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Explosion in China: Die Wucht der Zerstörung

Das Industriegebiet in der chinesischen Hafenstadt Tianjin wurde durch die verheerenden Explosionen völlig verwüstet. Die Bilder vom Gelände vermitteln einen Eindruck des Infernos und seiner Folgen.

Zwei riesige Explosionen haben ein Industriegebiet in der chinesischen Hafenstadt Tianjin verwüstet und Dutzende Menschen das Leben gekostet. Offiziellen Angaben zufolge starben mindestens 44 Menschen, darunter viele Feuerwehrleute. Etwa 520 Menschen seien verletzt worden, mehr als 60 schwer. Die Explosionen in einem Lager für giftige Stoffe und explosive Gase ereignete sich am Mittwochabend und war noch kilometerweit zu spüren.

Ein Augenzeuge, der sieben Kilometer vom Katastrophenort entfernt lebt, sagte, er habe zunächst ein Erdbeben vermutet. Die Erschütterungen wurden auch von der US-Erdbebenwarte registriert. Videoaufnahmen zeigen zuerst eine kleinere und kurz darauf eine viel heftigere Explosion. Feuerbälle stiegen in den Nachthimmel. Dann entwickelte sich ein Rauchpilz wie nach einer Atomexplosion. In einem Umkreis von zwei Kilometern zerbarsten Fensterscheiben und Mauern stürzten ein. 

Feuer brennt noch am Folgetag

Immer noch brennen mehrere Feuer auf dem verwüsteten Hafengelände. Über dem Areal waberte grauer Rauch. Mehrere Lastwagen mit Angehörigen einer paramilitärischen Polizeieinheit fuhren in das Gebiet. Sie trugen Gasmasken zum Schutz vor giftigen Gasen.

tim / Reuters
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