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San Francisco Hundeleine verfängt sich in den Türen – Frau von Zug zu Tode geschleift

Menschen stehen an einem unterirdischen Bahnsteig
Die Powell Street Station in San Francisco auf einem Archivbild. Dort ereignete sich der Unfall am vergangenen Montag
© John G. Mabanglo / Picture Alliance
Ein tragischer Unfall erschüttert San Francisco. Dort wurde eine Frau in einer Bahnstation von einem Zug mitgeschleift und getötet, weil sie sich eine Hundeleine umgebunden hatte.

Dieser tödliche Unfall schockiert nicht nur San Francisco und die vielen Pendler, die tagtäglich in die US-Metropole fahren. Der Fall einer Frau, die einer Bahnstation von einem abfahrenden Zug mitgeschleift wurde, weil sie eine Hundeleine um den Bauch trug, sorgt in den ganzen USA für Entsetzen und wird an diesem Donnerstag von vielen Medien dort aufgegriffen.

Denn abschließend geklärt ist noch nicht, wie es zu dem Unfall kommen konnte, der sich in der Powell Street Station in der kalifornischen Küstenstadt am vergangenen Montag ereignete.

Nur die Zeit und der Ablauf des Unfalls konnten bisher rekonstruiert werden: Gegen 15.15 Uhr nachmittags sprang eine Frau aus einem abfahrbereiten Zug der Gesellschaft Bay Area Rapid Transit (BART), kurz bevor dieser sich in Bewegung setzen sollte – buchstäblich in letzter Sekunde, als die Türen im Begriff waren, zu schließen. Ihr Hund schaffte es so schnell nicht nach draußen.

Menschen in der Bahnstation in San Francisco vollkommen schockiert

Die Frau war jedoch mit einer Hundeleine an dem Tier festgebunden, die sie um den Bauch trug. Die Leine wurde in der geschlossenen Tür des Zugs eingeklemmt. Als die Bahn losfuhr, wurde die Frau mitgerissen und auf den Gleisen zu Tode geschleift. Das alles passierte offenbar so schnell, dass niemand von der Bahngesellschaft rasch genug reagieren und den Zug stoppen konnte.

Augenzeugen berichteten in den lokalen Medien von dem schlimmen Unfall, die Menschen seien vollkommen schockiert gewesen, hieß es. Ein Mann habe berichtet, der Bahnsteig sei nach dem Unfall voller Blut gewesen.

Unklar ist bislang jedoch, warum das Unfallopfer, eine 41-jährige Frau, so kurzentschlossen aus dem Zug ausstieg. In einigen Berichten heißt es, sie habe jemandem gewunken und sei dann noch schnell durch die Tür gesprungen. Auf dem Bahnsteig sei nach dem Unfall ein völlig verzweifelter Mann gewesen, der sagte, die Frau sei seine Freundin, hieß es in einigen Berichten.

Das National Transportation Safety Board, eine US-Verkehrsbehörde, deren Aufgabe die Aufklärung von Unglücksfällen im Transportwesen ist, untersuche den Fall, schreibt die "Los Angeles Times". Auch der Bahnbetreiber BART prüft nach eigenen Angaben die Sicherheitsmechanismen und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Eine Sprecherin der Bahngesellschaft sagte zum Fernsehsender Fox 2: "Dies ist ein tragischer Todesfall", man sichte alle Aufzeichnungen der Sicherheitssysteme. Sie machte allerdings keine Angaben dazu, ob ein Sicherheitsproblem Ursache für den tragischen Tod der Frau verantwortlich sein könnte.

Zwar laufe der Bahnverkehr weitgehend automatisch, also auch das Türenschließen und die Abfahrt der Züge, hieß es weiter. Aber bevor diese sich in Bewegung setzten, kontrolliere jemand, ob die Türen frei sind. Erst nach diesem visuellen Check dürften die Züge losfahren. Die Frau sei jedoch offenbar genau in dem Moment aus dem Waggon gesprungen, als die Freigabe zur Abfahrt gerade erfolgt war. 

Hund offenbar kein Assistenzhund

Unklar ist den Medienberichten zufolge auch, warum die Frau überhaupt einen Hund an der Leine führte. Das sei in den Zügen der BART-Linie verboten, hieß es weiter. Nur Assistenzhunde für behinderte Menschen dürften mit Leine oder Geschirr in die Waggons – alle anderen Tiere müssen aus Sicherheitsgründen in Boxen transportiert werden.

Der Hund, ein Deutscher Schäferhund, der bei dem Unfall unverletzt blieb, habe zwar eine Art Weste getragen, hieß es. Jedoch habe das Tier keine Kennzeichen getragen, die es als Assistenzhund ausweisen. Dass die Frau die Leine des Tiers nicht einfach in der Hand hielt, sondern sich die Leine um den Bauch geschnallt hatte, wurde ihr zum tragischen Verhängnis.

Quellen: "Los Angeles Times""New York Post", "Metro"

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