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Klimawandel Schon 2020 zerstörten Feuer fast 900.000 Hektar Wald in Europa

Ein Waldbrand in der Nähe von Palermo auf Sizilien
Ein Waldbrand in der Nähe von Palermo auf Sizilien
© Salvatore Cavalli / DPA
Die Waldbrände im Süden Europas geraten außer Kontrolle. Schon im vergangenen Jahr wurden in Europa etwa 900.000 Hektar Wald durch Feuer zerstört.

Rund 900.000 Hektar Waldfläche sind 2020 in der Region Europa durch verheerende Feuer vernichtet worden. Am schlimmsten betroffen war die Ukraine. Wie die Statista-Grafik auf Basis der Daten des European Forest Fire Information System (EFFIS), haben etwa 209 Waldbrände über 255.000 Hektar Wald in dem osteuropäischen Land zerstört. Keine andere Nation hat so viel Waldfläche im vergangenen Jahr verloren. Am zweiter Stelle stehen Bosnien & Herzegowina mit etwas mehr als 100.000 Hektar, vor Rumänien mit schätzungsweise 81.700 Hektar verbrannter Erde. Die meisten Waldbrände gab es im letzten Jahr in Italien – knapp 500 mal entzündeten sich hier Waldstücke und zerstörten eine Fläche von rund 53.800 Hektar.

Klimawandel: Schon 2020 zerstörten Feuer fast 900.000 Hektar Wald in Europa

Während 2020 vor allem Südosteuropa von Waldbränden betroffen waren, sind es in diesem Jahr die südeuropäischen Staaten um das Mittelmeer. Tausende Feuerwehrleute kämpfen momentan in Griechenland, Italien und der Türkei gegen die Flammen an. In der Türkei sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu bereits sechs Menschen den Feuern zum Opfer gefallen und Dutzende Orte mussten evakuiert werden.

In Griechenland spricht das Wetteramt von einer historischen Hitzewelle, die das Land getroffen hat. Die Temperaturen befinden sich seit mehreren Tagen bei um die 43 bis 45 Grad Celsius. Ebenso leidet der Süden Italiens unter der anhaltenden Hitze.

tis / Statista

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