HOME

Sinai-Halbinsel: 235 Menschen sterben bei Anschlag auf Moschee in Ägypten

Bei einem Bombenschlag auf eine Moschee auf der ägyptischen Halbinsel Sinai sind nach jüngsten Meldungen 235 Menschen ums Leben gekommen. Die Angreifer attackierten die Gläubigen nach dem Freitagsgebet.

Anschlag Ägypten Sinai

Ägyptische Soldaten an einem Checkpoint in Al-Arisch im Norden des Sinai (Archivbild)

Bei dem Angriff auf eine Moschee auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind nach jüngsten Angaben der Staatsmedien mindestens 235 Menschen getötet worden. Die staatliche Zeitung "Al Ahram" und das Staatsfernsehen berichteten in den Stunden nach dem Angriff am Freitag von ständig steigenden Opferzahlen. Mindestens 125 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete das Staatsfernsehen.

Ein Überfallkommando hatte die Moschee in der Nähe der Provinzhauptstadt Al-Arisch im Norden des Sinai attackiert, als sich die Gläubigen zum Freitagsgebet versammelt hatten.

Angreifer legten nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehrere Sprengsätze um eine Moschee in der Nähe der Provinzhauptstadt Al-Arisch und zündeten sie, als die Gläubigen nach dem Freitagsgebet herauskamen. Anschließend hätten sie auf Flüchtende geschossen, hieß es weiter.

Immer wieder Terror auf der Sinai-Halbinsel

Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen eines Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Vor allem Sicherheitskräfte sind im Visier der Islamisten. Militär und Polizei gehen in der Region massiv gegen mutmaßliche Terroristen vor.

Bei Razzien kam es zuletzt häufiger zu tödlichen Schusswechseln. Die Region im Norden der Halbinsel ist zu großen Teilen militärisches Sperrgebiet.

rös / AFP / DPA
Themen in diesem Artikel