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Erdrutsch in Sri Lanka: Hunderte unter Erdmassen begraben

Bei Erdrutschen in Sri Lanka sind mindestens 16 Menschen gestorben, bis zu 300 werden noch vermisst. Ein Bergabhang war nach heftigem Monsunregen ins Rutschen geraten.

Nach Erdrutschen werden in Sri Lanka bis zu 300 Menschen vermisst. Nach heftigem Monsunregen sei ein Bergabhang am Mittwochmorgen ins Rutschen geraten und habe die Siedlung einer Teeplantage rund 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Colombo zerstört, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes am Mittwoch. Bei den Opfern handelt es sich demnach um Plantagenarbeiter und ihre Familien. Bis zum Mittag wurden 16 Leichen geborgen.

Rund 140 Häuser wurden nach Angaben des Sprechers von den Erdmassen mitgerissen, andere waren bis zu neun Meter tief unter Schlamm und Geröll begraben. Die Armee entsandte Soldaten in die Region, um die Helfer bei der Suche nach Vermissten zu unterstützen. Nach Krankenhausangaben wurden mindestens drei Menschen lebend geborgen.

Ganze Straßenabschnitte fortgespült

Dichter Nebel behinderte jedoch die Bergungsarbeiten. Zudem fehlte schweres Räumgerät, da ganze Straßenabschnitte in der Region von dem Unwetter fortgespült worden waren.

Die Monsunperiode in dem südasiatischen Land ist für Landwirtschaft und Stromerzeugung lebenswichtig. Sie sorgt aber zugleich immer wieder für Tod und Zerstörung: Im Juni kamen durch die Unwetter in und um die Hauptstadt Colombo mindestens 13 Menschen ums Leben.

kup/AFP / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?