VG-Wort Pixel

Proteste gegen Zuma-Inhaftierung Unruhen und Plünderungen in Südafrika – Militär rückt aus

Sehen Sie im Video: Unruhen und Plünderungen in Südafrika – Militär rückt aus.




In Teilen Südafrikas ist es zu den heftigsten Unruhen seit Jahren gekommen. Hunderte von Plünderern konnten auch am Dienstag in der Hafenstadt Durban nicht daran gehindert werden, Läden leerzuräumen. Das Militär war ausgerückt und hatte sich an den Brennpunkten positioniert. Auf diesem Wege sollten Angriffe und Plünderungen verhindert werden. Der südafrikanische Polizeiminister Bheki Cele am Dienstag in Pretoria: "Die aktuelle Situation steht unter strenger Beobachtung und wir werden sicherstellen, dass sie sich nicht weiter verschlechtert. Wir können nicht zulassen, dass jemand unseren demokratischen Staat zum Gespött macht. Und wir haben die Strafverfolgungsbehörden angewiesen, ihre Anstrengungen zu verdoppeln, um die Gewalt zu stoppen und den Einsatz vor Ort zu erhöhen." Angefangen hatte alles mit Protesten gegen die Inhaftierung des früheren Präsidenten Jacob Zuma. Er war wegen Missachtung des Gerichts verurteilt worden. Am vergangenen Mittwoch begann er seine 15-monatige Haftstrafe. Die politischen Proteste waren schnell gewaltsam geworden. Läden wurden geplündert, Autobahnen blockiert, Fabriken standen in Flammen. Präsident Cyril Ramaphosa betonte in einer Fernsehansprache am Montag in Kapstadt, dass die Proteste dazu führen könnten, dass Lebensmittel und Medikamente in den Geschäften knapper würden. Das Land befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise. Die Armut hat sich verschärft und viel Frust hat sich angestaut. Die Corona-Krise hat die Probleme noch zusätzlich verstärkt. Nach Angaben der Behörden sind bereits Dutzende Personen durch die Unruhen ums Leben gekommen. Davon über 25 allein in KwaZulu-Natal.
Mehr
In Teilen Südafrikas ist es zu heftigen Unruhen gekommen. Das Militär positionierte sich an diversen Brennpunkten. Angefangen hatte alles mit Protesten gegen die Inhaftierung des früheren Präsidenten Jacob Zuma.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker