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Dramatischer Wettlauf gegen die Uhr: Die Helfer graben und graben – doch niemand weiß, ob der zweijährige Julen noch lebt

Die Hoffnung wird von Stunde zu Stunde kleiner, doch die Helfer im Süden Spaniens geben nicht auf. Mithilfe zusätzlicher Bohrlöcher wollen sie den zweijährigen Julen lebend aus einem über 100 Meter tiefen Schacht retten.

Helfer sind in Südspanien mit schwerem Gerät im Einsatz

Die Helfer sind in Südspanien mit schwerem Gerät im Einsatz, um den Jungen noch zu retten

DPA

Die Suche nach einem in einem mehr als 100 Meter tiefen Brunnenschacht verschollenen Kind wird in Spanien nach vier Tagen immer mehr zum dramatischen Wettlauf gegen die Uhr. Vom zweijährigen Julen gab es am Donnerstag an der Unfallstelle in Totalán in der südspanischen Provinz Málaga weiterhin kein Lebenszeichen. 

Versuche, mit Hilfe eines parallel sowie eines schräg zum Bohrloch verlaufenden Schachts zu dem zweijährigen Julen vorzudringen, gestalteten sich schwierig. Am Donnerstag, dem fünften Tag der Suche, schwand die Hoffnung, den Jungen noch lebend finden zu können.    

Wettlauf gegen die Uhr in Spanien

Die Arbeiten an dem vertikalen Schacht kämen gut voran, sagte der an den Arbeiten beteiligte Juan López Journalisten vor Ort. Der zweite Schacht aber mache "Probleme". Ihn in weniger als zwei Tagen fertig zu haben, sei "sehr kompliziert". Mehrere von Medien befragte Experten erklärten, die Bergung des Kindes sei eine "Frage von Tagen, nicht von Stunden". "Das wird mindestens noch zwei, drei, vier Tage dauern", sagte López der Nachrichtenagentur Europa Press

Der Zweijährige war nach Angaben seiner Familie am Sonntag in der Nähe der andalusischen Gemeinde Totalán in das Loch gefallen, während seine Eltern in der Nähe picknickten. Der 110 Meter tiefe Erkundungsschacht mit einem Durchmesser von nur 25 Zentimetern war laut örtlichen Medien im Dezember bei der Suche nach Wasser gebohrt worden. Demnach war das Loch nicht abgesichert.

Mit einem Großaufgebot versuchten die Einsatzkräfte seitdem, den Jungen zu finden und noch retten zu können. Geröll und Erde, die Julen bei seinem Sturz offenbar mit sich gerissen hatte, blockieren in etwa 70 Metern Tiefe das Loch, zudem ist es zu eng für die Bergungskräfte. Niemand weiß, ob Julen noch lebt. 

An der Rettungsaktion beteiligt sich auch die schwedische Firma Stockholm Precision Tools AB. Sie hatte 2010 zur Bergung von 33 chilenischen verschütteten Bergleute beigetragen, die nach 69 Tagen unter der Erde gerettet worden waren.

Thailand: Rettung gestartet: Bergung soll offenbar zwei bis drei Tage dauern - Taucher unterwegs
wue / DPA / AFP
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