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"Yayagram" Spanier erfindet Maschine, damit seine 96-jährige Oma ihm Sprachnachrichten schicken kann

Manuel Lucio Dallo hat mit dem "Yayagram" einen leicht bedienbaren Kommunikationsapparat für seine Oma erfunden 
Manuel Lucio Dallo hat mit dem "Yayagram" einen leicht bedienbaren Kommunikationsapparat für seine Oma erfunden 
© Twitter / mrcatacroquer
Ein spanischer Software-Ingenieur hat für seine 96-jährige Oma einen Kommunikationsapparat entwickelt, damit diese trotz Corona-Isolation Kontakt halten kann. Die Technologie dahinter möchte er bald allen zur Verfügung stellen. 

Manuel Lucio Dallo hat ein besonders inniges Verhältnis zu seiner 96-jährigen Großmutter, die bei seinen Eltern lebt. Dadurch kann er sie trotz der Corona-Pandemie auch häufig besuchen. Doch den weiter entfernt lebenden Enkeln bleibt dieses Glück aktuell verwehrt. Durch ihre Schwerhörigkeiten wird das Telefonieren mit der alten Dame erschwert und auch ein Smartphone kann sie nicht bedienen. Also erfand Dallo einen Kommunikationsapparat, mit dem seine Oma auch mit den anderen Enkelkindern kommunizieren kann.

Dallo erfindet das "Yayagram"

Auf Twitter teilt der Software-Ingenieur seine Erfindung, die er "Yayagram" nennt: "Yaya" ist das kastilische Wort für "Großmutter" und "gram" leitet sich von der Messenger-App "Telegram" ab, die mit seinem Apparat verbunden ist. Auf der schwarzen Box befinden sich sieben Buchsen, die je einem Enkel zugeordnet sind. Möchte Dallos "Yaya" nun einem der Enkel eine Nachricht zukommen lassen, steckt sie einen Klinkenstecker in die jeweilige Buchse – ganz wie in den Telefonzentralen von damals.

Daneben befindet sich ein roter Knopf und ein kleines Mikrofon, in das "Yaya" ihre Nachrichten einsprechen kann. Diese erscheinen dann bei "Telegramm" als Sprachnachricht. Antworten erhält die Dame auf einer Art Kassenbon: Die Enkel antworten ihrer Oma per Textnachricht, die dann auf Thermopapier als kleines Telegramm ausgedruckt wird.

Einfache Handhabe, komplexe Technik

Dallo erklärt seinen Followern auf Twitter die komplexe Technik hinter seinem "Yayagram": Das "Gehirn" seines Apparates sei das Entwicklerboard "Rasperry Pi 4". Demnächst möchte er noch detaillierter erklären, wie er sein "Yayagram" gebaut hat und die Anleitung ins Netz stellen, damit auch andere mit ihren weit entfernten Großeltern sprechen könnten.

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In den rund 1000 Kommentaren unter dem Thread herrscht bei den Twitter-Usern rege Begeisterung. Doch es gibt auch ein einige Nachfragen gibt es. So erklärt Dallo, warum er statt "WhatsApp" lieber auf "Telegramm" zugreift: Die App sei einfach "offener" für Erweiterungen. Die Papierrolle würden indes seine Eltern austauschen, er versuche aber noch, es seiner "Yaya" beizubringen.

Quelle: Twitter

yak

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