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Überschwemmungen: Lage in Sachsen entspannt sich langsam

In den sächsischen Hochwassergebieten beginnt sich die Lage langsam zu entspannen. In Zittau, Görlitz und Rothenburg fielen die Pegelstände der Neiße weiter, wie der Katastrophenschutzstab am frühen Montagmorgen mitteilte.

In den sächsischen Hochwassergebieten beginnt sich die Lage langsam zu entspannen. In Zittau, Görlitz und Rothenburg fielen die Pegelstände der Neiße weiter, wie der Katastrophenschutzstab am frühen Montagmorgen mitteilte. In Görlitz lag der Pegel um 03.00 Uhr bei 5,63 Metern, nachdem er am Sonntagmorgen noch einen Rekordstand von 07,07 Metern erreicht hatte. Ein Teil der am Vortag evakuierten Einwohner konnte bereits in ihre Wohnungen zurückkehren. In Teilen von Görlitz und Ostritz waren aber weiterhin mehrere tausend Menschen ohne Strom. Der Katastrophenschutzstab riet den Einwohnern, Wasser vor dem Trinken unbedingt abzukochen. In allen Schulen von Görlitz und der Freien Schule Ostritz fiel für Montag der Unterricht aus.

Den Angaben zufolge wurde der Hochwasser-Scheitelpunkt der Neiße am frühen Morgen in Bad Muskau erwartet. Dort ist die Neiße laut MDR bereits über die Ufer getreten. Das Hochwasser dürfte auch den zum UNESCO-Welterbe zählenden Fürst-Pückler-Park überfluten. In Sagar vor Bad Muskau wurden alle Einwohner vorsichtshalber in Sicherheit gebracht, da die Behörden damit rechneten, dass die Dämme nicht standhalten. Laut dem Katastrophenschutzstab weigerten sich einige Einwohner, ihre bereits umströmten Häuser zu verlassen. Am Morgen waren noch knapp 1030 Helfer im gesamten Katastrophengebiet im Einsatz. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wollte sich am Montag vor Ort selbst einen Überblick über die Situation verschaffen.

AFP / AFP