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Schweiz: Bus stürzt 150 Meter in die Tiefe

Ein schwerer Busunfall am Großen St. Bernhard hat mehrere Tote und Verletzte gefordert. Der Bus mit 27 Insassen an Bord überschlug sich und stürzte eine Schlucht hinunter.

Bei dem Sturz eines Reisebusses in 150 Meter Tiefe sind in den Schweizer Alpen fünf bis zehn Menschen ums Leben gekommen. Genauere Zahlen konnte die Kantonspolizei wegen der schwierigen Bergung in der Schlucht zunächst nicht nennen. Der Bus war am Vormittag auf der Passstraße zum Großen St. Bernhard auf dem Weg nach Italien aus bisher unbekannten Gründen von der Straße abgekommen. Nsch Augenzeugenberichten überschlug er sich im steilen Gelände und stürzte anschließend eine Schlucht hinunter.

In Bus waren insgesamt 24 Passagiere, zwei Fahrer und eine Hostesse. Die Gruppe aus dem Raum Bern war auf dem Weg zum Mittelmeer-Hafen Savona, wo die Reisenden eine Kreuzfahrt antreten sollten, sagte Heinrich Marti, Direktor der Busfirma Marti Reisen, die die Fahrt organisiert hatte.

Schwierige Bergung

Rund 200 Bergführer, Ärzte und Grenzwächter konnten sich nach Angaben der Walliser Kantonspolizei bis zu dem Fahrzeugwrack abseilen. Die meisten Insassen wurden nach Polizeiangaben beim Absturz des Busses aus dem Fahrzeug geschleudert. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser von Martigny und Sitten gebracht.

Der Bus war kurz vor 10.00 Uhr zwischen den Ortschaften Orsière und Liddes bei schlechtem Wetter von der Straße abgekommen, hatte die Leitplanke durchbrochen und war abgestürzt. Vor allem in der Westschweiz hatte es am Wochenende nach einem Wintereinbruch heftige Schneefälle mit zahlreichen Autounfällen gegeben.

Das Reiseunternehmen Marti gehört zu den traditionsreichen Busfirmen der Schweiz. Die Firma, die bereits seit den 20er Jahren Busreisen organisiert, betreibt auch eigene Reisebüros und bietet Kreuzfahrten an.

DPA / DPA
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