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Bergung in Spanien: Retter nur noch wenige Meter von Zweijährigem entfernt - Bergung dennoch nicht vor Dienstag

Seit inzwischen acht Tagen gibt es kein Lebenszeichen mehr von dem Zweijährigen, der in Spanien in ein 110 Meter tiefes Bohrloch gestürzt ist. Die Retter und Anwohner geben trotz aller Schwierigkeiten die Hoffnung nicht auf.

Malaga: Vermisster Zweijähriger wird in Brunnenschacht entdeckt

Die dramatische Suche nach dem in Spanien in einem tiefen Brunnenschacht verschollenen zweijährigen Julen geht auch mehrere Tage nach dem Verschwinden des Jungen intensiv weiter. Die Helfer kommen bei der Bohrung des parallel verlaufenden Bergungstunnels langsamer als geplant voran. In der Nacht stießen sie dabei erneut auf zum Teil "extrem harte Felsbrocken", zitierten spanische Medien den Sprecher der Helfer, Ángel García Vidal.

Bis zum Mittag seien daher nur 53 von insgesamt 60 Metern gegraben worden, berichtete die Zeitung "El País" unter Berufung auf die Rettungsteams am Unglücksort in Totalán nahe der andalusischen Küstenstadt Málaga. Wenn der erste vertikale Tunnel fertiggestellt ist, wollen Experten manuell einen vier Meter langen horizontalen Tunnel graben, um zu dem Ort zu gelangen, an dem Julen vermutet wird. Dies bedeutet Berechnungen zufolge, dass der Junge nicht vor Dienstagnachmittag wird geborgen werden können.

Ein Kranwagen hebt das Gestänge eines Bohrers auf Ketten in Position

Mit schwerem Gerät graben sich die Retter zum Zweijährigen im Bohrloch vor - aber niemand weiß, ob er noch lebt

DPA

Ist Julen noch am Leben?

Von dem Kind gibt es seit dem 13. Januar kein Lebenszeichen. Mit jeder Minute werden deshalb die Hoffnungen auf einen glücklichen Ausgang geringer. Experten versichern allerdings weiter, es sei nicht ausgeschlossen, dass das Kind noch am Leben sei.

Der Kleine soll bei einem Ausflug seiner Familie in das Loch gefallen sein, das einen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern hat. Bei Kameraaufnahmen wurde im Schacht in einer Tiefe von gut 70 Metern eine Tüte mit Süßigkeiten entdeckt, die Julen bei sich hatte. Lose Erde verhinderte ein tieferes Vordringen mit der Kamera. Experten erklärten, ein vergleichbarer Notfall in einer solchen Tiefe sei weltweit noch nie dagewesen.

Nach Fertigstellung des Tunnels, der parallel zum Schacht verläuft, sollen nun die Wände des Lochs befestigt werden, um Erdrutsche zu verhindern. Anschließend sollen erfahrene Minenarbeiter mit Spitzhacken und Presslufthämmern unten eine erste horizontale Verbindung zum Schacht herstellen, in dem Julen vermutet wird. Dafür werden nach Angaben der Helfer nochmals 20 bis 24 Stunden benötigt.

Schacht wohl ohne Genehmigung gebohrt

Der Schacht, der nach Medienberichten auf der Suche nach Wasser ohne Genehmigung gebohrt wurde, ist 107 Meter tief. Die Retter hoffen, das Kind in einer Tiefe von 70 bis 80 Metern finden zu können. Eine Plattform zur Stabilisierung der Bohrmaschine war in etwa 20 Metern Tiefe angebracht worden, weitere 53 Meter waren die Helfer seither vorgedrungen. Um auf die angepeilte Tiefe von 80 Metern zu gelangen, fehlten am Montagnachmittag somit noch etwa sieben Meter.

Anwohner aus Totalán zeigen seit einer Woche unermüdlich ihre Solidarität mit dem Kind und seinen verzweifelten Eltern. Mit Plakaten und Schildern versuchten sie, der Familie Mut zu machen. "Ganz Spanien steht Euch bei", war da zu lesen, "Hoffnung" oder - auf einem herzförmigen Transparent - schlicht "Julen".

tkr / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.