unter ihnen waren zudem im Gegensatz zu den jüngeren Abiturienten mehr Männer (30 Prozent) als Frauen (23 Prozent). Insgesamt hatten in Deutschland im Jahr 2017 knapp ein Drittel (32 Prozent) der über 15-Jährigen Abitur. Weitere 23 Prozent besaßen einen mittleren Abschluss und 30 Prozent einen Hauptschulabschluss als höchsten allgemeinen Schulabschluss. 

+++ 9.17 Uhr: Prozess gegen ehemalige AfD-Chefin Petry wegen Meineid-Verdachts begonnen +++

In Dresden hat am Montag der Prozess gegen die frühere AfD-Vorsitzende Frauke Petry wegen des Verdachts auf Meineid begonnen. Petry muss sich vor dem Landgericht wegen des Vorwurfs verantworten, in einer Sitzung des Wahlprüfungsausschusses des sächsischen Landtags im November 2015 unter Eid falsch ausgesagt zu haben.     

Der Ausschuss befasste sich damals mit der Gewährung von Darlehen durch AfD-Landtagskandidaten an die Partei. Damit sollte der Landtagswahlkampf 2014 unterstützt werden. Am ersten Prozesstag waren drei Zeugen zur Vernehmung geladen. Für das Verfahren sind zunächst insgesamt sieben Verhandlungstage bis zum 13. März angesetzt. Der Prozess findet wegen des erwarteten Zuschauerandrangs nicht im Landgericht, sondern im Gebäude des Oberlandesgerichts in Dresden statt.

+++ 9.11 Uhr: Bericht: Mehr als 1000 IS-Anhänger von Syrien in Irak geflohen +++

Mehr als 1000 Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sollen einem Medienbericht zufolge von Syrien in den Irak geflohen sein. Dabei könnten sie bis zu 200 Millionen US-Dollar in bar dabei gehabt haben, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf nicht näher genannten Vertreter des US-Militärs.

Truppen unter kurdischer Führung gehen im Osten Syriens derzeit gegen die letzte IS-Bastion in dem Bürgerkriegsland vor. In dem Ort Baghus konnten sie die letzten verbliebenen IS-Kämpfer umzingeln. Unter den Dschihadisten sollen auch zahlreiche Ausländer sein. Kurden hatten in den vergangenen Tagen berichtet, sie vermuteten, dass der Grenzort über Tunnel mit dem Irak verbunden sei. Eine Satellitenaufnahme zeigt zudem, dass sich Ende Januar eine große Menschenmenge in Richtung des Nachbarlandes bewegte.

+++ 9.09 Uhr: China bleibt Deutschlands wichtigster Handelspartner +++

China bleibt der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik. Im vergangenen Jahr wurden nach ersten Schätzungen Waren im Wert von 199,3 Milliarden Euro zwischen Deutschland und der Volksrepublik gehandelt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das Handelsvolumen umfasst demnach Exporte und Importe.    

China war den Angaben zufolge damit 2018 zum dritten Mal in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner - nach den Niederlanden mit einem Warenverkehr von 189,4 Milliarden Euro und den Vereinigten Staaten mit einem Umfang von 178 Milliarden Euro. Das wichtigste Abnehmerland deutscher Waren waren im vergangenen Jahr ebenfalls wie bereits in den Vorjahren die USA. So wurden Güter im Wert von 113,5 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten exportiert. Auf den Plätzen zwei und drei folgten laut Statistikamt Frankreich mit 105,3 Milliarden Euro und China mit 93,1 Milliarden Euro.

+++ 8.42 Uhr: Umfrage: Grüne dominieren klar bei Schülern und Studenten +++

Die Grünen sind laut dem aktuellen "RTL/n-tv-Trendbarometer" klar die dominierende Kraft bei jungen Menschen, besonders bei Schülern und Studenten. Den am Montag veröffentlichten Ergebnissen der Umfrage des Instituts Forsa zufolge würden sich 43 Prozent der Schüler und Studenten für die Grünen entscheiden, dagegen nur jeweils elf Prozent für Union und SPD.    

Auch in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen sind die Grünen demnach mit einem Anteil von 27 Prozent die stärkste Kraft. Sie liegen in dieser Gruppe klar vor der Union mit 22 Prozent und der SPD mit 13 Prozent.    

Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte dazu, offensichtlich ließen sich junge Menschen weder von den angekündigten Sozialstaatsreformen der SPD, noch von dem zunehmend harten Kurs der Union in der Flüchtlingspolitik beeindrucken. Letzteres führt laut Forsa sogar eher zu einer Wählerwanderung von der Union zu den Grünen. Zudem litten sowohl die Union als auch die SPD unter einer Überalterung ihrer Wählerschaft.

+++ 8.35 Uhr: USA bleiben wichtigster Einzelmarkt für Deutschlands Exporteure +++

Die USA bleiben ungeachtet aller Störfeuer der Trump-Regierung wichtigster Einzelmarkt für Deutschlands Exporteure. In das Land gingen im vergangenen Jahr Waren "Made in Germany" im Gesamtwert von 113,5 Milliarden Euro und damit 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Auf den Plätzen zwei und drei der bedeutendsten Exportländer für Europas größte Volkswirtschaft lagen nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Montag unverändert Frankreich und die Volksrepublik China. 

Gefragt sind im Ausland vor allem Maschinen und Kraftfahrzeuge aus deutscher Produktion. Die mit Abstand meisten Einfuhren bezog Deutschland 2018 erneut aus China. Mit einem gesamten Handelsvolumen von rund 199,3 Milliarden Euro - also Exporte und Importe zusammen - war China zum dritten Mal in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner.

+++ 8.33 Uhr: Jemen: Einigung auf Beginn von Truppenabzug aus wichtiger Hafenstadt +++

Nach wochenlanger Verzögerung haben sich Jemens Kriegsparteien auf den Beginn des vereinbarten Truppenabzugs aus der umkämpften Hafenstadt Hudaida geeinigt. Bei Gesprächen am Wochenende sei ein "wichtiger Fortschritt" erzielt worden, teilten die UN am Sonntag (Ortszeit) in New York mit. Die Konfliktparteien hätten nach langwierigen, aber konstruktiven Diskussionen eine Einigung zur ersten Phase des Abzugs gefunden. Ein Zeitpunkt für den Beginn des Abzugs wurden nicht genannt.

Der Hafen Hudaida im Westen des Jemens ist zentral für die Versorgung des Bürgerkriegslandes. Die international anerkannte Regierung und die Huthi-Rebellen hatten sich im Dezember bei Friedensgesprächen in Schweden auf eine Waffenruhe für Hudaida und einen Truppenrückzug geeinigt. Dieser hätte eigentlich bis Anfang des Jahres umgesetzt werden sollen, scheiterte bislang aber am gegenseitigen Misstrauen.

+++ 8.17 Uhr: Handelsverband warnt vor Verödung der deutschen Innenstädte +++

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat angesichts leerer Läden in den Stadtzentren vor einer Verödung der deutschen Innenstädte gewarnt. Viele Innenstädte seien "in höchster Not" und vielerorts fänden nur noch wenige Menschen den Weg in Fußgängerzonen und Ladenzeilen, zitierte die "Passauer Neue Presse" den Hauptgeschäftsführer des HDE, Stefan Genth. Dieser äußerte sich in einem Brandbrief an Innen- und Bauminister Horst Seehofer (CSU).

Ursache für die Entwicklung seien vor allem Umsatzverschiebungen in den Online-Handel. Deshalb gebe es derzeit in etlichen Kommunen eine deutliche Zunahme der Leerstände. Dem Verband zufolge verringerte sich in der Zeit von 2012 bis 2017 die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland um 11.000.

+++ 6.57 Uhr: Vier indische Soldaten bei Gefecht in Kaschmir-Region getötet +++

Bei einem Gefecht mit Rebellen in der Kaschmir-Region sind mindestens vier indische Soldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat sei bei dem Schusswechsel am Montag im Bezirk Pulwama schwer verletzt worden, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP. Die Rebellen seien vermutlich entkommen.    

In der Region waren am Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag 41 Sicherheitskräfte getötet worden. Es war der schwerste Anschlag auf Regierungstruppen im indischen Teil der Kaschmir-Region seit drei Jahrzehnten. Die im Nachbarland Pakistan ansässige Islamistengruppe Jaish-e-Mohammed beanspruchte die Tat für sich. Die indische Armee startete nach dem Anschlag einen Großeinsatz, um Extremisten ausfindig zu machen.

+++ 6.57 Uhr: Gegen Rapper 50 Cent aufgestachelt? Ermittlungen gegen Polizisten +++

Weil er Kollegen gegen den Rapper 50 Cent aufgestachelt haben soll, hat die New Yorker Polizei interne Ermittlungen gegen einen Beamten eingeleitet. Das sagte ein Sprecher am Sonntag (Ortszeit) dem "Hollywood Reporter". Der Polizist soll im vergangenen Sommer zu seinen Kollegen gesagt haben, sie sollten den Rapper erschießen, falls sie ihn sähen. Der Musiker ("Get Rich Or Die Tryin'") wurde damals zu einer Boxveranstaltung erwartet, wie Medien berichteten. 

"Ich nehme diese Drohung sehr ernst", schrieb 50 Cent auf Instagram. "Das Traurige ist, dass der Mann noch immer Dienstmarke und Waffe trägt." Der Polizist ließ dem Online-Portal "TMZ.com" ausrichten, die Berichte seien falsch. Der Mann ist der "New York Daily News" zufolge seit 30 Jahren im Dienst. Er solle bis zum Abschluss der internen Untersuchungen im Einsatz bleiben

+++ 5.03 Uhr: Röttgen weist Trump-Forderung zu europäischen IS-Dschihadisten zurück +++

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat die Forderung von US-Präsident Donald Trump an die Europäer zurückgewiesen, gefangene ausländische IS-Kämpfer zurückzunehmen. Die Forderung sei "in Ton und Inhalt nicht konstruktiv", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags der "Passauer Neuen Presse" (Montagsausgabe). "Dieses Problem müssen wir gemeinsam lösen. Wenn man sich jetzt die Verantwortung gegenseitig hin- und herschiebt, ist das kein konstruktiver, erfolgversprechender Ansatz."    

Trump hatte die Europäer aufgefordert, ihre bei Kämpfen gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Ostsyrien gefangengenommenen Staatsbürger zurückzunehmen, um ihnen in ihrer Heimat den Prozess zu machen. Sonst müssten die USA sie freilassen, woraufhin damit zu rechnen sei, dass die Kämpfer nach Europa "eindringen", schrieb der US-Präsident im Kurzbotschaftendienst Twitter. Trump sprach konkret Deutschland, Großbritannien und Frankreich an.

+++ 4.52 Uhr: Bahn muss Fahrgästen deutlich höhere Entschädigungen zahlen +++

Zugverspätungen sind die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr teuer zu stehen gekommen. Kunden im Nah- und Fernverkehr erhielten insgesamt 53,6 Millionen Euro als Entschädigung, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Im Vorjahr waren es noch 34,6 Millionen Euro gewesen.

Der Konzern führte den Anstieg vor allem auf viele externe Einflüsse zurück: Stürme, Starkregen, Blitzeinschläge und Trockenheit bremsten die Züge aus. Hinzu kam eine Streckensperrung nach dem Brand in einem ICE und ein Warnstreik im Dezember. 

Insgesamt wurden 2,7 Millionen Kunden entschädigt, 900.000 mehr als im Vorjahr. Bahnreisende in Deutschland haben Anspruch auf bis zur Hälfte des Ticketpreises, je nachdem wie groß die Verspätung ist. Im vergangenen Jahr war jeder vierte Fernzug zu spät gekommen.

+++ 4.35 Uhr: Säure-Opfer freut sich über "eine Tochter und einen liebevollen Mann" +++

Vanessa Münstermann, Opfer eines Säure-Anschlags aus Hannover, hat ihr Leben drei Jahre nach der Attacke eines Ex-Freundes nach eigenen Worten wieder im Griff. "Was wäre sonst aus mir geworden? Ich wäre immer noch irgendeinem Schönheitsideal hinterhergehechelt", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "O.k., ich sehe jetzt beschissen aus. Aber ich habe eine Tochter und einen liebevollen Mann zu Hause." 

Ihr Ex-Freund hatte der Kosmetikerin im Februar 2016 Säure ins Gesicht geschüttet, seitdem ist ihre linke Gesichtshälfte entstellt. Der Mann wurde im August 2016 zu einer zwölfjährigen Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Im vergangenen Mai wurde Münstermann zum ersten Mal Mutter. Wie sie sich nach dem Verbrechen zurück ins Leben kämpfte, beschreibt die junge Frau - am Dienstag (19.) wird sie 30 Jahre alt - in ihrem Buch "Ich will mich nicht verstecken". Es erscheint am Dienstag (19.) im Rowohlt Taschenbuch Verlag.

+++ 4.19 Uhr: Dobrindt kontert Scholz: SPD-Ausgabenwünsche ohne Prioritäten +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat die Vorschläge des Koalitionspartners SPD für Sozialreformen und eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung scharf zurückgewiesen. "Wer immer neue zusätzliche staatliche Ausgaben einfordert, anstatt die Steuerzahler zu entlasten, der setzt keine Prioritäten, sondern verschiebt weiter den Verantwortungs-Maßstab", sagte Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Eine gerechte Sozialpolitik, die gerade auch Arbeitsleistung honoriert, lässt in Zeiten von Rekordsteuereinnahmen den Menschen mehr Netto vom Brutto, damit sie ihre eigenen Prioritäten setzen können."

Dobrindt kritisierte mit seinen Äußerungen auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Der Vizekanzler hatte sich in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zuversichtlich gezeigt, dass eine Einigung mit CDU und CSU im Streit über den SPD-Vorschlag einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung möglich sei. Scholz sagte: "Es sollte doch nicht so sein, dass die große Mehrheit der Bürger einen Vorschlag gut findet, und die Regierung setzt ihn dann nicht um." Die Union lehnt den Grundrenten-Vorschlag von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) als Sozialpolitik mit der Gießkanne strikt ab.

+++ 3.35 Uhr: Rekord bei der Verschiebung der Mittel für Verwaltung der Jobcenter +++

Die Jobcenter nutzen immer mehr Geld, das für Eingliederungsmaßnahmen Arbeitsloser gedacht ist, für ihre Verwaltung. Im vergangenen Jahr schichteten sie mehr als eine Milliarde Euro oder fast ein Viertel des Eingliederungsbudgets entsprechend um. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Damit ist so viel Geld entsprechend umgewidmet worden wie noch nie.

Die Linke kritisierte dies: Etwa Langzeitarbeitslose oder ältere Erwerbslose bräuchten mehr Weiterbildungsmöglichkeiten, forderte sie. Unter anderem solche Kurse werden aus dem Eingliederungsbudget bezahlt.

+++ 3.07 Uhr: Bericht - Scheuer will Auflagen für Shuttle-Dienste streichen +++

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will einem Medienbericht zufolge wesentliche Auflagen für sogenannte Shuttle-Dienste streichen. Taxifahrer müssten sich deswegen auf schärfere Konkurrenz durch Shuttle-Dienste einstellen, schreiben die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Die Zeitungen berichten unter Berufung auf die Eckpunkte für das neue Personenbeförderungsgesetz, unter anderem solle die "Rückkehrpflicht für Mietwagen aufgehoben" werden. Diese zwingt die Shuttle-Dienste bislang zu vielen Leerfahren.

Zugleich plane Scheuer mehr Kontrollen für die neuen Anbieter, heißt es in dem Bericht weiter. So soll eine digitale Vermittlung von Fahrten künftig auch als genehmigungspflichtige Beförderungsleistung eingestuft werden. Bei Shuttle-Diensten können Nutzer über eine Smartphone-App einen Wagen bestellen, der mit anderen Kunden geteilt wird.

+++ 2.41 Uhr: Zweifel an Darstellung zu Angriff auf US-Schauspieler Smollett +++

Die US-Polizei hat offenbar Zweifel, dass der Schauspieler Jussie Smollett ("Empire") Opfer einer homophoben und rassistischen Attacke wurde. Ein Sprecher der Polizei von Chicago erklärte am Sonntag, die Ermittlungen hätten sich nach dem Verhör zweier zwischenzeitlich Festgenommener "verschoben". Der offen schwule afroamerikanische US-Schauspieler solle jetzt erneut befragt werden.    

Zwei Tage vorher hatte die Polizei zwei "potenzielle Verdächtige" wieder freigelassen, ohne Anschuldigungen gegen sie zu erheben. US-Medien berichten, die Attacke sei womöglich nur inszeniert worden.    

Der 36-jährige Star der Fernsehserie "Empire" war nach eigenen Angaben Ende Januar in der Innenstadt von Chicago von zwei Unbekannten angegriffen worden. Die Angreifer sollen demnach rassistische und homophobe Beleidigungen gebrüllt, Smollett geschlagen und ihm einen Strick um den Hals gelegt haben.

+++ 2.04 Uhr: Söder kritisiert drohende US-Zölle: "Verstoß gegen fairen Welthandel" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die drohenden US-Zölle auf europäische Autos scharf kritisiert und die Europäische Union im Fall der Fälle zu Gegenmaßnahmen aufgerufen. "Die Argumente aus den USA sind absurd: Deutsche Autos sind keine Bedrohung der nationalen Sicherheit, sondern stärken den Automobilstandort USA", sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur in München. "Einen solchen Vorwand zu nutzen, um Zölle erheben zu wollen, verstößt klar gegen die Regeln des fairen Welthandels." 

"Natürlich würde dieser Schritt die deutsche Wirtschaft schwer belasten", sagte Söder und betonte: "Die Europäische Union müsste hier dann konsequent reagieren - das ist die Aufgabe der Kommission." Tatsächlich hat die EU hat bereits deutlich gemacht, dass sie auf neue US-Zölle mit Vergeltungszöllen reagieren würde. In der "Augsburger Allgemeinen" (Montag) äußerte sich Söder ähnlich.

+++ 1.31 Uhr: Rund 50 Waldbrände im Norden Spaniens +++

Im Norden Spaniens haben hunderte Einsatzkräfte gegen rund 50 Waldbrände angekämpft. In der Region Kantabrien waren am Sonntagabend noch 48 Brände aktiv, wie die Regionalregierung mitteilte. Über den Tag seien 50 Feuer gezählt worden. 760 Einsatzkräfte bekämpften die Flammen.    

Die meisten der Brände wüteten in abgelegenen Bergregionen. Deswegen sei weder die Bevölkerung, noch Infrastruktur gefährdet, erklärte die Regionalregierung. Verletzt wurde niemand. Einige der Feuer wurden vermutlich absichtlich gelegt. Zwei Menschen wurden festgenommen. Kantabrien liegt an der nordspanischen Atlantikküste am Golf von Biskaya.

+++ 1.23 Uhr: Häftling nutzt "Fachkenntnisse" zur Rettung eines Mädchens +++

Ein Häftling hat im US-Staat Florida seine speziellen "Fachkenntnisse" genutzt, um ein Baby aus einem abgeschlossenen Auto zu retten. Wie der Sender CNN am Sonntag (Ortszeit) berichtete, hatte eine Gruppe von Häftlingen unter Aufsicht Straßenreparaturen durchgeführt, als sie den Hilferuf eines verzweifelten Elternpaares vernahmen. Dieses hatte die einjährige Tochter auf dem Rücksitz des SUV angeschnallt, die Schlüssel auf dem Vordersitz liegen gelassen und dann irrtümlich den Wagen verschlossen.  

Einer der Häftlinge war "vom Fach" und öffnete den Wagen innerhalb kürzester Zeit mit einem verbogenen Kleiderhaken. "Gott sei für alle Kriminelle dieser Welt gedankt, ich respektiere Euch alle", zitierte CNN den Vater des Kindes aus einem Video, das während der Rettungsaktion aufgenommen wurde. Er habe seine "kriminellen Kenntnisse für einen guten Zweck eingesetzt", schrieb der Sender auf seiner Webseite.

+++ 0.55 Uhr: Serbien trauert um Sänger Saulic nach tödlichem Unfall in Deutschland +++

Serbien trauert um seinen bekanntesten Sänger Saban Saulic, der am Sonntagmorgen bei einem Verkehrsunfall aus der Autobahn A2 bei Gütersloh ums Leben kam. Die serbischen Medien berichteten am Sonntagabend unter Berufung auf Familienangehörige von dem Tod des 67-Jährigen, der in seiner Heimat als "König der Volksmusik" galt. "Die schönste Stimme ist verstummt", teilte die Familie am Abend in einer Erklärung an die Öffentlichkeit mit. Die Angehörigen hofften, dass er als "Künstler, einzigartiger Sänger und vor allem als großartiger Mensch" in Erinnerung bleibe.

"Er hatte keine Chance", titelte etwa die Zeitung "Blic" über dem Bericht über den Unfall. Demnach war ein von einem angetrunkenen Mann gesteuertes, größeres Auto vor einer Baustelle mit Wucht auf den Kleinwagen aufgefahren, in dem Saulic auf dem Beifahrersitz gesessen hatte. Saulic und die anderen Fahrzeuginsassen waren nach einem Auftritt in Bielefeld am Vorabend auf dem Weg zum Flughafen in Dortmund. Auch der Fahrer des Wagens, der aus Bosnien stammende Musiker Mirsad Keric, starb Stunden später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen, wie Saulic-Manager Sabit Dervosevic der Nachrichtenseite Avaz bestätigte.

+++ 0.26 Uhr: "Äußerst ungewöhnlich": Örtlich über 20 Grad mitten im Februar +++

Frühlingsgefühle fast überall in Deutschland: Der Sonntag ist schön sonnig und vielerorts auch außergewöhnlich warm gewesen - örtlich sogar über 20 Grad. Etwa in Geilenkirchen bei Aachen seien 20,6 Grad gemessen worden, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst am späten Sonntagabend. Im baden-württembergischen Emmendingen konnten die Menschen bei 20,3 Grad ebenfalls getrost auf die Winterjacke verzichten. 

Temperaturen über 20 Grad mitten im Februar, das sei auf jeden Fall "äußerst ungewöhnlich", sagte der DWD-Experte. So mild sei es normalerweise erst etwa vier Wochen später, rund um den 20. März. Ob man von Rekord-Temperaturen sprechen könne, war in der Nacht zu Montag noch nicht sicher. Ende Februar 1900 seien aber in Jena sogar 23,1 Grad gemessen worden.

fs/sos / DPA / AFP