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Unglück der "Costa Concordia": Angeblich vermisste Ungarin seit Jahren tot

Ihre Familie hatte sie nach der Havarie der "Costa Concordia" vor der italienischen Küste als vermisst gemeldet. Dabei lebt die Ungarin seit drei Jahren nicht mehr.

Eine von ihrer Familie als vermisst gemeldete Ungarin, die angeblich auf dem gesunkenen Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" mitgereist war, ist seit drei Jahren tot. Die Familie, die die Vermisstenanzeige erstattet hatte, habe schlicht gelogen und "die Daten einer vor drei Jahren gestorbenen Person missbraucht", teilte das ungarische Außenministerium in Budapest mit. Das Ministerium bezeichnete die falsche Anzeige als "bisher beispiellos" und "außerordentlich bedauerlich".

Zunächst war nicht klar, was die Angehörigen bewog, ihre Verwandte als vermisst zu melden. Möglicherweise hätten sie versucht, sich unter Ausnutzung der Tragödie "einen unrechtmäßigen Gewinn zu verschaffen", hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Die näheren Umstände, die zu der falschen Anzeige führten, würden noch untersucht. Die Betroffenen hatten offenbar die Tatsache ausgenutzt, dass mehrere blinde Passagiere auf dem Schiff vermutet werden.

Die "Costa Concordia" war vor zehn Tagen vor der toskanischen Insel Giglio gekentert und gesunken. Bislang wurden 15 Opfer geborgen, acht von ihnen wurden identifiziert, unter ihnen auch ein Ungar.

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