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Schwerer Schicksalsschlag: "Blacky" Fuchsberger muss den Tod seines Sohnes verkraften

Joachim "Blacky" Fuchsberger steht vielleicht vor dem schwersten Abschnitt seines Lebens: Er muss den Tod seines einzigen Sohnes Thomas verkraften. Wichtig ist nun Erste Hilfe für die Seele.

Es ist die schlimmste Nachricht für Eltern, wenn ihr eigenes Kind stirbt. Wochenlang werden sie dann oft von der Frage gequält: "Warum mein Kind, warum gerade wir?" Und so vieles erinnert schmerzlich an die Zeit, als alles noch gut war. Oft brauchen verwaiste Eltern professionelle Hilfe von Psychologen, um überhaupt wieder Kraft zum Weiterleben zu finden. Schauspieler Joachim "Blacky" Fuchsberger (83) muss nun den Tod seines einzigen Sohnes Thomas verkraften: Der 53-Jährige ist im Mühlbach in Kulmbach ertrunken.

In der Nacht zum Freitag gegen 00.30 Uhr erhielten Fuchsberger und seine Frau die traurige Nachricht. Stunden später habe der Schauspieler einen Zusammenbruch erlitten, sagte sein Bruder Otmar Fuchsberger (75). Nun bräuchten "Tommy" Fuchsbergers Eltern erst einmal etwas Ruhe und dann den Beistand von Familie und Freunden. Erste Hilfe für die Seele nennen das die Notfallseelsorger. Sie sind es, die oft die schlimmen Nachrichten überbringen müssen.

Unvergessen ist auch das Leid der "Miss World" von 1956 und Fernsehansagerin Petra Schürmann. Ein Geisterfahrer hatte ihre einzige Tochter Alexandra Freund (34) im Sommer 2001 auf der Autobahn München-Salzburg (A8) in den Tod gerissen. Die junge TV-Moderatorin erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. "Sie war nicht nur meine Tochter, sondern auch meine beste Freundin", sagte Schürmann später in einem Interview.

Petra Schürmann hat damals versucht, sich den schier grenzenlosen Kummer von der Seele zu schreiben: Fast genau ein Jahr nach dem Tod ihrer Tochter erschien das Erinnerungsbuch "Und eine Nacht vergeht wie ein Jahr". Schürmann schrieb: "Ein Geisterfahrer wendete in selbstmörderischer Absicht seinen Wagen auf der Autobahn Salzburg und riss mein Kind mit in den Tod. Er löschte in Sekunden das Kostbarste aus, das ich hatte." Und weiter: "..den Sarg öffnen und sie sehen - ich konnte es einfach nicht...Ich wollte sie als das glückliche Wesen in Erinnerung behalten, das sie zeit ihres Lebens gewesen war." Den Verlust der Tochter hat Petra Schürmann bis zu ihrem eigenen Tod im Januar dieses Jahres nicht verwunden.

Ähnliche Trauerarbeit musste das Modedesigner-Ehepaar Sonia und Willy Bogner vor fünf Jahren leisten. Damals hatte sich eines ihrer beiden Adoptivkinder, der 17 Jahre alte Bernhard Bogner, umgebracht. Die Haushälterin fand ihn tot im Dachgeschoss des Elternhauses. Unvergessen ist auch das Schicksal jenes Ehepaares, das beim Einsturz der Eissporthalle von Bad Reichenhall im Januar 2006 gleich beide Töchter im Alter von acht und elf Jahren verlor. Weniger im Licht der Öffentlichkeit, aber ebenso bitter stellt sich die quälende Frage nach dem Warum den vielen Angehörigen der Verkehrstoten: Im vergangenen Jahr starben auf Deutschlands Straßen 4152 Menschen.

Jürgen Balthasar, DPA / DPA