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Auf Klassenfahrt 18-Jähriger unternimmt "besonderen" Ausflug auf Klassenfahrt – Stripclub betrügt ihn um 5600 Euro

Eine Tänzerin im Stripclub (Symbolbild)
Eine Tänzerin im Stripclub (Symbolbild)
© PeopleImages / Getty Images
Ein junger Mann aus der Oberpfalz war zusammen mit seiner Schulklasse in Krakau. Statt Kultur und Geschichte interessierte er sich aber offenbar eher für eine andere Seite der Stadt.

Es gibt einen Unterschied zwischen volljährig und erwachsen: Ein volljähriger junger Mann weiß, dass es so etwas wie Stripclubs gibt und dass er sie legal betreten darf. Ein erwachsener Mann weiß, dass das niemals günstig und nicht immer mit rechten Dingen vonstatten geht.

Eine Tatsache, von der auch viele Hamburg-Touristen ein Lied singen können, die in die falschen Läden geraten und für eine Cola und einen Plausch mit einer jungen Dame plötzlich Tausende Euro zahlen müssen, während sie ein bis zwei sehr muskulösen, sehr grimmigen Herren ins Gesicht schauen. 

Etablissements, die Touristen als leichte "Beute" für ihre Betrügereien auserkoren haben, gibt es wohl in jeder größeren Stadt. Offensichtlich auch in Krakau: Dorthin nämlich war ein 18-Jähriger aus der Oberpfalz mit seiner Schulklasse gereist. Eigentlich ein Ausflug, der den Schüler:innen Kultur und Geschichte der polnischen Stadt nahebringen sollte. Doch der junge Mann hatte auf eine andere Art von Unterhaltung offenbar mehr Lust. Er besuchte einen Stripclub.

18-Jähriger besucht Stripclub in Krakau

Die Details zu dem, was danach geschah, sind vage. Der Schüler ist nachvollziehbarerweise beschämt und wollte nicht zu Protokoll geben, ob er allein oder mit Mitschülern das Etablissement besuchte.

Was er berichtete: Für den Preis von 65 Euro wollte er dort einen Striptanz sehen. Man habe ihm "auf Kosten des Hauses" zwei Gläser Schnaps angeboten, die er auch getrunken habe. Danach erinnere er sich an nichts mehr. Ob das an der bekanntermaßen starken Qualität des polnischen Schnapses lag, oder dem Getränk doch etwas beigemischt war: unklar. 

Der Rest des Abends ist in der Erinnerung des Schülers nur noch verschwommen vorhanden. Er weiß, dass er den Striptanz mit seiner EC-Karte bezahlt hatte. Statt der besprochenen 65 Euro fehlten jedoch nach seiner Rückkehr nach Deutschland ganze 5600 Euro, die in mehreren Abbuchungen vom Konto abgezogen worden waren. Seinen Aussagen zufolge kann das nirgendwo anders außer im besagten Stripclub passiert sein.

Tausende Euro von Konto abgebucht

Zurück in Deutschland meldete er den Vorfall der Polizei – was die Beamten ausdrücklich loben. Oft werden Betrügereien dieser Art nicht angezeigt, weil sie den Betroffenen unangenehm sind. So aber gebe es nun die Chance, in Zusammenarbeit mit den polnischen Koleg:innen dem zweifelhaften Etablissement auf den Zahn zu fühlen und womöglich gar das Geld des jungen Mannes zurückzubekommen.

Quelle:  "Kölner Stadtanzeiger"

wt

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