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Verschüttete Bergarbeiter in Chile Die Rettungsaktion geht weiter


Es war ein kurzer, aber intensiver Schreckmoment: Als die Rettungsarbeiten für die verschütteten chilenischen Bergleute am Mittwochabend zum Erliegen kamen, befürchteten einige bereits das Schlimmste: Doch schon nach kurzer Zeit konnten die Bohrungen fortgesetzt werden.

Nach kurzer Unterbrechung ist die Bohrung eines Rettungsschachtes für die in einem chilenischen Bergwerk eingeschlossenen Kumpel in der Nacht zu Donnerstag fortgesetzt worden. Grund des Bohrstopps seien Unregelmäßigkeiten im bisher durchbohrten Gestein gewesen, sagte der leitende Ingenieur André Sougarret. Dies sei während der ersten 100 Meter normal und erwartet worden.

Inzwischen seien die Innenwände des Bohrlochs mit Zement stabilisiert worden und die Bohrung habe eine Tiefe von 30 Metern erreicht. Der Zeitrahmen von drei bis vier Monaten für die Bohrung des Rettungsschachtes habe sich durch die Unterbrechung nicht geändert. Die Kumpel sitzen seit dem 5. August, als ein Stollen einstürzte, unter Tage fest.

Bis sie aus 700 Metern Tiefe - möglichst vor Weihnachten - durch den Schacht an die Oberfläche gebracht werden können, sollen sie mit einem strikten Beschäftigungsprogramm körperlich und geistig fit gehalten werden.

Auf einem am Vortag veröffentlichten Video waren die Männer bei guter Gesundheit und Laune zu sehen. Nahrung, Wasser, Medikamente, Kleidung, elektronische Spiele und Nachrichten ihrer Angehörigen erhalten sie durch enge Versorgungsröhren.

DPA DPA

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