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Hualien: Tote und Verletzte nach schwerem Erdbeben in Taiwan

Am Dienstagabend hat ein schweres Erdbeben die Ostküste Taiwans erschüttert. Neben mehreren Toten gibt es zahlreiche Verletzte. Das Beben gilt in der Region um die Hafenstadt Hualien als das schwerste seit mehr als zehn Jahren.

Das Yuntsui Building in Hualien steht nach einem schweren Erdbeben an der Ostküste Tawians schief

Das Yuntsui Building in Hualien steht nach einem schweren Erdbeben an der Ostküste Tawians schief

AFP

Ein Anblick der Verwüstung offenbart sich an der Ostküste Taiwans. Nach einem schweren Erdbeben suchen Retter in den Trümmern noch immer nach Verschütteten. Behördenangaben zufolge wurden mehr als 200 Menschen verletzt, mindestens vier verloren ihr Leben. 

Nach taiwanischen Behördenangaben hatte das Beben am späten Dienstagabend eine Stärke von 6,4. Die Zahl der Verletzten wurde zuletzt mit 225 angegeben. Einige von ihnen befinden sich demnach in einem kritischen Zustand. Mehrere Menschen werden noch unter Trümmern vermutet. Insgesamt galten am Morgen noch 145 Menschen als vermisst.

"Schwerstes Beben seit mehr als zehn Jahren"

Am stärksten von dem Beben getroffen wurden ein Hotel und ein Apartmenthaus in der bei Touristen beliebten Hafenstadt Hualien, wie die Feuerwehr mitteilte. Das Marshal-Hotel neigte sich durch das Beben zur Seite, Teile des Gebäudes brachen zusammen. Rettungskräfte versuchten, Menschen mit Hilfe von Kränen aus den oberen Stockwerken zu bergen. Fünf weitere Gebäude, darunter ein Krankenhaus, wurden beschädigt, auf den Straßen lag Schutt, neben Autobahnen waren Erdrisse zu sehen.

"Das ist das schwerste Beben in Hualien seit mehr als zehn Jahren", sagte der Anwohner Blue Hsu der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich der Erdstoß rund 20 Kilometer nordöstlich von Hualien. Ihm waren fast hundert kleinere Beben in den vergangenen drei Tagen vorausgegangen.

Das Erdbeben in der Nacht zum Mittwoch ereignete sich fast genau zwei Jahre nach einem Erdstoß derselben Stärke in der südtaiwanischen Stadt Tainan. Damals kamen mehr als hundert Menschen ums Leben. In der Nähe von Taiwan treffen zwei tektonische Platten aufeinander, auf der Insel östlich von China bebt immer wieder die Erde. Ein Beben der Stärke 7,3 erschütterte Taiwan im September 1999. Damals starben dort mehr als 2400 Menschen. 

fri / AFP / DPA
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