In Columbia, US-Bundesstaat South Carolina, ging es am Samstag im doppelten Sinne heiß her: Anhänger von Ku-Klux-Klan (KKK) und Neo-Nazi-Gruppen demonstrierten gegen das Entfernen der Konföderiertenflagge von öffentlichen Gebäuden. Ihnen gegenüber standen Anhänger der schwarzen Bürgerrechtsbewegung Black Power und ihre Unterstützer. Bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 35 Grad Celsius behielt besonders einer einen kühlen Kopf: Leroy Smith, seit 2011 Leiter der örtlichen Polizei-Abteilung für öffentliche Sicherheit.
Als wegen der Hitze ein älterer Nazi zu kollabieren droht, hilft Smith dem Mann in den Schatten und gibt ihm Wasser. Das klingt erst einmal nicht ungewöhnlich - wäre Smith nicht schwarz. Das Foto von Smith, der einen Demonstranten mit Hakenkreuz-T-Shirt stützt, wurde laut US-Medien von einem Mitarbeiter des Gouverneurs von South Carolina getwittert - und ging viral. Bisher wurde das Foto mehr als viertausend Mal retweetet und fast 2500 Mal favorisiert.
In Bezug auf das Bild entsponn sich eine Diskussion: Hat Smith nur seine Pflicht getan oder hat er außergewöhnliches geleistet?
Während "ElizabethQuaker" twitterte, dass sie sei von dieser Nettigkeit zu Tränen gerührt sei, sieht Twitter User "Carl Collins" die Sache nüchterner: "Der Mann ist Profi und hat getan, was er gelernt hat. Die Hautfarbe hat nichts zu tun mit seinem Job."
Ob nun Professionalität oder menschliche Größe hinter dem Foto stecken - beeindruckend ist es auf jeden Fall.